Frage von paulus96, 108

Cortison hilft nicht bei neurodermitis- was tun?

Hallo alle zusammen, ich brauche Rat! Es macht mich wahnsinnig. Schon immer habe ich neurodermitis im Winter und kam bisher mit Cremes sehr gut klar. Doch seit ca zwei Jahren habe ich die ätzende Krankheit ca 9 Monate im Jahr. Und zwar so, dass ich mir den ganzen Körper wund und blutig kratze. Ich habe schmerzen beim sitzen und liegen wegen der Wunden stellen. Ich kann mich schlecht konzentrieren weil der ewige Juckreiz mich so plagt und belastet. Sobald eine Hautpartie frei von Kleidung ist fange ich wie wild an zu kratzen ohne es unterlassen zu können. Ich Creme mich morgens und abends mit cortison Creme und zusätzlich einer urea/nachtkerzen Creme ein. Nichts hilft. Ich habe das Gefühl meine Haut wird immer trocknende und Trockner. Ich Gesicht trage ich vier mal täglich eine sehr reichhaltige Creme auf. Dort habe ich zwar keine roten stellen allerdings lauter schuppige Haut. Trotz Peeling und Creme gehen diese nicht weg. Schminken wird da zur Herausforderung. Seit kurzem bekomme ich ungefähr einmal täglich einen 'hautausschlag' in Gesicht und Hals. Mir wird warm, es juckt wie Hülle und mein Gesicht wird ganz fleckig und rot. Ja ich bin Allergikerin aber so stark hatte ich das noch nie. Unter anderem nehme ich jeden Tag eine cetrizin gegen Juckreiz und jegliche Allergien. Wenn ich zum Arzt gehe schaut der sich nur meine Arme an: ja sie haben neurodermitis, ich verschreibe Ihnen mal eine cortison Creme. Und Tschüss. Helfen tut nichts. Nun meine Frage an euch, weiß irgendeiner was mir helfen könnte oder überhaupt was genau ich habe? An normale neurodermitis glaube ich mittlerweile nicht mehr.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo paulus96,

Schau mal bitte hier:
Neurodermitis trockene Haut

Antwort
von 03Jasmin07, 27

Mein Sohn hatte auch dieses Problem. Raus kam dann dass es sich bei ihm um eine Cortisonresistente Neurodermitis handelt. Wir haben eine Salbe bekommen deren Hauptinhaltsstoff wie Cortison wirkt und innerhalb kürzester Zeit hatten wir das im Griff. Sprich deinen Arzt am besten darauf an ;) viel Glück

Antwort
von Hooks, 93

Ich habe ein äußerst interessantes Buch gelesen zu diesem Thema, und zwar "Neurodermitis" von Sophie Ruth Knaak. Sie war mit ihrem Sohn (28) bei drei verschiedenen Ärzten, die alle im Laufe ihrer Praxiszeit (30, 35 bzw. 5 J.) noch nicht solch ein Ekzem gesehen haben.

Die Ärzte können ihm aber alle nicht helfen, und so entwickeln die beiden durch Fragen und Nachdenken eine Therapie für ihren Sohn. Sie beschreibt in dem Buch alle Gedanken, auch die in Sackgassen führen, und wie sie durch Schlußfolgern und Ausprobieren weiterkommen.

Nach drei Wochen ist er symptomfrei, das Ekzem ist weg, und die ganze Therapie hat insgesamt 3 oder 4 Monate gedauert. Wurde auch an weiteren Personen ihres Bekanntenkreises mit Erfolg durchgeführt, darunter auch ein Ganzkörperekzem.

Ich kann Dir dieses Buch sehr empfehlen, ich hatte eine genaue Beschreibung früher in meinen Berichten hier drin, die dann leider alle einmal gelöscht wurden.

http://www.amazon.de/Neurodermitis-Weder-Allergie-Atopie-Geheilt/dp/3850685187?i...*Version*=1&*entries*=0

Wenn es Dir zu teuer ist, kann ich es Dir gerne mal ausleihen.

Grundzüge sind: Die Haut entwickelt sich alle paar Wochen neu und braucht dazu gewisse Stoffe, vor allem aus der Gruppe der B-Vitamine. Gewisse andere Stoffe hindern die B-Vitamine in ihrer Arbeit. Dann entsteht "falsche", nicht gesunde Haut, die sehr anfällig ist für Erreger aller Art.

  • Verzicht auf alle Cremes (auch Schminke)
  • Zufuhr von B-Vitaminen (sie nahm den Komplex von Lichtenstein, 3x am Tag, Infos bei medizinfuchs.de)
  • Darmsanierung durch Molke, wobei die heutige Molke vermutlich nciht richtig funktioniert durchzuhohe Verarbeitung; eine Freundin probierte ein Molkepräparat zum Anrühren aus der Apotheke (Molke verdirbt sehr schnell, dann war wieder ein Rückschlag zu merken), eine andere Darmflora Plus select von Dr. Wolz.
  • Verzicht (nur während der Therapie, später wieder langsames Herantasten) auf alle Säuren und Dinge wie Obst, Kaffee, Alkohol, rohes Hühnereiweiß (Avidin zerstört B, gekocht geht es)
  • zur Unterstützung tägliche Salzbäder mit normalem Salz, darf nur keine Rieselhilfe Calciumcarbonat enthalten, die legt sich wie ein weißer Film auf die Haut
  • bei Psoriasis zusätzlich Vitamin A (ist auch relevant, ich bekomme es am einfachsten durch Lebertran)

Bei uns zuhause half es auch, die Milchprodukte wegzulassen (+ EInnahme von Vit B), das scheint ein Eiweißproblem zu sein, denn rohe Milch wurde vertragen.

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