Frage von Wolfskind, 68

Wer hat Rat wegen Tablettenumstellung?

Auf Grund einer sehr extremen Unverträglichkeit gegen Eferox hatte ich nun endlich nach vielen Ärzten die Möglichkeit auf ein natürliches Mittel. Bekomme demnächst Erfa Thyroid und wollte gerne mal fragen wer sich mit der Umstellung auskennt und was ich beachten muss. Nehme zur Zeit Eferox 125 und jeden 2ten Tag Eferox 100. Erfa Thyroid soll ich lt. Arzt alleine einstellen da er selber keine Erfahrung mit diesem Präparat hat. Bitte um Unterstützung von deren die sich damit auskennen! Erfa ist auf 60 Mikrogramm verordnet und ich danke jeden aus tiefstem Herzen der mir dabei beisteht denn ich habe das Höllenpräparat satt. Ständiges leiden was ich mir als Mama nicht leisten kann denn auch die Kinder leiden unter meinen Umständen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Catlyn, 42

Hallo Wolfskind,

Du hast eine PN. Es wäre doch gelacht, wenn wir das nicht schaffen. Melde Dich einfach bei mir :-)

LG

Catlyn

Antwort
von bethmannchen, 45

In erster Hinsicht ist es wichtig, dass du die Menge an L-Thyroxin bekommst, die dein Körper braucht; derzeit entweder zwischen 100 und 125 µg täglich, oder 175 µ täglich; je nach dem wie man deine Beschreibung der Einnahme interprätiert.

Thyroxinpräparate unterschiedlicher Hersteller können sich in ihrer Bioverfügbarkeit erheblich unterscheiden. 60 µg von dem einen, sind von der individuellen Wirkung her nicht unbedingt 60 µg vom anderen Präparat. Die Dosierung richtet sich zum Einen individuell nach deiner Schilddrüsenfehlfunktion und zum Andern danch, wie dein Körper das Medikament dann verwertet.

Vielleicht lässt sich in den Packungsbeilagen zur Bioverfügbarkeit etwas
finden, und daraus eine Berechnungsgrundlage ermitteln. Wichtig ist auch die korrekte Einnahme: mindestens 30 Minuten vor der ersten Mahlzeit mit nichts anderem als Wasser. Andernfalls kann das Thyroxin aus dem Darm gar nicht richtig aufgenommen werden, und es bleibt wirkungslos.

Eine vom Arzt vorgegebene Dosierung muss nicht unbedingt sofort für dich stimmen. Es ist zunächst tatsächlich auch vom Arzt nur Versuch und Irrtum mit nachfolgendem Feintuning. Üblicherweise erfolgt die Dosierung zunächst nach Datenlage, und wird dann durch regelmäßige Überwachung der Werte und deine Erfahrungsberichten nach und nach individuell angeglichen.

Bei einem Allgemeinarzt bist du damit nicht gut aufgehoben. Du solltst dir einen Endokrinologen suchen, der dafür der  Fachmann ist. Sonst bin ich nicht dafür, immer gleich zu einem Facharzt zu gehen, aber hier ist es angebracht. Hausärzte sind Generalisten, und deshalb bei so komplexen Zusammenhängen nicht spezialisiert genug.  

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