Frage von FFFMMM, 231

Bronchoskopie sinnvoll?

Hallo, ich war heute bei meinem LFA gewesen, eine Routineuntersuchung, ich erwähnte dann aber, dass ich vor mehreren Wochen einmal Blut im Speichel hatte. Er hat mit mir einen Lungenfunktionstest gemacht, mich abgehorcht sowie die Lunge 4fach inkl. doppelt von der li. Seite geröntgt. Der Stapel von Röntgenbilder egab nix, Lunge sieht gut aus, Tests auch in Ordnung. Nun habe ich das mit dem Blut schon 2x erwähnt (2013 und 2014), jedesmal wurde dann dass gleiche durchgeführt wie heute. Heute war er allerdings fand ich sehr unfreundlich, aber dass ist ja was anderes, was hier nicht unbedingt hergehört.. wie dem auch sei, er verglich dann mein Alter (20) mit 12 jährigen Kindern, welche Krebs haben können und 18 jährige, welche Herzinfarkte haben. Saß dann erstmal verdutzt da, weil ich seinen Beispielen nicht ganz folgen konnte in diesem Zusammenhang. Einerseits war ich froh, dass die Tests und die Bilder in Ordnung waren, andererseits hat er mich nun mit seinem Bronchoskoie Plan sehr verunsichert. "Ich bin hier der Arzt, sie hören mir jetzt zu" kam dann noch patzig. Leider hat er bei mir durch seinen vermutlich schlechten Tag eine Überlegung, den LFA zu wechseln ausgelöst.. Hat jemand Erfahrung in dem Thema und Tipps wie ich vorgehen soll? Ich weiß ja nicht mal ob das einmalige Blut überhaupt aus der Lunge kam. Es war halt im Speichel gewesen, dass hatte ich aber schon oft, ungefähr alle Jahre 1-2x.

Gruß

Antwort
von alegna796, 231

Blut im Speichel muss nicht von den Bronchien kommen. Wenn du erkältet bist, hustest und niest, Halsschmerzen hast, dann geschieht es ganz leicht, dass einmal ein kleines Blutgefäß beim Husten im Hals platzt und dann ist eben etwas Blut im Speichel. Das ist völlig ungefährlich. Ich denke, der Arzt hat alles getan, was getan werden muss und danach sieht ja auch der Befund aus. Ob du dir eine Bronchoskopie antun willst, das bleibt dir überlassen. Wenn es mit einer Sedierung gemacht wird, dann mag es ja noch gehen. Als ich im Krankenhaus wegen eines Lungentumors war, wurden die Bronchoskopien bei allen Patienten bei vollem Bewusstsein gemacht, nur ein wenig Lidocain wurde als erstes einelassen. Das würde ich mir ganz bestimmt nicht antun. Meine Bettnachbarin war danach so fertig, dass sie 2 Nächte nicht geschlafen hat und danach das Krankenhaus verlassen hat. Gerald hat dir ja schon aufgezeigt, was so ungefähr dabei herauskommen wird. Also eigentlich nichts.

Antwort
von GeraldF, 204

Es ist ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass man nichts finden wird, ist sehr hoch, aber eben nicht 100%. Die Wahrscheinlichkeit, dass man einen endobronchialen Tumor als Ursache der Hämoptoe finden wird, ist sehr gering, aber eben nicht 0%.

Ein Pulmologe muss Ihnen die Optionen zur Diagnostik aufzeigen und er hat Ihnen dabei geraten, das kleine Restrisiko durch die Bronchoskopie auf annähernd 0% zu reduzieren. Ob Sie das machen wollen, bleibt Ihre Entscheidung. 

Antwort
von kreuzkampus, 188

Ob die B. bei Dir sinnvoll ist oder nicht, kann hier keiner beurteilen. Einen Arzt, der sagt: "Ich bin hier der Arzt, sie hören mir jetzt zu", habe ich noch nicht erlebt, und ich weiß nicht, ob Du ihm vorher was "an den Kopf geworfen hast". Das mit dem Wechsle, sprich, der zweiten Meinung ist keine schlechte Idee.  Schau mal, ob es bei Euch Fachärzte für Bronchiologie gibt. Bei dem habe ich mal eine B. machen lassen.

Kommentar von FFFMMM ,

Danke erstmal für die Antwort, defintiv habe ich ihm nix an den Kopf geworfen, im Gegenteil - er war am Anfang recht zuvorkommend, was sich von Termin zu Termin jedoch verschlechtert hat. Ich werde den Tipp gerne mal annehmen und mich informieren.

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