Frage von DermitdemNamen, 500

Candida, Darmpilz? und deswegen ein Mineralstoffmangel?

Hallo Leute,ich bin es mal wieder. Nachdem ich immer noch nciht wirklich weiß woher mein zucken vom herz und meine anderen symptome kommen habe ich mir weiter gedanken gemacht und mich daran erinnert dass ich früher bereits mal an candida erkrankt war.

ich habe auch nach bereits wenig süßem, ebenso bei getreide wie haferriegel,leichte bauchschmerzen und einen blähbauch, zudem noch einen ziemlichen durchhänger und ein unwohles gefühl im magen als hätte ich einen stein verschluckt. habe nun gelesen dass man einen candida schnelltest selbst durchführen kann, indem man morgens in ein mit wasser gefülltes glas spuckt und schaut ob sich von dem speichel etwas absetzt von der wasseroberfläche.

das ergebnis ist hier. sieht für mich ziemlich eindeutig aus, da es nach ca. einer knappen minute so aussah. will mich da jetzt aber nicht zu sehr festlegen.

vielleicht kommen ja auch magnesium- oder kaliummängel von dem pilzbefall, der der nahrung die nährstoffe entzieht und könnten somit auch grund für die zucker usw. sein.

was haltet ihr davon ? kann man nach dem ergebnis auf candida schließen?nach einer stunde war das meiste vom speichel am boden. nur noch etwas schaum an der oberfläche.

Antwort
von bethmannchen, 371

Dein Test sagt so gut wie gar nix aus. 

ist bei dir etwa gerade morgens direkt nach dem aufstehen?

Sinkt die Spucke in Wasser auf den Grund, dann ist 

  • ihr spezifisches Gewicht etwas größer 1g /Kubikzentimeter. 

Sinkt die Spucke im Wasser nicht auf den Grund, dann ist

  • sie so schaumig und zähflüssig, dass sie oben schwimmt oder durch den Eigenauftrieb nur langsam absinken kann.

Candida albicans ist ein Pilz der Candidagruppe, die den Hefepilzen zugeordnet wird. Er ist der häufigste Erreger der Kandidose (auch Candidamykose, Monoliasis, Soor oder bei Babys „Windelpilz“ genannt). Dieser Pilz ist bei Warmblütern (und daher auch beim Menschen) häufig auf den Schleimhäuten von Mund und Rachen und im Genitalbereich sowie im Verdauungstrakt zu finden. Bei etwa 75 % aller gesunden Menschen kann er nachgewiesen werden (laut deutscher Gesellschaft für Ernährung). Er kann auch zwischen Fingern und Zehen vorkommen und auf den Finger- und Fußnägeln.

C. albicans gehört zu den fakultativ (nur unter bestimmten Bedingungen) pathogenen (eine Krankheit auslösenden) Erregern und ist als ein Saprobiont anzusehen, der in einem Gleichgewichtszustand mit der menschlichen Immunabwehr und anderen Mikroorganismen siedelt. Die Besiedelung durch diesen Pilz verursacht in der Regel kaum Beschwerden. Bei fehlender oder verminderter Immunität (im Rahmen von anderen Grundkrankheiten, wie Diabetes mellitus, Krebs, AIDS, oder durch die Gabe bestimmter Medikamente) kann die Besiedelung mit Candida albicans oder ihm verwandten Pilzen jedoch stark zunehmen, die sich dann als Mykose manifestiert. Meistens handelt es sich dabei um endogene Infektionen, das heißt, der Erreger war bereits vor Krankheitsausbruch am Ort der Infektion.  Seltener ist es eine exogene Infektionen, also durch von außen erworbene Erreger.

Saprobionten (griechisch σαπρός sapros ‚faul‘, ‚verfault‘) oder Folgezersetzer sind heterotrophe Organismen, die von toter organischer Substanz leben. Bei einigen Autoren schließt dieser Begriff auch die in diesem Substrat lebenden Jäger und Parasiten mit ein, nicht nur die sich vom toten Material ernährenden Organismen. 

Saprobionte Mikroorganismen leben als Symbionten im Verdauungstrakt von Säugern (Rinder, Mensch) und Insekten (Termiten). Dort zersetzen sie organische Stoffe, die durch die Enzyme des Wirtstieres nicht zerlegt werden können.

Candida lässt sich gut unter Zugabe von Antibiotika (zur Unterdrückung von Bakterienkolonien) auf einfachen Nährböden anzüchten und bildet in Kultur bei 37 °C innerhalb von ein bis zwei Tagen kleine weißliche Kolonien. 

Das passiert auch im Darm, wenn man übermäßig viel Zucker und Stärkehaltiges isst, oder Antibiotika eingenommen hat.  Ein Teil der Darmflora wird durch Antibiotika (Anti = gegen - Bio = Leben) abgetötet. Dadurch wird der Besiedelung mit Candida Albicans "das Feld überlasssen" und der Pilz breitet sich ungehemmt aus. 

Iss mal eine Woche lang jeden Tag einen Bio-Joghurt, und die Sache renkt sich von ganz allein wieder ein. Alte Weisheit meiner Großmutter ;-)

Kommentar von DermitdemNamen ,

ja ist direkt nach dem aufstehen, bekomme halt immer ein ungutes gefühl im magen nach z.b. einem nutella brot außerdem liegt das im magen wie ein stein, ebenso 100ml cola. 

Antwort
von bethmannchen, 276

Deinen Kommentar zu kommentieren klappt technisch irgendwie nicht, deshalb hier:

 ja ist direkt nach dem aufstehen, bekomme halt immer ein ungutes gefühl im magen nach z.b. einem nutella brot außerdem liegt das im magen wie ein stein, ebenso 100ml cola.

Damit "fütterst" du die Pilze Candida albicans erst so richtig. Sie lieben eben nichts so sehr wie Zucker. (Nutella mindestens 50 % Zucker, Brot etwa 65% Zucker, 100 ml Cola enthält durchschnittlich 10,6 g Zucker, also etwa 3 Zuckerwürfel). 

Der pH-Wert von Coca-Cola liegt bei ungefähr 2,5 bis 2,7. Der Magensaft mit einem pH-Wert von bis zu 1 ist erheblich saurer. Wenn du den Säuregehalt deine Magensäfte regelmäßig so "entgleisen lässt", dann ist es kein Wunder, wenn im Magen und Dünndarm dann vermehrt Gärungsgase entstehen -Blähungen im oberen Bereich. 

Wenn du regelmäßig über den Tag verteilt größere Mengen an Zucker und Stärke (auch ein Zucker) zu dir nimmst, kommen in Dünndarm und Dickdarm dann auch immer wieder zu große Zuckermengen an. Der Zucker killt einiges an Darmflora. Wenn zu wenig da ist, oder die Ausgewogenheit da nicht stimmt, kommt es zu Blähungen, Verstopfung oder Durchfall. Auf Dauer kann das sogar den Darm selbst angreifen. 

Ist das Verhältnis der Darmflora verschoben, bekommt der unverwüstliche Pilz Candida albicans beste Bedingung für Überleben und Verbreitung. Die Pilze überwuchern dann große Bereiche, und stören die Verdauung. Im Darm entstehen ständig Gase. Candida gehört zu den gasbildnern. 

Die entstehenden Gase werden normalerweise, vor allem im Dünndarm, von etlichen Darmbakterien dann wieder verbraucht. Normalerweise kommen nur geringe Mengen der Gase im Dickdarm an. Durch zu hohen Anteil an Candida klappt das nicht mehr - Blähungen im unteren Bereich. 

Um das Gleichgewicht wieder herzustellen, müssen nur die verbliebenen "guten" Darmbakterien gefüttert werden. Wenn die sich wieder vermehrt haben, bieten sie Candida Paroli, und die Sache kommt wieder ins Gleichgewicht. Am besten eignet sich dafür Natur-Joghourt ohne Frucht etc. 

Übrigens: 100 ml Coca-Cola enthalten 10,6 g Zucker und damit 42 kcal oder 175,73 kJ. Dies ist in etwa die Energiemenge, die bei einem 5-Minuten-Lauf verbraucht wird. Wegen des Zuckergehaltes kann häufiges Konsumieren von Cola Übergewicht fördern. Der Zucker sowie die Phosphor- und Zitronensäure in Coca-Cola können zu Zahnschäden führen, da andauernde Säure-Umspülung den Zahnschmelz erodiert.

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