Frage von 1einthr0waway, 110

Panikattacken vom Kiffen. Habe ich zuviel Bong geraucht?

Hallo,

Sorry, dass das jetzt hier ein etwas längerer Text wird, aber ich fühle mich aktuell richtig schlecht, hab starke Angstzustände und brauche dringend Hilfe.

Also ich bin männlich, gerade 18 Jahre alt geworden, 1,86m groß und wiege etwa 70 Kilogramm. Ich kiffe und rauche seit etwa einem Jahr und 4 Monaten und bis auf kleinere gesundheitliche Probleme, wie z.B. Husten, eine verschlechterte Ausdauer o.ä., hatte ich keine ernstzunehmenden Beschwerden.

Gestern Abend jedoch hab ich als jemand, der sonst nur Joints raucht, mal wieder durch die Bong (Wasserpfeife) geraucht. Ich nahm einen ziemlich großen Zug (auch alle meine Freunde, die dabei waren, waren überrascht, dass ich SO VIEL gezogen hab).

Noch bevor ich den ganzen Rauch ausatmen konnte, bekam ich einen unglaublich starken Hustenreiz, der sich richtig ekelhaft anfühlte. Meine persönliche Vermutung ist zudem, dass ich durch diese Unmengen an Rauch, die nicht mehr komplett in die Lunge passten auch sehr viel Rauch runtergeschluckt habe. Ich kann dies jedoch nicht sicher sagen, da ich durch das Gras auch ziemlich breit war.

In den folgenden 3-4 Stunden ging es mir komplett dreckig. Ich bekam einen verdammt hohen Puls (über längere Zeit 160-170, nach einiger Zeit pendelte sich der Puls bei etwa 120 ein, bis er im weiteren Verlauf des Abends wieder einigermaßen normal wurde), der auch spürbar (es fühlte sich an als ob mein kompletter Körper pochen würde) und sichtbar (man konnte durch meinen Pullover meinen Pulsschlag sehen) war. Durch diesen hohen Puls und die zu hohe Dosis Gras bekam ich schnell Paranoia und sogar Gedanken an einen Herzinfarkt verdichteten sich. Diese Gedanken wurden auch nicht dadurch besser, dass ich begann meine Symptome zu googlen. Zudem bekam ich auch ziemlich rote Augen, wobei ich sonst kaum rote Augen vom kiffen bekomme. Ich bekam kleinere Atemschwierigkeiten und mein gesamter Kreislauf fühlte sich alles andere als gesund an.

Heute morgen bin ich aufgewacht und fühle mich weitestgehend besser, jedoch empfinde ich häufiger ein unangenehmes Stechen in der Herzgegend und kann meine Gedanken kaum von gestern Abend lösen.

Ich würde nach dieser ausführlichen Darstellung meiner Erfahrungen und Symptome gerne fragen, ob jemand mir helfen und ungefähr sagen kann, ob ich mir Sorgen machen sollte/zum Arzt gehen sollte. Ich vermute wie bereits erwähnt, dass ich zu viel Rauch verschluckt hab, da mein Magen immernoch komische Geräusche nach dem Trinken/Essen von sich gibt. Durch meine Googlerei gestern Abend kam ich aber auch auf Herzerkrankungen, Pneumothorax o.ä. und da ich selber so gut wie keine Ahnung von Medizin und vom menschlichen Körper hab, brauche ich auch jemanden, der mir das ausreden kann, um diese Angst loszuwerden.

Ebenfalls halte ich für wahrscheinlich, dass es sich um eine Panikattacke in Zusammenhang mit zu viel THC handelt, jedoch kann ich auch dies nicht sicher sagen und bitte nochmal um eure Hilfe.

Vielen Dank im Voraus.

Antwort
von Winherby, 73

Also wenn es hier jemand wirklich gut mit Dir meint, dann wird er Dir die Angst nicht ausreden. Denn Angst ist ein Lebensretter, - schon seit Jahrmillionen.

Ohne Angst würden wir immer wieder unsinnige, gefährliche, womöglich gar lebensbedrohliche Dinge leichtsinnig tun.

Wenn Dir jemand sagt, dass all Deine Symptome nicht vom Kiffen/Bong kommen, dann würde er Dich indirekt zum erneuten Kiffen verleiten. Das kann ja wohl nicht der Sinn einer Gesundheitsratgeberseite sein.

Daher mein einzig zielführender Appell nur sein, hör mit der schwachsinnigen Kifferei auf!!!

LG

Antwort
von NotSanOS, 73

Eine Überdosis vom Kiffen oder ähnlichem ist sehr unwahrscheinlich. Aber deine Symptomatik spricht eher für eine Panikattacke, oder einen Horrortrip (natürlich in abgewandelter Form). Da eine Tachykardie von 170 nicht normal ist, solltest du bei einem Arzt vorstellig werden. Auch deine anderen "kleinen" gesundheitlichen Probleme kommen einzig und allein vom Rauchen.

Von daher: Hör auf mit Kiffen, Rauchen oder sonstigen Drogen. Ich kann dir wirklich nur nahe legen, wie gefährlich das ist.

Antwort
von alegna796, 73

Du bist noch jung und möchtest sicher ein Leben in Gesundheit bis ins hohe Alter. Die Zeit alles ausprobieren zu müssen...lass sie hinter dir. Es ist genug. Sicher wird dein Körper sich wieder erholen, lass ihm die Zeit dazu.

Wenn du dich nach einigen Tagen immer noch so schlecht fühlst, dann geh zum Arzt. Aber der wird dir sicher auch nicht raten, weiter zu kiffen. Es ist dein Leben, noch ist es wahrscheinlich nicht zu spät. Es gibt schönere und interessantere Dinge im Leben als das was du machst.  Sportfreunde sind auf jeden Fall die besseren Freunde als so eine "Kiffgemeinschaft".

Denke mal darüber nach.

Antwort
von Stevie7751, 38

Aufhören zu Kiffen, mach dir sonst erstmal keinen Kopf und komm runter ;)

Kommentar von 1einthr0waway ,

Danke erstmal für die beruhigende Antwort.
Da ich mit dem Kiffen sowieso aufhören wollte, wenn es auf die 12te Klasse (hab nur noch 2 Wochen Sommerferien) zugeht, nehme ich das einfach als verfrühten Anlass. Nach diesen Erlebnissen wäre kiffen so ziemlich das letzte, auf das ich noch Lust hätte.

Aber um psychotische Schäden oder innere Verletzungen durch viel zu viel des Guten muss ich mir erstmal keine Gedanken machen? Habe wie bereits im Eingangspost echt keine Ahnung was das angeht.

Kommentar von Winherby ,

Die körperlichen Probleme, die sich durch 16 Monate des Kiffens ergeben haben, werden wohl bald wieder von allein verschwinden, sobald Du nicht mehr kiffst. Unsere Körperzellen sind sehr gut in der Lage, den Organismus zu regenerieren.

An psychischen Schäden ist meist eine sog. "ist-mir-egal"-Haltung häufig zu beobachten. Dies führt nicht selten zu der irrigen Annahme, man müsse sich nicht bemühen, es läuft doch auch von alleine. Im Grunde ist dies eine zutiefst christliche Auffassung. 

Dass dies aber nur ein Trugschluss ist, wirst Du spätestens in der Zeit der Klausuren erfahren, falls Dir  in der Zeit davor "alles egal" war.

Aber ich habe für Dich die Hoffnung, dass die psych. Beeinträchtigungen nach Deiner rel. kurzen Kifferkarriere nicht sooo tiefschürfend sind, dass sie Dich ein Leben lang negativ beeinflussen werden.

Das gilt auch, oder gar noch viel mehr, für alle anderen leicht verfügbaren Drogen auf dem Markt. 

Ich wünsche Dir viel Hirn, Kraft und Charakterstärke für Dein Vorhaben, lG, Winherby

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