Frage von SarahLilly23, 53

Bin ich noch normal?

Ich habe irgendwie ein Problem mit mir selbst. Auch wenn ich meine Familie liebe und nicht allein bin, bin ich doch der einsamste Mensch auf der Welt. Vorallem wird das Gefühl stärker wenn ich abends im mein Zimmer sitze. Es ist immer ein gefühl von wertlosigkeit. Auch habe ich ein sehr schwaches selbstbewusstsein. Selbst das misstrauen gegenüber fremden ist enorm. Das hatte ich mal in meiner Ausbildungszeit gemerkt. Bis ich einen richtig kennenlerne kann es Wochen bis Monate dauern. Auch muss ich dazu sagen wurde ich in meiner ganzen Schuizeit ununterbrochen gemobbt. Nach der Schule war ich eine gebrochene Person. Das hatte sich zwar nach der Ausbildung etwas gelindert, aber die Wunden sind nie verheilt. ich lache zwar immer aus ganzen Herzen aber im inneren bin ich eine traurige junge Frau. Ich will das es endlich aufhört. Psychologen traue ich nicht. Was kann ich noch tun?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dinska, 20

Natürlich bist du normal, aber du hast ein paar Probleme und das haben viele Menschen. Manchen sieht man es an, manchen nicht, aber sie sind alle normal, denn es ist normal Probleme zu haben, nobody is perfect.

Du musst lernen mit dir selbst zurechtzukommen, dich anzunehmen wie du bist und dich lieben zu lernen.

Ich weiß es ist leichter gesagt, als getan. Ich hatte früher da auch so meine Probleme und wollte, dass mich alle mögen und war verletzt und beleidigt, wenn ich merkte, dass ich nicht bei allen gut ankam.

Dann sagte mir mal jemand, es können dich nicht alle lieben. Diesen Satz fand ich sehr einleuchtend, denn ich liebe ja auch nicht alle und es gibt einige, die ich gar nicht mag.

Ich habe dann den Satz umgewandelt. Ich bin liebenswert und wer mich nicht mag, ist selber schuld.

Seitdem gehe ich auf alle Mitmenschen freundlich zu und wer nicht reagiert, der lässt es eben sein. Das ist sein Problem und nicht meins. Die meisten reagieren aber auch freundlich.

Richtige Freunde zu finden ist nicht immer einfach und ich brauche da auch eine Weile, bis ich jemand näher an mich heranlasse. Seit ich mich aber mehr öffne, mehr lache und freundlich bin, gibt es mehr Gelegenheiten Menschen kennezulernen und in Kontakt zu bleiben.

Wenn du willst, dass du eine fröhliche Frau wirst, dann musst du dir Dinge suchen, die dir Spaß machen und auch lernen über dich selbst zu lachen. Du musst dir Strategien aneignen, damit die Dinge nicht bis in dein Innerstes gehen.

Ein Statement könnte sein, ich ärgere mich nicht mehr über die anderen, ich lache darüber. Ich ändere, was ich ändern kann, alles andere nehme ich gelassen. Ich bin wie ich bin, aber ich mag mich, bin nicht perfekt, aber einzigartig.

Versuche alle Vorsätze positiv zu formulieren. Nicht ich will nicht oder mag nicht....., ich werde ab jetzt ....

Am besten du schreibst dir deine Vorsätze auf, suchst dir die wichtigsten heraus und heftest sie an eine Pinnwand, dass du immer an sie erinnert wirst.

Werde kämpferisch und sage dir, jetzt gerade, ich werde etwas Positives aus mir machen, ich setze mir Ziele und werde sie schrittweise erreichen. Freue dich immer, wenn du was geschafft hast, klopfe dir auf die Schulter und sage, das hast du gut gemacht, auf zum nächsten Schritt oder Ziel!

Antwort
von evistie, 36
  • bin ich doch der einsamste Mensch auf der Welt.
  • immer ein gefühl von Wertlosigkeit
  • das misstrauen gegenüber fremden ist enorm
  • Nach der Schule war ich eine gebrochene Person
  • die Wunden sind nie verheilt.

Ich lese hier aus Deinem kurzen Text bereits fünf Gründe für eine Psychotherapie. Und es gibt ganz gewiss noch etliche mehr. Aus eigener Kraft schaffst Du es offensichtlich nicht, Dich von den Dämonen Deiner Kindheit und Jugend zu befreien, aber Du lehnst jede fachmännische Hilfe mit dem Bemerken "Psychologen traue ich nicht" rigoros und pauschal ab.

Es steht zu vermuten, dass Du Dich, obwohl Du eine liebende und geliebte Familie hast, auch da niemandem öffnen kannst und willst. Wie sollen Dir da User einer x-beliebigen Community, die Dich überhaupt nicht kennen, helfen können?!

Die Frage "bin ich noch normal" ist falsch gestellt. Ein Mensch mit gravierenden psychischen Problemen ist deswegen nicht "unnormal". Die meisten Menschen schleppen irgendwelche psychischen "Altlasten" mit sich herum - die einen werden alleine damit fertig, die anderen lassen sich helfen, und die dritten - tja, die verweigern wie Du jede Hilfe.

Was kann ich noch tun?

Es ist eigentlich ganz leicht und - offenbar zumindest für Dich - doch so schwer,

  • sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht,
  • diese Hilfe auch zuzulassen,
  • Vertrauen zu haben, dass es Menschen gibt, die Dir helfen können,
  • selbst aktiv zu werden und sich diese Hilfe zu beschaffen.

Im stillen Kämmerlein hocken und hoffen, dass ein Prinz vorbeigeritten kommt, der Dich aus Deinem Dornenverhau befreit, ist leider keine Lösung.

Ich wünsche Dir alles Gute!

Kommentar von SarahLilly23 ,

Ich will mich ja helfen lassen, aber wenn ich 2 nutzlose Psychologen hatte, wirst auch du so denken wie ich. Die eine wusste gar nichst und die andere hatte ständnig ihre Schweigepflicht gebrochen. Ich habe mich schon länsgt eingestanden das ich hilfe brauche, aber die zu finden ist schwer

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