Frage von bolognese, 30

CED - neue Behandlungsansätze um Entzündung in den Griff zu kriegen?

Mein Nachbarin hat mir heute ihr Leid geklagt, dass ihre chronisch entzündliche Darmerkrankung -nachdem sie über einige wenige Jahre schubfrei war- einen neuen Schub macht. Sie meinte, dass ihr nun wieder eine Therapie mit Cortison bevorstehen würde und sie beim letzten Mal schon so arge Nebenwirkungen hatte.

Jetzt möchte ich ihr eigentlich ganz gerne Mut zusprechen, aber ich kenne mich ja nicht aus.. Die Medizin dürfte in den letzten Jahren ja Fortschritte gemacht haben, oder? Weiß von euch vielleicht jemand, ob es da inzwischen schon neue und vielversprechende Behandlungsansätze gibt?

Jetzt ärztlichen Rat holen
Anzeige

Schneller und persönlicher Rat zu Ihrer medizinischen Frage. Kompetent und vertraulich!

Experten fragen

Antwort
von StephanZehnt, 30

Hallo..,

CED ist ein Überbegriff der alles und nichts sagt. Es gibt mind. zwei allgemein  bekannte Erkrankungen auf diesem Gebiet Morbus Chron und Colitis Ulcerosa.

Wobei jeweils unterschiedliche Darmbereiche betroffen sind. Sie sollte einmal mit Ihrem Arzt sprechen ob in Ihrem Fall Amitriptylin sinnvoll ist in geringer Dosis. Bei Reizdarm verschreibt man mitunter Mebeverin dura.

Wenn man ein Darmproblem hat kann Spitzwegerichtee gut sein (Apotheke). Ich nutze oft Pektin was günstig auf den Darm wirken soll. In Werder bei Berlin gibt es eine Pektinfabrik die da nicht ganz so teuer ist und auch "kleinere Mengen"verkauft. Das kann den Durchfall lindern heilt aber nicht die Autoimmunerkrankung.  

Es gibt für Morbus Chron und Colitis Ulcerosa. ein spezielles Forum .croehnchen-klub.de/ und bei Reizdarm .rds-forum.de/

VG Stephan

Kommentar von bolognese ,

Danke dir für deine Antwort und die zahlreichen Tips! War mir nicht bewusst, das CED selbst kein Name für eine Krankheit, sondern quasi ein Sammelbegriff ist.

Die beiden von dir genannten Foren werde ich meiner Nachbarin mal vorschlagen.. wenn sie das nicht alleine hinbekommt (sie ist nicht mehr die Jüngste), dann kann ich das auch gerne mit ihr gemeinsam anschauen. Bei einer Tasse Spitzwegerichtee, oder so :)

Die Hausmittelchen klingen ganz gut, das mit dem Amitriptylin klingt auch nach einer Idee die sie ihrem Arzt vorschlagen kann! Scheint da ja doch noch einige unterschiedliche Behandlungsansätze zu geben.. Vielleicht wäre da auch eine Zweitmeinung von einem anderen Spezialisten eine gute Idee..?

Kommentar von StephanZehnt ,

Nun ein Ansatzpunkt wäre evtl. das Medikament Vedolizumab wen sie das noch nicht hatte und das in Ihrem Fall sinnvoll ist. Um einmal eins zu nennen. Keine Ahnung was der Arzt dazu sagt?

Eine Zweitmeinung zu holen ist nie verkehrt allerdings würde ich mich vorher schon einmal schlau machen  z.B. bei Jameda-de  (Gastroentrologen) sollte aber mind. 10 Bewertungen haben

http://www.jameda.de/arztsuche/?new_search=1&gruppe=HA&fachgebiet=S69&am...

Kommentar von bolognese ,

Meine Nachbarin war heute Nachmittag dann tatsächlich auf eine Tasse Tee bei mir.. das Vedolizumab kennt sie noch nicht. Wir haben das mal gegoogelt und das scheint ja ein darmspezifisches Medikament zu sein, dass die Entzündung unterdrücken soll? Klingt eigentlich ganz vielversprechend!

Beim nächsten Termin wird sie ihren Arzt darauf ansprechen und sich zusätzlich noch eine Zweitmeinung einholen. Auch das mit dem Ärztebewertungsportal ist eine gute Idee! Hier in Österreich ist da wohl docfinder die Bewertungsseite der Wahl :)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community