Frage von Aljomi, 204

Blutverdünnung

1.) Wie kann ohne ärztlichen Beistand das eigene Blut verdünnt, also für die Blutbahnen lauffähiger gestaltet werden? 2.) Was ist prinzipiell dabei zu beachten? 3.) Ist dies mit bestehenden vererbten Gefässverengungen möglich oder sogar ratsam? Ansonsten ist der Körper frei von (chronischen) Krankheiten und/oder Allergien. 4.) Wann ist es anzuraten, ärztlichen Rat einzuholen? 5.) Welche Mittel werden zur Blutverdünnung eingesetzt? 6.) Spielt das Alter eine Rolle? 7.) Sollte zuvor ein Blutbild/Blutanalyse eingeholt werden? 8.) Welche dringenden Ratschläge gibt es sonst zu beachten?

Besten Dank schon mal im Voraus für die Informationen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GeraldF, 188

Sie sprechen im engeren Sinne nicht von "Blutverdünnern", sondern von Rheologica. Unter "Blutverdünnern" (ein völlig unzutreffendes Wort) versteht man im Allgemeinen Medikamente oder pflanzliche Stoffe, die die Gerinnungseigenschaften des Blutes verändern. Dies kann prinzipiell auf 2 Ebenen stattfinden: korpuskulär, also Beeinflussung der Verklumpung der Blutplättchen (Thrombozyten) (Beispiel: ASS, Copidogrel, GIIIb2a, ...) oder humoral: Eingriff in die enzymatische plasmatische Gerinnungskaskade (Marcumar, Xarelto, Heparin, ...). Beides erhöht die Blutungsneigung z.T. erheblich. Rheologica sind dagegen Medikamente, die entwickelt wurden, um tatsächlich die Flusseigenschaften des Blutes zu verändern. Zum einen durch Weitstellung der Gefäße, zum anderen durch Effekte auf die Verformbarkeit der Erythrozyten selbst. Leitsubstanz ist Pentoxifyllin. Der Effekt funktioniert im Labor, ist aber in klinischen Anwendung umstritten. Wirksame Rheologica oder Gerinnungshemmer (außer Aspirin) sind nicht rezeptfrei zu bekommen. Von Pflanzen, die Cumarine enthalten ist abzuraten, da Sie keinen Überblick über die eingenommene Dosis haben. Die vielen frei verkäuflichen Präparate, die vorgeben, die Flusseigenschaften des Blutes zu verändern, wirken sämtlich nicht.

Ein Eingriff in die hochkomplexen Gerinnungssysteme sollte nur bei klarer medizinischer Indikation erfolgen und durch einen Arzt gesteuert werden. Ich kann nur davon abraten, hier in Eigenregie tätig zu werden.

Antwort
von Mahut, 150

Ich würde dir Raten erst mal ein großes Blutbild machen zu lassen, dabei kann man feststellen wie hoch dein Gerinnungswert und die Thrombozyten sind, wenn die nicht so gut sind, kannst du ASS 100 nehmen, die solltest du aber nur mit Ärztlichen Rat nehmen.

Antwort
von elliellen, 126

Hallo!

Allgemein rate ich dir, zur Behandlung zu einem Heilpraktiker zu gehen. Meine Mutter bekam vor einiger Zeit vom Heilpraktiker eine Ampullenkur zur Blutverdünnung in Verbindung mit "Aderlaß", es hat ihr gut geholfen.

Nein, das Alter spielt keine Rolle.

Hier noch ein Link:

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilverfahren/aderlass.php

Kommentar von elliellen ,

Übrigens kann man es auch noch zusätzlich selbst mit blutverdünnenden Lebensmitteln kombinieren:

www.heilpraxisnet.de/naturheilverfahren/aderlass.php

Kommentar von elliellen ,

Das war der falsche Link zu den Lebensmitteln, hier kommt der richtige:

http://www.obguru.com/2011/09/30/top-10-blutverdunnung-foods/

Antwort
von anonymous, 102

Grundsätzlich würde ich stark davon abraten eine Blutverdünnung ohne Hilfe eines medizinisch geschulten Betraters zu beginnen! Blutverdünner sind nicht frei von Risiken und es bestehen einige Kontraindikationen deren Nichtbeachtung sehr gefährlich sein kann und beispielsweise zu schweren Blutungen führen kann. Auch die Indikation sollte vor dem Ansetzen einer entsprechenden Medikation geprüft werden, da es keinen Sinn macht Nebenwirkungen eines Blutverdünners in Kauf zu nehmen, wenn keine gewünschte Wirkung damit erzielt wird.

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