Frage von Miriam1990,

brauche ich einen psychologen?

Hallo, ich bräuchte dringend einen Rat. Zunächst möchte ich erstmal meine Situation bescheiben. Mein Vater nahm sich vor 12 Jahren das Leben, da war ich gerade mal 9 Jahre alt. Noch heute leide ich sehr darunter (phasenweise). In meiner Familie (väterlicherseits) kamen des öfteren Suizidversuche vor, meine Cousine nahm sogar ihrem Sohn aufgrund ihrer Depressionen das Leben. Auch ich habe mit 14 Jahren versucht mir das Leben zu nehmen. Ich kam für 4 Monate in eine Kinder,-und Jungendpsychatrie. Doch manchmal bin ich mit meinem Leben so unzufrieden, dass ich mir wünsche nicht mehr da zu sein. Ich selber kann von mir sagen, dass ich soetwas nicht mehr machen würde, weil ich weiß was ich meinen Lieben besonders meiner Mutter damit antun würde. Ich bin oft unzufrieden mit mir, weil ich von mir selber genervt bin. Ich bin oft launisch und nörgel oft an allem rum. Ich würde gern etwas gelassener und positiver gestimmt sein. Ich suche mir für meine schlechte Laune ein Ventil: mein Partner. Unsere Beziehung leidet darunter, weil ich oft meine Laune an Ihm auslasse. Hinzu kommt noch, dass ich bis vor kurzem phasenweise inkontinent (nur nachts) war bzw. bin. Ich weiß nicht ob ich zu einem Psychologen gehen sollte? Und zu welchem? Wie finde ich den Richtigen? Ich wiöll einfach wissen was mit mir los ist, dass ich ständig so negativ bin und somit auch selber nicht zufrieden mit mir? Bitte gebt mir einen Rat, oder vllt. hjabt ihr auch eine Idee was mit mir los ist?

Antwort
von leilany,

Liebe Miriam, ich würde dir schon raten, zum Psychologen zu gehen, oder erstmal zum Hausarzt, der dich dann an einen Psychologen überweist, denn dir scheint es psychisch ja wirklich schlecht zu gehen. Mein Bruder war wegen traumatischer Erlebnisse auch in psychologischer Behandlung, und es hat ihm sehr geholfen, heute geht es ihm im Großen und Ganzen wieder gut. Du tust dir, deinem Partner und auch deinem gesamten Umfeld wirklich einen Gefallen, wenn du dir professionelle Hilfe suchst!

Antwort
von Nachtagentin,

Also mit solchen Aussagen "du bist manisch-depressiv" wäre ich vorsichtig. Dass du dir jetzt professionelle Hilfe holen möchtest, ist völlig richtig. Ich drücke dir die Daumen, dass du einen geeigneten Psychotherapeuten findest. Es ist extrem wichtig, dass du mit deinem Therapeuten sehr gut klar kommst und dich wohl fühlst. Sobald es nicht zutrifft rate ich dir, einen anderen zu suchen. Nichts überstürzen, das passiert viel zu schnell. Wenn du irgendwelche Verträge unterschreiben musst, lass dir Zeit damit. Beharre eventuell auf einer Schnupperstunde.

Hätte ich mal damals das so gemacht, hätte ich vielleicht nicht jahrelang gelitten und Zeit in eine Psychotherapie verschwendet, die mir nichts gebracht hat. Naja hinterher ist man immer schlauer!

Ganz wichtig für dich Miriam ist, dass du versuchst auf deine Gefühle zu hören. Das was dein Bauch dir sagt, ist meistens das was du brauchst. Ist am Anfang etwas schwer, aber mit der Zeit wird es immer besser und du wirst merken, dass es dich auf Dauer glücklich und lebensfroh macht!

Kommentar von berta ,
  • weist eigentlich auf eine bipolare störung (manisch-depressiv) hin.
Antwort
von berta,

hallo mirian,

deine aussage

  • mal gehts mir total super und mal bricht alles in mir zusammen

weist eigentlich auf eine bipolare störung (manisch-depressiv) hin.

wie evistie schon schrieb, brauchst du einen guten therapeuten und evtl. auch medikamente.

ich an deiner stelle, würde aber (BEGLEITEND zu den o. maßnahmen) eine homöopathische behandlung versuchen....grade weil diese "störung" auch u.a. in den genen zu suchen ist.

alles gute für dich!!


Ursachen

Die Entstehung einer bipolaren Störung ist höchstwahrscheinlich multifaktoriell bedingt (Vulnerabilität). Sowohl genetische Faktoren als auch psychosoziale Auslöser dürften eine Rolle spielen, d. h. das Erbgut setzt einen Rahmen für die Erkrankungswahrscheinlichkeit (Prädisposition) und die Umfeldfaktoren beeinflussen Entstehung, Verlauf und Ende der Erkrankung.

Erblichkeit

Bipolare Störungen sind bis zu einem gewissen Grad erblich veranlagt.

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Verwandte ersten Grades von Menschen mit einer Bipolar-I-Störung ebenfalls daran erkranken, ist gegenüber der normalen Bevölkerung siebenfach erhöht. Deren Risiko, an irgendeiner Form von Gemütsleiden – an einer affektiven Störung also – zu erkranken, ist um das 15- bis 20-fache erhöht.


http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung

Antwort
von Miriam1990,

ich danke euch für eure mühe um mir tips zu geben... vielen dank ich werde mir professionelle holen...

lg miriam

Kommentar von gesfsupport2 ,

Liebe Miriam1990,

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Antwort
von psychator,

Liebe Miriam, ich würde Dir ehrlich gesagt einen systemischen Blickwinkel auf Deine Familiendynamik empfehlen. Damit meine ich, Du solltest eine systemische Psychotherapie machen und nicht irgendeine Psychotherapie, vielleicht auch eine Familienaufstellung. Damit werden unbewußte Dynamiken ans Licht gebracht, die z. B. die Suizidneigung erklären können. Schau doch mal bei Wikipedia oder - kürzer - z. B. bei http://www.sorge-dich-nicht-liebe.de/familienaufstellung. Gute Besserung!

Antwort
von Apotheker007,

Ich persönliche sehe hier weniger die Notwendigkeit zum Psychologen zu gehen als vielmehr Gründe für ausführliche und offene Gespräche mit dem Hausarzt. Danach erscheint es mir angebracht, sich in psychotherapeutische Betreuung zu begeben. Ob dies stationär erfolgt oder ambulant erfolgen kann sollte mit Arzt/Therapeut besprochen werden.

Antwort
von evistie,

Zunächst einmal finde ich gut, daß Du Deinen Zustand, den Du als ungut erkannt hast, ändern willst. Du könntest ja auch sagen: "Das liegt bei uns halt in der Familie, da kann ich nix machen!" Du siehst auch erstaunlich klar, was bei Dir nicht rundläuft. Jedenfalls die Auswirkungen, die die erlittenen Traumata bei Dir zeigen. Auch das ist gut.

Über die wirklich traurigen Ereignisse in Deinem Leben sprichst Du sehr sachlich, ich möchte fast sagen, emotionslos. Man könnte meinen, Du hättest alles verarbeitet. Doch dem ist nicht so. Du hast ja selbst das Gefühl, Du solltest mal einen Psychologen aufsuchen.Ich meine, daß Du eine ordentliche Therapie brauchst, Gespräche und vermutlich zusätzlich Medikamente, damit Du aus Deiner Depression herauskommst.

Wenn Du dazu bereit bist, sprich bitte zuerst mit Deinem Hausarzt darüber. Er wird Dir den weiteren Weg weisen und ggf. auch Empfehlungen aussprechen können.

Alles Gute für Dich!

Kommentar von Miriam1990 ,

danke für deine ehrliche antwort... ich weiß ja nichteinmal ob es depressionen sind?! mal gehts mir total super und mal bricht alles in mir zusammen... es ist schwer zu sagen, warum ich oft rummecker... ich mache teilweise einen elefanten aus einer mücke... wahrscheinlich wirklich weil ich mich selber nicht leiden mag... ich fühle mich oft ungerecht behandelt... ja meine situation bzw. mich selber zu beschreiben ist sehr schwierig...

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