Frage von traumprinzessin, 280

Crocs für Kinder zum barfuß tragen nicht gesund?

Sind Crocs, die Kinder barfuß tragen nicht gesund? Meine Tochter liebt ihre Crocs mit Hello Kitty. Natürlich trägt sie diese im Sommer barfuß und sehr häufig. Sollte ich sie lieber entsorgen?

Antwort
von Winherby, 256

Deine Befürchtung ist berechtigt. Vor einiger Zeit war es im TV ein Thema. Dort wurde mit Hilfe eines Labors bewiesen, dass die billigen Nachahmerprodukte ( < ca. 25 € ) viel zu hohe Konzentrationen von PAK hatten, besonders auffällig die Schwarzen. Zudem haben alle diese "Bootsschuhe", - also auch die originalen Crocs -, heftig viel Weichmacher im Material, - die sind ja nicht aus Versehen so angenehm weich. Weichmacher und die PAK können über die Haut resorbiert werden.

Fazit dieser Sendung, die billigen Plagiate möglichst meiden, möglichst nur weiße Crocs tragen, und immer nur mit Socken benutzen, nie barfuß.

Antwort
von Mahut, 265

Traumprizessin, wenn deine Tochter sie nur kurz am Strand oder in der Badeanstalt trägt ist , du solltest dann aber auch nur die guten etwas teureren nehmen. Da die Crogs, vielleicht im Material Weichmacher enthalten, würde ich vorsichtig sein

Zum kurz tragen sind die Crogs OK, ich habe auch welche, die ich als ich im Krankenhaus war von meiner Tochter bekam, dort habe ich sie zum duschen getragen. Seit ich wieder zu Hause bin, habe ich sie kaum noch getragen, denn für den Fuß sind sie nicht so gut, schon gar nicht für einen Kinderfuß der noch wächst.

Antwort
von elliellen, 232

Hallo! Meine Tochter hat ebenfalls wie viele andere Kinder auch diese Crocs.

Man sollte aufgrund der eventuell enthaltenen Schadstoffe nicht die ganz billigen kaufen, sondern darauf achten, dass Prüfsiegel drauf sind.

Zum ständigen Tragen sind sie natürlich genau wie Flip Flops nicht geeignet, aber jetzt im Sommer, gerade für den Strand oder die Badeanstalt finde ich sie äusserst praktisch und O.K. Ich selbst habe sogar welche und finde sie sehr bequem, weil sie so schön leicht sind! (-:

Kommentar von Winherby ,

"Zum ständigen Tragen sind sie natürlich [...] nicht geeignet"....

Aha, und warum denn nicht? Ich habe jahrelang darin gehend gearbeitet, in meinem Job meist stehend, oft bis zu 12 Stunden am Tag, hatte nie Probleme darin.

Was habe ich falsch gemacht?

Kommentar von elliellen ,

Wie du sicher in der Frage gelesen hast, geht es hier um "barfuss" und um ein Kind. Erstens ist es allgemein für die Füsse gesünder, Schuhe häufig zu wechseln und gerade für Kinderfüsse sind neben dem Barfusslaufen gut angepasste, feste Schuhe die gesündesten Exemplare. Crocs sind es sicher nicht.

Kommentar von bethmannchen ,

Crocs gibt erst seit 2002, und sind nicht zu verwechseln mit Clogs, an die du wohl gedacht hast.

Kommentar von Winherby ,

@bethmannchen:

Wen meinst Du denn ?

Kommentar von elliellen ,

Ich nehme an, sie meint dich, weil du geschrieben hast "trage sie jahrelang", die Crocs gibt es ja noch nicht so lange.

Kommentar von Winherby ,

Hallo? 11 Jahre ist nicht jahrelang? Wir haben offensichtlich unterschiedliche Wahrnehmungen?!?!

Für mich sind bereits 4 bis 5 Jahre "jahrelang", solange habe ich in Crocs gearbeitet und nie Probleme an Füssen bekommen.

Kommentar von bethmannchen ,

Gute Frage Winherby, da haben sich inzwischen Kommentar verschoben. Gemeint hatte ich mit der Verwechslung tatsächlich dich.

Botten, eher bekannt unter ihrer englischen Bezeichnung Clogs nennen sich die "Gesundheitsschuhe", die es schon viel, viel länger gibt. Das ist ein Pantoffelartiger Schuh mit Holzsohle; die Ferse kann offen oder mit umschlossen sein, oder auch einen Fersenriemen haben.

An Gymnastiksandalen, auch Klapperlatschen genannt, ist fast so wenig dran, wie an Flip Flops. Ein fester Lederstreifen verläuft vorn im Innern der durchgehenden 3 cm dicken Holzsohle und über die Zehen, wo er mit einer Schnalle noch eingestellt werden kann.

Klomp, Mehrzahl Klompen, sind die traditionellen holländischen Holzschuhe, die ganz aus einem Stück Holz gefertigt sind. In Westfalen werden sie als Holsken oder Holschen bezeichnet. Am Niederrhein nennt man sie, wie im Niederländischen, Klompen und im Ruhrgebiet auch Klotzschen. In Schleswig-Holstein heißen sie Hotschen oder Niederdeutsch (Holt)Tüffeln. (een tüffeligen Minsch ist jemand, der sich bei den einfachsten Dingen schon tollpatschig anstellt, über seine eigenen Füße fällt, und auch sonst nicht besonders helle ist)

Warum waren Holzschuhe besonders im Norden Deutschlands wohl so weit verbreitet? In der norddeutschen Tiefebene geht man nicht so oft hangaufwärts. Dort ist das Land so flach, sind die Häuser so niedrig, dass man Plattdeutsch sprechen und Flundern essen muss ;-)

Holzschuhe dienten lange auch als Sicherheitsschuhe. Beim Torfstechen kann man sich damit nicht so leicht mit dem Spaten in den Fuß stechen. Im Deichbau werden sie in den Niederlanden bis heute als optimale Sicherheitsschuhe genutzt. Holzschuhe gehörten im Hüttenwesen und in Gießereien zur Berufsbekleidung, wurden aber zunehmend von Stahlkappenschuhen verdrängt

In der norddeutschen Tiefebene geht man nicht so oft hangaufwärts, denn wer will schon immer auf den Deich klettern. Insbesondere bei den klassischen holländischen Holzschuhen, die vollständig aus Holz bestehen und im Spann geschlossen sind, treten beim Laufen Hebelkräfte auf, die den Fußrücken im Abrollen des Schritts gegen das Holz pressen. Diese sind beim Laufen hangaufwärts am stärksten und können durch Gewöhnung und Lernen günstigerer Laufweisen vermindert werden, verschwinden jedoch nie ganz. Und ein Spann aus Leder oder Plastik gibt fast ebenso wenig nach.

In jedem starren Schuh, Pantoffel oder Latschen würde ein Kind unweigerlich anfangen zu watscheln, die Fußspitzen nach außen stellen und eher über die Fußinnenseite abrollen. In Gummistiefeln machen sie das auch unweigerlich. An End hartscht de dörch de Welt as soon Klütenpedder - Nach dem Pflügen wurde über den Acker gegangen, um zu groß gebliebene Erdklumpen klein zu treten (pedden). Anzuraten sind Schuhe mit starrem Spann zumindest für Kinder ganz und gar nicht.

Bei mir z.B. drückt der Spann solcher Klompen, Botten, sogar schon bei Filzpantoffeln so sehr, dass nach hundert Metern schon meine großen Zehen vollkommen taub sind, ganz gleich, wie ich darin laufe.

Antwort
von bethmannchen, 161

Botten, An Gymnastiksandalen, auch Klapperlatschen genannt, Klompen, die traditionellen holländischen Holzschuhe, die ganz aus einem Stück Holz gefertigt sind, taugen für Kinderfü0e genau so wenig wie die Crocs oder Gummistiefel.

In Schleswig-Holstein heißen Holzschuhe Hotschen oder Niederdeutsch (Holt)Tüffeln. (een tüffeligen Minsch - ist jemand, der sich bei den einfachsten Dingen schon tollpatschig anstellt, über seine eigenen Füße fällt, und auch sonst nicht besonders helle ist)

Warum waren Holzschuhe besonders im Norden Deutschlands wohl so weit verbreitet? In der norddeutschen Tiefebene geht man nicht so oft hangaufwärts. Dort ist das Land so flach, sind die Häuser so niedrig, dass man Plattdeutsch sprechen und Flundern essen muss ;-)

Holzschuhe dienten lange auch als Sicherheitsschuhe. Beim Torfstechen kann man sich damit nicht so leicht mit dem Spaten in den Fuß stechen. Im Deichbau werden sie in den Niederlanden bis heute als optimale Sicherheitsschuhe genutzt. Holzschuhe gehörten im Hüttenwesen und in Gießereien zur Berufsbekleidung, wurden aber zunehmend von Stahlkappenschuhen verdrängt

In der norddeutschen Tiefebene geht man also nicht so oft hangaufwärts, denn wer will schon immer auf den Deich klettern. Insbesondere bei den klassischen holländischen Holzschuhen, die vollständig aus Holz bestehen und im Spann geschlossen sind, treten beim Laufen Hebelkräfte auf, die den Fußrücken im Abrollen des Schritts gegen das Holz pressen. Dieser Druck ist beim Laufen hangaufwärts am stärksten und kann durch Gewöhnung und Lernen günstigerer Laufweisen vielleicht vermindert werden, verschwindet jedoch nie ganz. Und ein Spann aus Leder oder Plastik gibt fast ebenso wenig nach.

In jedem starren Schuh, Pantoffel oder Latschen würde ein Kind unweigerlich anfangen zu watscheln, die Fußspitzen nach außen stellen und eher über die Fußinnenseite abrollen. In Gummistiefeln machen sie das auch unweigerlich. An End hartscht de dörch de Welt as soon Klütenpedder - Nach dem Pflügen wurde über den Acker gegangen, um zu groß gebliebene Erdklumpen klein zu treten (pedden). Anzuraten sind Schuhe mit starrem Spann und starrer Sohle zumindest für Kinder ganz und gar nicht.

Bei mir z.B. drückt der Spann solcher Klompen, Botten, sogar schon bei Filzpantoffeln so sehr, dass nach hundert Metern schon meine großen Zehen vollkommen taub sind, ganz gleich, wie ich darin laufe, es sei denn, ich gehe wie Charlie Chaplin.

Antwort
von schanny, 164

Elliellen hat schon Recht, meistens kann man die schadstoffhaltigen "Crocs" erschnüffeln, sie stinken bestialisch nach Chemie und das kann nicht gesund sein.

Antwort
von bethmannchen, 156

Wenn ich mir diese "durchlöcherten Plastikschalen" so ansehe, dann möchte ich sie keinem Kind der Welt antun. Auch wenn sie noch so weich und leicht sein mögen, Kinder werden darin, genau wie in Gummistiefeln, nicht laufen, sondern watscheln.

Kunststoff direkt auf der Haut ist auch immer ein No Go, vor allem im Sommer. Schweiß ist aggressiver, als man glaubt. Der löst aus dem Kunststoff die PAK heraus, und die werden dann bei jedem Schritt in die aufgeweichte Haut hineingerieben.

Es ist nicht so, dass irgend ein Fuß durch den Schuh Halt bräuchte. wir sind von Mutter Natur dazu gebaut worden, barfuß durch die Welt zu gehen, laufen, rennen, schlendern. Diesen Crocs würde ich noch eher Flip Flops vorziehen, obwohl man dann auch gleich barfuß laufen kann.

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