Frage von Bine34, 58

Bitte um dringende Hilfe

Hallo Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, aber ich stelle einfach mal meine Frage. Es geht darum das ich eine Schwester habe die 32 Jahre ist, mit 19 Jahren Mutter wurde und meine Nichte hat leider viele Handicaps. Meine Schwester wollte schon als Kind immer im Mittelpunkt stehen. Sie kann ein Engel sein und in der nächsten Sekunde ist sie(es reicht nur ein Wort),der Satan auf Erden. Sie hat noch einen 2 1/2 jährigen Sohn der in ihren Augen immer noch ein Baby ist. Sie rastet wegen Kleinigkeiten aus. Nun geht es darum das ihre große Tochter ( 12 Jahre) seit 8 Jahren bei meinen Eltern lebt und liebevoll ver - und umsorgt wird. Meine Schwester hat sich in den ganzen Jahren ganz selten um ihre Tochter gekümmert. Hat ihr immer gesagt am Telefon das sie vorbei kommt, ist dann aber lieber nach Nürnberg zu ihrem Freund gefahren. Wir leben in Berlin. Nun will meine Schwester unbedingt Umgang mit ihrer Tochter, aber meine Nichte will das partout nicht. Sie ist aber von klein auf total schüchtern und sehr zurückhaltend. Meine Schwester ist kaufsüchtig, ein Hypochonder, sie ist psychisch total labil, sie lügt das sich die Balken biegen. Ich habe den starken Verdacht das sie das Borderline Syndrom hat. Denn sie hat ganz viele Symptome. Meine Frage ist, kann ich meine Schwester zwangseinweisen lassen, weil sie auch schon öfter meinte das sie ihre Tochter, ihren Sohn und sich umbringen will. Bitte um Antwort.

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Antwort
von Mahut, 58

Zwangseinweisen kann dein Schwester nur das Gericht du auf keinen Fall. Wer hat denn das Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht? Die können entscheiden wo deine Nichte wohnen soll. Wenn deine Schwester ihr Kind zurück haben will, muss sie dann zum Jugendamt und einen Antrag stellen, wenn das dann nicht klappt. muss der Richter entscheiden

Antwort
von Citysprinter, 46

Es kann niemand gegen seinen Willen zwangsweise eingewiesen werden. Es sei denn, dass es ein Gerichtsurteil gibt. Vielleicht wäre in diesem Fall erst einmal der Gang zum Jugendamt wichtig. Es muss ja geklärt sein, wer für das Kind zuständig ist und wer die Verantwortung für das Kind hat. Wenn das Kind nicht zu seiner Mutter will, kann es eigentlich auch nicht gezwungen werden. Wo lebt denn der kleine Junge? Lebt der immer noch bei seiner Mutter? Wenn sie ein Risiko für das Kind darstellt, von Selbstmord redet und so weiter, dann sollte auch davon das Jugendamt in Kenntnis gesetzt werden.

Antwort
von GeraldF, 35

Eine gegenüber Dritten geäußerte Tötungsabsicht kann prinzipiell ein Grund für eine zwangsweise Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik sein, zumindest wenn es glaubhaft erscheint. Eine Unterbringung muss grundsätzlich richterlich angeordnet werden. Im Notfall, also bei Gefahr im Verzug, kann auch die Polizei eine Unterbringung erwirken. Die Regelung hierzu ist Ländersache, meist ist ein psychiatrisch erfahrener Arzt hinzuzuziehen, häufig ist es in der täglichen Praxis der Notarzt. Dieser kann die Einweisung in die Klinik empfehlen, die Anordnung zur Unterbringung trifft die Polizei. Die psychiatrische Klinik kann diese Pat. auf eine geschlossene Abteilung aufnehmen, muss aber den richterlichen Beschluss innerhalb der nächsten 24 Stunden einholen. Ist der Richter nicht überzeugt, so darf der Pat. nicht gegen seinen erklärten Willen festghalten werden.

Antwort
von waldmensch, 27

Das ist eine sehr heikle Frage. Als erstes würde ich mir vielleicht erst mal Menschen suchen die diese Absichten auch Bestätigen können. ( Sonst könnte ja jeder kommen und irgendwas behaupten) Das Borderline Syndrom hat leider mit Deinen hier geschilderten Symptomen relativ wenig zu tun. Beim Borderline Syndrom verletzten sich die Menschen selber und wollen sich selber Schmerz zufügen. Die Frage ist daher wer das Sorgerecht für Deine Nichte hat. Wenn es bei Deinen Eltern ist, dann ist doch alles geklärt. Sollte es nicht so sein und die Aussagen die Du hier getroffen hast stimmen würde ich mich erst einmal an das Jugendamt wenden, um eine Gütliche Einigung zu finden.

Blut ist leider Dicker wie Wasser

Alles Gute

Waldmensch

Antwort
von anonymous, 21

Zwangseinweisen kann man nur mit richterlicher Bestimmung, wenn der Patient sich und andere gefährdet. Meine obdachlose Freundin wollte sich von ihrem Betreuer, der auch ihr Freund geworden ist, eine Pistole besorgen lassen, um ihre alte Eigentums-Wohnung zu stürmen. Das war der Anlass, dass der Betreuer die Richterin kommen ließ, um ihr das Leben dieser Frau zu zeigen. Sie ist, und das tut nicht jeder Richter, mit auf die U-Bahn Station gekommen und hat sie beobachtet und einer Zwangseinweisung zugestimmt. Ein Zweites Mal wurde die Person zwangseingewiesen, als sie den ganzen Hausrat incl. PC auf den Müll geschmissen hat. Der Hausrat gehörte ihrem Betreuer, bei dem sie wohnte. Nach der ersten Zwangseinweisung wurden ihr per Zwang Medikamente per Spritze gegeben, damit man sie kennen lernt, wie sie wirklich ist. Danach bekam sie Tabletten, die sie später in die Toilette geworfen hat. Sie lebt mit Stimmen im Kopf, die sie offensichtlich nicht missen will. Weil das ihren Kopf lebendig macht. Medis dämpfen und machen den Kopf tot und still, die Gedanken gehen langsam. Am Besten sollten Ihr die Kinder genommen werden, dass sie in gesunder Umgebung groß werden. Dann kann sich die Dame mehr um sich selber kümmern. Das Jugendamt ist vielleicht eine gute Adresse, die Kinder in Sicherheit zu bringen bei den Großeltern. Wenn sie noch nicht in Arme und Beine ritzt, was die Borderlines gut verbergen können, dann kann man herumrätseln, welche Psychische Krankheit dahinter steckt. Es kann auch ADHS sein, da ist man auch cholerisch und jähzornig. Im Nazi-Regime hat man psychisch Kranke zwangssterilisiert, dass tut man in einer Demokratie nicht, aber man kann ihr nahe legen, sich sterilisieren zu lassen, damit weiterhin gedankenlos herumvögeln kann, und keine Kinder gefährdet. Borderlines können sehr launisch sein. Wenn sie träge ist und aufbrausend, dann ist sie vielleicht ADSler. Das ist mein Mann. Ich wünsche Dir viel Glück. Zuzusehen, wie ein Patient von der Polizei in Handschellen abgeholt wird und wohlmöglich, wenn er sich zu sehr wehrt, beißt und Kratzt, in eine Zwangsjacke abgeführt wird, ist für Menschen, die ihr nahestehen, nicht gerade was für die Seele. Das geht einem recht nahe und beschäftigt einen lange. Man kann auch Klage einreichen, dass sie vom Gericht gezwungen wird, sich einer Therapie zu unterziehen. Dann tun sie das freiwillig, aber wer ist schon beständig als Borderline-Patient oder Psychose-Patient, wie meine obdachlose Freundin. Es ist ein schwieriges Unterpfangen. Glaube mir. Ich wünsche Dir viel Glück.

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