Frage von evafinn, 6

Brauche dringend einen Rat/Unterstützung

Hallo, Ich weiß nicht genau was ich machen soll. Mir geht es schon seit langer Zeit psychisch nicht gut. Ich bin schon seit ein paar Jahren mit Schule auf Kriegsfuß. Jetzt steh ich kurz vor der Ausschulung der BBS (bin 19 Jahre, 12.Klasse), wenn ich weiter schwänze. Ich weiß schon lange selbst, dass ich mir dadurch alle Türen verschließe. Bei einem Psychologen war ich schon 3 Sitzungen, der hat mich "gesund" entlassen, weil ich mich nicht öffnen konnte und gesagt hab, dass es mir wieder gut geht. Zudem kommt jetzt, dass mein geliebter Hund vor knapp 2 Wochen verstorben ist (ich hab 17 von 19 Jahren meines Lebens mit ihm verbracht), das macht mich auch sehr traurig. Mein Opa hat mich als Kind oft geküsst und gestreichelt im Intimbereich und an der Brust, als ich schon bestimmt 15/16 war. Darüber hab ich nie mit jemandem gesprochen, weil ich meinen Opa schützen möchte und auch trotzdem sehr lieb habe. Jetzt wird mir in letzter Zeit sehr oft schlecht, grade nach dem Essen hab ich das Gefühl, erbrechen zu müssen. Seit 2 Perioden hab ich zu den Unterleibsschmerzen noch erbrechen. Beim Frauenarzt war ich noch nie schäm. Tut mir leid, wegen dem Roman. Was könnt ihr mir raten? Ich hab schon so oft Suizidgedanken. Ritzen tu ich mich schon seit Monaten zum Glück nicht mehr. Das hab ich schon geschafft.

Liebe Grüße

Support

Liebe/r evafinn,

gern kannst Du die Community um Rat bitten, denn es ist sehr wichtig, dass Du in Deiner Situation über Deine Gefühle sprichst. Außerdem bitte ich Dich, eine professionelle Beratungsstelle aufzusuchen. Schau doch bitte mal auf dieser Seite vorbei: http://www.telefonseelsorge.de/

Dort gibt es die kostenlose Telefonnummer der Seelsorge (Anonym. Kompetent. Rund um die Uhr. 0800/1110111 & 0800/1110222) und auch einen anonymen Chat.

Alles Gute und viele Grüße,

Barbara vom gesundheitsfrage.net-Support

Antwort
von bethmannchen, 2

Da bist du nun 19, aber immer noch kein Stückchen Weise?

Aus welchen Gründen auch immer du mit der Schule auf Kriegsfuß stehst, es gibt für dich da zwei Möglichkeiten:

  1. Du gehst den bequemen Weg und lässt dich einfach ausschulen, und dann hast du Ruhe. Damit wirst du aber völlig hinten herunterfallen, eine anständige Berufsausbildung, später mal einen anständigen Arbeitsplatz zu haben usw. rückt damit aber in sehr weite Ferne

  2. Alternative, führ dich auf wie 19, reißt dich zusammen, streng dich an, zieh die Schule durch und bringst dort deine bestmöglicheLeistung. (Damit würdest du es deinem Inneren Schweinehund nämlich mal zeigen ;-) und danach hast du wesentlich bessere Chancen für deine Zukunft.

Mit 19 solltest du schon so clever sein zu wissen, dass ein Hund mit 17 Jahren wirklich am Ende ist. Kein Tier, kein Mensch, und keine Schildkröte lebt schließlich ewig. Dein herumgejaule dazu ist einfach kindisch.

Dein Opa hat es mit dir gemacht, weil du ihn das hast machen lassen. Jetzt brauchst du das nicht vorzuschieben als Grund für deine Schulschwänzerei und andere Faulheits-Allüren.

Es war ja auch viel bequemer, dem Psychologen zu erzählen, dass es dir wieder gut ginge, dann brauchtest du ja auch nicht bei der Therapie mitzuarbeiten. So eine Therapie ist nämlich immer ein miteinander an der Situation arbeiten. Kein Psychologe kann einen gesundbeten oder hokos-pokus-kurieren, wenn der Patient nicht mitarbeitet.

Für mich sieht das ganze einfach so aus, dass du immer schön den bequemen Weg gehst, nie für irgend etwas die Verantwortung übernimmst, immer und überall nur andere Personen, die Umstände, was dir gerade zu pass kommt vorschiebst, um nichts leisten zu müssen. Es ist ja so schön bequem, keinerlei Ehrgeiz zu haben.

Wo willst du mit 25 stehen, mit 30? Welche Ziele hast du für dein Leben? Was hattest du mit 14 gemeint mit deinem Leben anzufangen? Warum hast du diese Pläne alle über den Haufen geworfen? Wahrscheinlich war dir der Weg dahin zu anstrengend, nicht wahr?

Wer sich fallen lässt, wird fallen gelassen.

Ich weiß, dass meine Antwort unbequem ist. Aber du bist 19 und voll dafür verantwortlich, wo du mit 25, 30 usw. stehst. Willst du dann beim Sozialamt anstehen müssen oder sagen können, ich habe das, das und das durch eigene Leistung erreicht. Die Weichen stellst du jetzt, nicht morgen oder nächstes Jahr, sondern genau jetzt, hier und heute.

Setz dich mal hin und mach ganz für dich persönlich 5-Jahres-Pläne und steck die Etappen dahin ab. Dann wirst du nämlich erkennen, dass es für dich verdammt wichtig ist, tatsächlich immer pünktlich zum Unterricht zu traben, dich da anzustrengen, diese erste Etappe zu meistern. Von nichts kommt nämlich auch nichts.

Antwort
von AvaAdore, 2

dass ein psychologe von dir erwartet, dass du dich nach 3 sitzungen öffnest, finde ich ganz schön überheblich. nicht umsonst gibst es probesitzungen, um zu sehen, ob die chemie stimmt. du solltest auf jeden fall trotzdem am ball bleiben und dir einen anderen therapeuten suchen. meist ist so eine sitzung nicht irgendwann mit gesund-erklären abgeschlossen. manche brauchen lebenslang eine therapie.

Kommentar von AvaAdore ,

ich empfehle dir eine stationäre therapie. du rast nämlich auf eine ganz schön heftige depression zu.

Kommentar von evafinn ,

Wie soll ich das denn machen? Zum Arzt gehen und sagen ich brauche eine stationäre Therapie? Dabei komm ich mir ganz schön albern vor...

Kommentar von AvaAdore ,

wenn der arzt sieht, dass deine schulischen leistungen darunter leiden, wird das durchaus in frage kommen. die rentenversicherung bzw krankenkassen haben interesse daran, dass du arbeitsfähig bist/bleibst!

und ein guter arzt, der sich mit einer gründlichen anamnese befasst hat, wird dir diesen vorschlag selbst machen!

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