Frage von DerReisende, 2

Bitte um Hilfe zur Diagnose

Hallo,

ich wende mich an dieses Forum mit der Bitte um Mithilfe bei der Diagnose meiner Kinder. Wir beobachten seit vielen Jahren bei zweien (Junge, 13 und Mädchen, 10) unserer vier Kinder sehr ähnliche Symptome. Der jüngste (3 Jahre) zeigt auch bereits die ersten Zeichen. Lediglich der 10 jährige Zwillingsbruder ist wenig auffällig. Es handelt sich im Gesamtbild eine Reihe physischer sowie psychischer Probleme, aus der Summe der Symptome ergeben sich deutliche Beeinträchtigungen im Sozialleben und damit in der Lebensqualität. Wir haben so ziemlich jeden erdenklichen Facharzt und auch Alternativmediziner und Psychologen intensiv konsultiert. Einige Symptome sind nachweisbar und "reproduzierbar", andere wiederum sind zwar offensichtlich, aber dennoch weder mit Schulmedizin noch alternativ zu erfassen. Diagnose gibt es bisher keine.

Hier einige der Symptome:

13-jähriger Junge:

  • hochgradig ängstlich, kann nicht alleine im Zimmer schlafen
  • In jeder denkbaren Sportart höchst begabt und interessiert
  • Dennoch: Auffällig stark verzögerte Reaktion in vielen Situationen beim Sport
  • Kann keinen Augenkontakt halten, weder bei Bekannten noch bei Unbekannten
  • Kein wirkliches Sozialverhalten, obwohl er "kein schlechter Mensch" ist
  • IQ 139

10-jähriges Mädchen:

  • hochgradig ängstlich, kann nicht alleine im Zimmer schlafen
  • zu Hause lebhaft und offen
  • ausserhalb des Elternhauses absolut in sich gekehrt, spricht kaum, steht teilnahmslos bei anderen Kindern, obwohl sie immer wieder äussert, dass sie gerne Kontakt hätte
  • Kann keinerlei Augenkontakt halten
  • Kaum soziale Kontakte
  • Sportlich höchst talentiert und interessiert
  • aber: auffällig starke Verzögerung in der Reaktion auf beliebige Ereignisse, vor allem beim Sport
  • Kann trotz 100% Sehstärke nicht die Richtung von Buchstaben beim Augenarzt lesen (selbst die grösste Grösse…)
  • Kann von jeglichem gerade gelesenen oder gehörten Text selbst eine Minute nach dem Lesen oder Hören kein einziges Detail wiedergeben oder auch nur den groben Inhalt skizzieren. Unabhängig von Thema oder Komplexität der Geschichte
  • durchschnittlich intelligent

Natürlich sind wir froh und dankbar, dass unsere Kinder keine lebensbedrohenden Krankheiten haben. Es gibt auf der Welt mit Sicherheit wichtigere Diagnosen, die es zu stellen gilt. Aber die beiden sind schon deutlich in ihrem sozialen Leben beeinträchtigt und leiden unter dem Zustand. Tendenz zunehmend. Man könnte nun sagen, "so ist halt ihre Art". Aber so einfach wollen wir es uns nicht machen. Es gibt einfach ein paar Auffälligkeit, die sich erstens widersprechen und zweitens medizinisch nachweisbar, aber eben noch nicht einordnenbar sind. Wir wollen einfach nichts unversucht lassen. Ich weiss auch, dass die oben geschilderten Symptome sehr allgemein gehalten sind. Aber vielleicht kann der eine oder andere sich daraus auf Grund eigener Erfahrung oder Fachwissens einen Reim machen.

Im voraus bereits vielen Dank!

Antwort
von gerdavh, 1

Hallo, ich stimme der Empfehlung von rulamann zu. Die von Dir aufgeführten Symptome sind schon relativ bedenklich. Andererseits wart ich ja schon ihr ja bereits beim Psychologen - vielleicht noch mal einen anderen konsultieren? Ansonsten würde ich bei diesen Symptomen eine Behandlung bei einem guten, klassisch arbeitenden Homöopathen/in empfehlen. Besonders gegen die Symptome "Hochgradig ängstlich, kann nicht alleim im Zimmer bleiben, kein Augenkontakt möglich, keinerlei soziale Kontakte" kann die Homöopathie hier bestimmt helfen. Ich beschäfte mich oft mit Homöopathie und diese Symptome werden in den Lehrbüchern von Hahnemann dort des öfteren aufgeführt. Natürlich kann ich Euch als Laie bei diesen Symptomen kein Mittel empfehlen. Achtet - falls ihr Euch dazu entschließen wollt - darauf, dass es sich um einen klassisch arbeitenden Homöopathen handelt. Es gibt gerade auf dem Gebiet der Homöopathie leider genug nicht ausreichend ausgebildete sogenannte Heilkundler. Alles, alles Gute für Euch. Grüße Gerda

Antwort
von Mahut, 1

Hallo,

Mein erster Gedanke als ich eine Frage gelesen habe, es könnte Autismus sein, dazu gehört das Asperger-Syndrom, bei mir in der Nachbarschaft habe ich auch ein Kind was das Syndrom hat.

Ich würde den Kinderarzt mal darauf ansprechen.

Ich bin Mitglied bei den Schlumpern, das sind gehandicapte Künstler, dort sind auch zwei Autisten und machen wunderbare Bilder.

Ich habe mal gegoogelt und diese Seite gefunden: http://autismus-kultur.de/

Vielleicht hilft sie dir

Gruß Mahut

Antwort
von Bronko, 1

Ich stimme Rulamann zu: falls nicht schon geschehen, so würde ich einmal direkt das Asperger-Syndrom ansprechen bei einem Arzt.

Auch die genetische Disposition spricht dafür (sprich: dieses Syndrom ist vererbbar). Gibt es bei euch Eltern (evt. in abgeschwächter Form) ähnliches Verhalten? Kann auch kompensiert sein, so dass es nicht auffällt - aber falls vorhanden, so wäre das ein weiteres Indiz in diese Richtung.

Antwort
von AlmaHoppe,

Hallo...

ich persönlich werde Dir hier keine Ferndiagnose,auch keine Vermutung geben! Das liegt da ich die Kinder nicht kenne/nie gesehen habe nicht in meinem Ermessen!

Aber ich kann Dir einen Rat geben der nichts schadet und Dir sowie den Kindern evt. weiterhilft! Wende Dich doch bitte einmal an den Kinder-und Jugendpsychatrischen Dienst des Gesundheitsamtes an Deinem Wohnort.

Alles Gute für Euch,

AH

Kommentar von AlmaHoppe ,
Antwort
von rulamann, 1

Habt ihr schon mal in Erwägung gezogen eure Kinder auf das Asperger-Syndrom testen zu lassen. Ich würde hier einen Psychologen zu Rate ziehen.

Alles Gute von rulamann

Kommentar von bethmannchen ,

Ich halte es für gewagt, aus einer Aufzählung von Beobachtungen eines anderen gleich auf ein Syndrom schließen zu wollen. Die Gefahr besteht auch, dass dadurch eingegrenzt in eine Richtung untersucht wird.

Kommentar von rulamann ,

Ich habe auch geschrieben, dass man hier einen Psychologen aufsuchen sollte um dies testen zu lassen. Bevor du hier Kommentare schreibst, musst du dir die Antworten schon genauer durchlesen.

Antwort
von DerReisende, 1

Hallo,

ersteinmal vielen Dank an die schnellen, kompetenten und netten Antworter! Ich versuche mal, in einer Antwort alle Teilantworten auf Eure Fragen und Anregungen zusammen zu fassen.

  • Ja, es gibt einen (bisher unbestätigten und undiagnostizierten) Verdacht, dass ich selber (44) auch eine Reihe der Symptome habe. Hätte ich schreiben sollen, sorry

  • Asperger war mal im "Gespräch", genau wie ADHS. Wurde aber (zumindest gemäß all der durchgeführten Tests) nicht bestätigt

  • Wir waren ein knappes Jahr lang bei intensiven Untersuchungen und Gesprächen bei unserem Jugendpsychiatrischen Dienst. Ohne besonderen Befund. Was sehr enttäuschen war. Denn die Symptome sind allzu deutlich.

viele Grüße

Antwort
von anonymous, 1

Als ich die Symptome las kam mir auch sofort Autismus in den Sinn. Kann Dir spontan diesen Link geben http://w3.autismus.de/pages/startseite/was-ist-autismus.php

Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass nicht das alleine ist. Hab mal von einem Kind gehört, das eine Blockade hatte. Sie sprach nicht, in der Öffentlichkeit sehr verhalten und schüchtern bis ängstlich, aber Zuhause wärmte sie auf...bis auf das Sprechen. Sie bekam eine Therapie und jetzt spricht sie wieder.

Also ich würde mal beide Themen ins Auge fassen.

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