Brauchen wir bald keinen Organspendeausweis mehr?
Wenn es zu einer Gesetzesänderung kommt zum Thema Organspende, benötigt man dann keinen ausweis mehr? Sollte man also nun keinen mehr beantragen?
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Hilfreichste Antwort von princess 26.06.20114 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Ich habe auch von der neuen Gesetzesänderung gehört. Es ist aber noch nichts entschieden und auch noch nicht klar, wie genau es ausgelegt wird. Deshalb ist es in jedem Fall sinnvoll bis auf weiteres sich um einen Organspendeausweis zu bemühen und ihn bei sich zu tragen.
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2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Die Initiative mit dem Ziel, daß -ähnlich wie in Österreich- eine Widerspruchsregel eingeführt wird (daß also, wenn KEIN ausdrücklicher Widerspruch erklärt wird, man als Organspender gilt), diese Initiative wird leider sehr wahrscheinlich in D nicht Gesetz werden.
WENN du also dich als Organspender ausweisen möchtest, fülle einen entsprechenden Ausweis aus und packe den z.b. in deine Geldbörse.
Den Ausweis muss man nirgendwo "beantragen", den kann man sich einfach aus dem Web herunterladen und (am besten schon am Rechner ausgefüllt) ausdrucken.
http://www.fuers-leben.de/files/ausweis_14082008.pdf
Ausserdem empfiehlt sich, deine Angehörigen von deiner Spendebereitschaft zu informieren, damit die im Falle eines Falles wissen, was du möchtest.
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Man muss einen Organspendeausweis nicht beantragen. Man kann ihn sich einfach ausdrucken und dann ausfüllen. Ausserdem liegen in fast allen Kliniken/ Praxen Organspendeausweise herum. Ich würde schon sagen, es lohnt sich noch, einen auszudrucken. Sowas mit einer Gesetzesänderung dauert ja auch immer seine Zeit.
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Antwort von Mustermann 26.06.20111 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der Vorschlag durchsetzen wird. Bis jetzt braucht man auf jeden Fall noch immer einen Ausweis.
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Glücklicherweise lehnen die deutschen Politiker die Widerspruchslösung nach wie vor ab. Es soll wohl "nur" jeder gezwungen werden, sich zur "Spenden"bereitschaft zu erklären, was für mich persönlich schon eine Unverschämtheit ist.
Denn jeder, der sich darüber Gedanken machen WILL, kann es gerne tun. Und jeder, der "spenden" will, kann dann auch aktiv dafür sorgen, zum Beispiel indem ein Organspendeausweis bei sich geführt wird.
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Stell Dir mal vor, es sei selbstverständlich, dass das Vermögen eines Menschen automatisch während dessen Sterbeprozesses der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden muss, es sei denn, man hat ausführlich widersprochen. Es gibt schließlich in unserem Land viele Menschen, die dringend auf das angesammelte Vermögen reicher Leute angewiesen sind.
Käme ein solches Gesetz, was meinst Du, was für ein Aufschrei durchs ganze Land erfolgen würde.
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Dass aber WÄHREND DES STERBEPROZESSES Organe entnommen werden sollen für andere, die sie haben wollen, soll mehr zur Selbstverständlichkeit werden??
Die Aussage der Organlobby, dass die "Spende" NACH dem Tod erfolgen würde, ist ja eine glatte Lüge. Denn Organe von wirklich verstorbenen sind unbrauchbar. Nur die Hornhaut der Augen sind NACH dem Tod noch brauchbar.
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Es heißt doch auch: OrganSPENDE. SPENDEN sind IMMER freiwillig. Und niemand darf gezwungen werden, darüber nachdenken zu MÜSSEN, ob er - was und wofür auch immer - spenden will oder nicht.
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Man darf bei diesem Thema auch nicht vernachlässigen:
Hinter den Werbungen für Organ"spende"ausweise steht eine große Organtransplantationsmaschinerie mit erheblichem finanziellen Interesse.
Diejenigen, die sich mit dem Thema Organ"spende" beschäftigen, dürfen nicht nur den Einflüsterungen derjenigen vertrauen, die durch Organtransplantationen viel Geld verdienen, sondern müssen sich umfassend informieren und auch das Contra miteinbeziehen.
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Lies hierzu meine umfangreiche Antwort an alex987, der an einem hinterfragenden Referat arbeitete zum Thema Transplantationsärzte.
Lies auch die Kommentare direkt darunter:
http://www.gutefrage.net/frage/organspende--these-ein-arzt-der-transplantationen...
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(Fortsetzung)
Kommentar von cyracuscyracus 27.06.2011Bei diesem Thema dürfen auch nicht die wirtschaftlichen Interessen vernachlässigt werden.
Sieh hierzu Richard Fuchs:
Organtransplantation - Ein lukratives Geschäft
Heiligt der Scheck die Mittel?
http://www.raum-und-zeit.com/raum-zeit/bibliothek/politische-diskussion/organtra...
unter anderem zu (einfach dort die Themen anklicken):
Modell Vergütung
Neue Regelung für Aufwandserstattungen für die Spenderkrankenhäuser (interessant hier die Prämie für die ärztliche Überzeugungsarbeit bei Angehörigen)
Der Tod vor dem Tod als Geschäftsgrundlage
Eine Eintrittskarte in alle Krankenhäuser
Medizinisch rationalisierter Kannibalismus “... regt der DSO-Vorstand [DSO = Deutsche Stiftung Organtransplantation] an, auch über Organspenden nach Herztod nachzudenken, um mehr Organe zu beschaffen (...) In über 50 US-amerikanischen Transplantationszentren werden ... auch nach Herzversagen Organe entnommen. Da aber die Organe nach dem Ausfall der Herz-Kreislauf-Funktion sehr schnell unbrauchbar werden, ist Eile geboten. Deshalb kam man zu der Übereinkunft, dass zwei Minuten nach Festellung des klinischen Todes Organe entnommen werden dürfen. ...“ (Und es geht unter dieser Überschrift noch unterirdischer weiter.)
Achtung der Würde des Organspenders “Dieser Satz soll Vertrauen schaffen, wenn auch das Versprechen uneinlösbar ist. ...“
Ein guter Schnitt - Das Geschäft mit dem Skalpell
Milliardenumsätze mit Immunsuppressiva
Geld oder Leber - die schleichende Kommerzialisierung der Transplantationsmedizin (u.a. Organhandel in Deutschland)
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Das muß auch so bleiben!