Frage von help4you, 77

blut anämie was kann man selbst tun was tut der arzt?

Bei meiner mutter wurde festgestellt das sie zu wenig rote blutkörperchen hat warum ist noch unklar,eisenmangel etc hat sie nicht.

Habe etwas angst,nun würde ich gern wissen was kann man selbst tun zb inbezug auf die ernährung und was sollte man meiden. Hat das rauchen auch etwas damit zutun?

Gibt es überhaupt eine richtige theraphie,medikamente? Habe schon viel gelesen aber bin immer noch unzureichend informiert und etwas verwirrt.

Hoffe ihr könnt mir etwas helfen,vielen dank schonmal;)

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rulamann, 66

Anämie: Das können Sie selbst tun

Folsäure und Vitamin B12 Vor allem ein chronischer Folsäure- und Vitamin-B12-Mangel kann zum Entstehen einer Blutarmut führen. Ist die Ernährung über längere Zeit unausgewogen, macht sich dies im Körper durch Leistungsminderung und Konzentrationsschwäche bemerkbar. Man gerät bei Anstrengung schneller aus der Puste, schwitzt vermehrt, vielleicht sieht auch die Haut etwas fahler aus. Natürlich sollten Beschwerden, die auf eine Anämie hindeuten, immer vom Arzt abgeklärt werden. Doch liegt ein Mangel an Folsäure oder Vitamin B12 vor, können Sie diesem schon ganz einfach durch richtige Ernährung vorbeugen.

Ein Mangel an Folsäure kann bei Schwangeren zu Fehlbildungen des Embryos führen, daher sollten sie vorbeugend immer auf ausreichende Zufuhr achten. Künstliche Folsäure wird vom Körper übrigens viel besser aufgenommen als die natürliche in der Nahrung. Besonders im letzten Schwangerschaftsdrittel steigt der Bedarf an Folsäure nochmals an. Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr:

Folsäure findet sich vor allem in Bohnen, Kopfsalat, Spargel, Spinat, Weißkohl und Leber Besonders viel Vitamin B12 steckt in Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern

Anämie: Was macht der Arzt?

Liegt den Beschwerden einer Blutarmut keine sichtbare Ursache zugrunde, wird der Arzt Sie zunächst um eine Blutprobe bitten. Dieses wird im Labor untersucht und kann schon im sogenannten Blutbild erste Hinweise auf eine Anämie liefern:

  • Der Hämatokritwert zeigt das Verhältnis von festen Zellen zum flüssigen Anteil des Blutes an. Dabei machen die Zellen in etwa 40 bis 50 Prozent aus. Ist dieser Wert stark erniedrigt, kann das auf eine Anämie hindeuten.
  • Die Erythrozytenzahl: Ist die Anzahl der roten Blutkörperchen erniedrigt, kann es Zeichen einer Blutbildungsstörung sein.
  • Der Hämoglobinwert (Hb): Hämoglobin ist das Eiweiß, welches im Erythrozyten den Sauerstoff bindet. Ist seine Konzentration erniedrigt, liegt eine Blutarmut vor.
  • Das MCV (mittleres korpuskuläres Volumen): Dieser Wert gibt die durchschnittliche Größe beziehungsweise das Volumen eines Erythrozyten an. Sind die roten Blutkörperchen zu klein, und arm an Hämoglobin, spricht man von einer mikrozytären Anämie. Sind sie zu groß, von einer makrozytären. Normal große rote Blutkörperchen werden als normozytär bezeichnet und sind bei einer akuten Anämie durch starken Blutverlust zu finden.
  • Das MCH (mittleres korpuskuläres Hämoglobin): Dieser berechnete Wert sagt, wie viel Hämoglobin in einem roten Blutkörperchen enthalten ist. Abweichungen deuten darauf hin, dass die Bildung des roten Blutfarbstoffes gestört sein kann. Ist der Erythrozyt mit zu wenig Hämoglobin ausgestattet, spricht man von einer hypochromen Anämie. Ist dagegen der Hämoglobingehalt erhöht, deutet das auf eine hyperchrome Anämie hin. Liegt eine Blutarmut vor, obwohl die MCH-Werte normal sind, spricht man von einer normochromen Anämie.
  • Serumferritin ist der wichtigste Laborwert zur Beurteilung der Eisenspeicher. Ist der im Blut enthaltene Speicherstoff erniedrigt, liegt ein Eisenmangel vor.
  • Retikulozyten: Dabei handelt es sich um die jungen Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen. Eine erhöhte Anzahl kann darauf hindeuten, dass eine Anämie länger besteht, durch eine Störung in der Blutbildung verursacht wird oder dass ein vermehrter Abbau der Erythrozyten stattfindet
  • Entzündungswerte und Leukozyten (weiße Blutkörperchen): Da eine Anämie sehr häufig durch chronische und entzündliche Erkrankungen oder Infekte ausgelöst wird, können diese Werte auf zugrunde liegende Krankheiten hindeuten.

Bestätigt das Blutbild eine Blutarmut, der genaue Grund ist aber noch nicht klar, kann der Arzt noch zusätzliche Untersuchungen durchführen:

  • Okkulter Bluttest: Zeigt an, ob sich verstecktes Blut im Stuhlgang befindet. Denn nicht immer äußert sich eine solche Blutbeimengung als schwarze, sichtbare Meläna oder als rote Blutbeimengung.
  • Magenspiegelung/Darmspiegelung: Damit können Blutungen im Verdauungstrakt gefunden und gestillt werden wie zum Beispiel bei einem Magengeschwür. Auch Kolonkarzinome (Dickdarmkrebs) und andere Tumore werden so oft erkannt.
  • Knochenmarkdiagnostik: Da hier das Blut gebildet wird, lässt sich mit einer Analyse der Zellen im Knochenmark oft beurteilen, was für eine Krankheit der Anämie zugrunde liegt. Allerdings nur bei schwerwiegenden Formen mit Knochenmarksstörungen wie bei der aplastischen Anämie zum Beispiel. Ursachen können auch bestimmte Formen der Leukämie sein.

Lies aber bitte alles > http://wck.me/4eJ

LG rulamann

Kommentar von help4you ,

Wow danke ;)

Kommentar von rulamann ,

Ich danke dir für den Stern! Ich hoffe es hat Euch was gebracht. LG rulamann :-))))

Antwort
von beamer05, 47

Zunächst mal kommt es darauf an, ob eine relevante Abweichung besteht. Wenn der Wert nur etwas "zu" gering ist, kann es durchaus sein, dass dies keinerlei Bedeutung hat (dazu sollte man bedenken, wie die "Normalwerte" zustande kommen).

WENN aber eine relevante Abweichung besteht, sollte zunächst natürlich deren Ursache / Grund geklärt werden (Blutbildungsproblem, beschleunigter Abbau etc.), dazu wendet man sich am Besten an einen Hämatologen.

Und erst dann, wenn man eine Ursache gefunden hat, sollte man gezielt behandeln.

Irgendwelche "wilden" Aktivitäten, unter der Vorstellung, da jetzt irgendwie die Blutbildung zu "verbessern" sollte man vermeiden, BIS der Arzt eine Empfehlung auf dem Boden der Diagnose ausspricht.

Also: Blutuntersuchung, ggf. Untersuchung des Knochenmarks, jeweils beim Hämatologen, DANN weiter sehen.

Antwort
von GeraldF, 39

Ohne eine genauere Diagnose kann man hier nichts dazu sagen. Es gibt sehr viele verschiedene Ursachen einer Anämie und dementsprechend vielfältig ist auch die Therapie.

Sich als Laie hier einzulesen ist schwierig. Die Hämatologie ist eine Spezialisierung der Inneren Medizin. Das Themengebiet ist mittlerweile so umfangreich und speziell geworden, dass auch ein gestandener Wald- und Wieseninternist hier häufig überfragt ist und an seinen hämatologischen Kollegen weiterverweisen muss.

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