Frage von sonne123, 53

Bypass OP nach Herzinfarkt

Hallo Ihr Lieben,ein sehr guter lieber Bekannter liegt derzeit in einer Klinik nach einem Herzinfarkt und es soll eine Bypass OP folgen.Über Nähere Einzelheiten kann ich leider nichts sagen.Nur soweit,das er vor Jahren bereits ein oder zwei Infarkte erlitten hat.Natürlich mache ich mir nun Gedanken und es wäre nett,wenn der eine oder andere meine Fragen beantworten könnte.

Wie hoch ist Komplikationsrisiko bei so einer Op? Ich denke,das bei einem vorgeschädigtem Herz und das ist es nach einem Infarkt, das Risiko größer ist oder?

Welche Folgen/Auswirkungen kann die OP auf die Herzleistung (EF-Ejektionsfraktion) haben?

Wie lange dauert die Heilung?Muß mit ev. Einschränkungen im Alltag danach gerechnet werden?

Danke und liebe Grüße

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Antwort
von Alois, 53

Hallo sonne123,

da deine Frage doch eher allgemein gehalten ist, hier ein Link zu einem Aufklärungsbogen:

http://www.herzzentrum-dresden.com/uploads/tx_templavoila/Aufklaerungsbogen_Bypa...

Ergänzend ist hier zu erwähnen, dass die Sterblichkeit bei dieser OP ca. 1-3% beträgt und die "Herzleistung" selbst danach für einige Zeit eingeschränkt ist......

Liebe Grüße, Alois

Kommentar von sonne123 ,

Hallo Alois,lieben Dank für deine hilfreiche Antwort :) auch wenn es sich alles andere als schön anhört,mit den Komplikationen usw..Ich persönlich möchte nie in so eine Situation geraten,alleine schon die Vorstellung dort zu liegen reicht,obwohl es heutzutage ja schon zur Routine geworden ist.

Das eine Öffnung des Brustkorbes nicht unbedingt notwendig ist,wußte ich bisher nicht.Aber das ist dann sicherlich abhängig von der Lage und der Anzahl der Bypässe oder?

Irgendwo im Netz habe ich gelesen,das Bypässe dem herkömmlichen Stent überlegen sind? Stimmt das? Wie lange kann so ein Bypass im günstigsten Fall offen bleiben,natürlich in Abhängigkeit vom Lebenstil,den derjenige dann ohne Zweifel ändern muß,wie rauchen usw....?

Meine Mutter mußte das erste Jahr nach ihrem Infarkt und einer unbeschichteten Stentsetzung Clopidogrel nehmen,weil wohl in diesem Zeitraum ein erneuter Verschluß am größten ist.Gilt das analog auch für den Bypass?

Danke und liebe Grüße zurück

Kommentar von Alois ,

Hallo sonne123,

1) Eine OP ohne Brustkorböffnung und ohne Herz-Lungen-Maschine stellt an den Chirurgen sowie das gesamte Team erheblich höhere Anforderungen und sollte wirklich nur an speziellen Zentren zum Einsatz kommen

2) Langfristig ist der Bypass in der Regel überlegen, ja

3) Die Haltbarkeit beträgt durchschnittlich ca. 15 Jahre, abhängig von Lebensstil und weiterem Krankheitsverlauf - manche halten auch lebenslang

4) Das mit der Infarktgefahr gilt immer, wenn die Herz-Lungen-Maschine zum Einsatz kommt, also ein extracorporaler Kreislauf angewandt wird

LG, Alois

Kommentar von sonne123 ,

Danke !!!! :)

Kommentar von Alois ,

Bitte sehr!

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