Frage von Selbstzweifel, 82

Bin ich depressiv?

Ich überlege täglich, was hat das Leben für ein sinn! Ich verstehe das alles nicht mehr und weiß auch nicht mehr weiter. Ich hoffe mir kann jemand helfen.

Meine Überlegungen : Man wird geboren Dann geht man Jahre zur Schule.
Eventuell der erste schmerzhafte liebeskummer.
Man arbeitet zu viel, lebt trotzdem am Existenzminimum. Man leidet unter dem Verlust (Tod) geliebter Menschen.
Man wird alt und gebrechlich oder Krank. Man stirbt!!!!!!!

Meine Vorstellung : Man wird geboren um viel schmerz und leid zu erleben und am ende zu sterben.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Selbstzweifel,

Schau mal bitte hier:
Depression Psychologie

Antwort
von evistie, 57

Man wird geboren, darf etwas lernen, lernt wertvolle Menschen kennen, liebt und wird geliebt, macht etwas aus sich und seinen Fähigkeiten, darf zeigen, was man kann und bekommt noch Geld dafür, gründet eine Familie und lebt in ihr weiter, darf seine Kinder ins Leben begleiten und ihm Werte vermitteln, ...  so könnte doch Deine Aufzählung auch lauten, oder? Es ist allein Deine Sichtweise, die alles so trostlos macht!

Meine Vorstellung: man wird geboren und das Leben in seiner ganzen Vielfalt liegt vor einem. Es liegt an einem selbst, was man daraus macht. Du kannst das Glas für halbvoll oder halbleer ansehen - Deine Sichtweise! Geburt und Tod gehören nun mal zum Leben, genau wie Freude und Leid.

Das Leben kann schön und lebens-wert sein, wenn man es aktiv mitgestaltet. Das ist jedenfalls meine persönliche Bilanz aus bisher 68 gelebten Lebensjahren. Und ich wurde gewiss nicht mit dem Goldenen Löffel im Mund geboren, hatte keine unbeschwerte Kindheit, musste mich ordentlich durchboxen, bin seit Jahren chronisch krank, musste geliebte Menschen gehen lassen... trotzdem!

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du noch sehr jung bist und keine Depression im medizinischen Sinne vorliegt bei Dir. Dann kann ich Dir nur raten, Deine Sichtweise auf's Leben zu ändern! Komm raus aus der passiven Opferrrolle und fang an, die Weichen für ein positives Leben zu stellen. Denn: Dein Leben hat nur so viel Sinn, wie Du ihm zu geben vermagst. Und: das Glück macht einen Riesenbogen um Pessimisten...

Kommentar von ThePoetsWife ,

DH! Liebe Grüße

Kommentar von alessam ,

Sehr schöne Antwort!:-) 

Kommentar von dinska ,

Mit der Opferrolle hast du völlig Recht. Ich habe mich lange als Opfer gesehen, bis ich mich daraus befreit habe. Man ist nur Opfer, wenn man passiv ist und alles über sich ergehen lässt. Wenn man aktiv ist und sein Leben in die eigene Hand nimmt, dann wird man Akteur und fühlt sich auch so.

Kommentar von Federico ,

"das Glück macht einen Riesenbogen um Pessimisten" - Sehr schön :-)

Antwort
von dinska, 43

Eins stimmt erstmal, man wird geboren und wird am Ende sterben.

Wie das Leben dazwischen ist, hängt in den Kindheitsjahren viel vom familiären Umfeld ab und wie man mit Schule und Aufgaben zurecht kommt.

Danach hat man es selbst in der Hand, etwas aus seinem Leben zu machen und sein Leben nach seinen Wünschen zu gestalten und somit seinen Sinn im Leben zu finden.

Dazu gehört aber auch, dass man weiß was man will, dass man seine Schwächen und Stärken kennt, seine Stärken ausbaut und zum beruflichen Weiterkommen nutzt.

Damit hat man schon den ersten Grundstein gelegt, nicht am Existenzminimum dahinzuvegetieren.

Natürlich besteht das Leben aus Höhen und Tiefen. Man kommt ab und an an einem Tiefpunkt an. Wichtig ist aber immer, nicht liegen bleiben sondern aufstehen und weitermachen.

Es gibt auch Erfolgserlebnisse und darüber sollte man sich freuen und auch sonst das Positive in den Mittelpunkt rücken. Ändere, was du ändern kannst, alles andere nimm gelassen und finde deinen eigenen Weg.

Wenn du das geschafft hast, dann siehst du dein Leben nicht mehr so pessemistisch. Das Leben ist schön, man muss aber das Schöne im Leben entdecken, damit man es genießen kann.

Antwort
von Federico, 41

Leben ist Leiden sagen die Buddhisten.

Ich sehe es eigentlich ähnlich wie du: Man wird geboren, erlebt einen Haufen Schei...e und stirbt. Wozu das Ganze, wo ist da der Sinn ?

Mittlerweile habe ich allerdings eine Antwort gefunden: Es geht um das, was dir Spaß macht, es geht immer nur um gute Gefühle. Das ist es was dich durchs Leben leitet, das bist du selbst, deine Seele, dein Potential ...

Das bedeutet allerdings nicht, nur faul rum zu liegen und Schokolade zu essen, weil es sich grad so gut anfühlt. Man muss schon recht oft gewisse Widerstände überwinden, um an die wirklich guten Gefühle, an den Spaß heranzukommen.

Beispiel Reisen. Wenn dir Reisen Spaß macht, musst du z.B. auch bereit sein das Geld dafür zu erarbeiten, früh aufstehen, um den Flieger zu kriegen, 12 h im engen Flieger rumsitzen ...

Fazit also: Man muss selbst etwas dafür tun, damit das Leben Spaß macht und einen Sinn hat.

"Glück ist eine Überwindungsprämie"   Jens Corssen

Kommentar von Rawir ,

Die Lösung, die du anbietest, wird mit Sicherheit dir geholfen haben, aber sie ist leider nicht allgemeingültig. Spaß allein kann keinen Sinn geben... das ist jedenfalls meine Erfahrung: Sie führt oftmals in mindestens eine Sucht. Und "gute Gefühle" sind vergänglicher als der Morgentau.

Das Problem, was ich da sehe, ist, dass du dich in einer "Spaßgesellschaft" verrennst - und wenn du da mal aus irgendeinem Grund rausfliegst, hast du echt die Arschkarte gezogen. Ich sehe leider deine Antwort als einen speziell dir einmanipulierten Glaubenssatz.

Gruß
Rawir X

Kommentar von Federico ,

Korrekter Einwand. Ich weiß, was du meinst.

Das was ich meine ist nicht unbedingt Spaß im Sinne der Spaßgesellschaft, sondern Spaß im Sinne des eigenen Ichs. Der bessere Begriff wäre dann wohl Freude.

Kommentar von Rawir ,

Jupp *g* Freude ist wesentlich näher an dem dran, was auch ich absolut als ein Ziel sehe.

Antwort
von Herbstbiene, 44

So wie Du denkst, so ist Dein Leben!                                                                   Bitte lenke alles was Du gesagt hast in eine andere, eine gute Richtung,versuche es einmal damit Dich auf alles was gut war in deinem Leben zu konzentrieren und dann denke mal darüber nach was Dir Freude machen könnte probiere Sachen aus ob sie Dir liegen alles was Dir einfällt!     Am besten machst Du das indem Du einen Spaziergang in der Natur machst, wo Du ganz in Ruhe über alles nachdenken kannst und von der Schönheit der Umgebung zum positiven Denken geführt wirst weil sie dein Herz erwärmt.     Was auch sehr gut hilft in Deiner Situation ist: Tu einem Menschen in Deiner Umgebung etwas Gutes, mach ihm eine Freude, egal was , aber tu es mal, dann vermehrst Du Die Freude in deinem Herzen und erkennst den Sinn des Lebens wieder.     Liebe ist der Sinn des Lebens, reine , wahre Liebe die man schenkt und bekommt!    Wir denken an Dich und wünschen Dir das Beste                                                 Liebe  

Antwort
von DerGraueWerwolf, 6

Ich denke nicht dass du wirkklich depressiv bist. ich mache mir auch oft gedanken über dieses thema und mir geht es psychisch auch sehr schlecht. ich wollte mich schon so oft umbringen aber komm bitte bloß nicht auf die idee. Das lebn ist nicht immer schlimm. zumindest wenn es einem psychisch gut geht. es gibt so viele dinge im leben die spaß machen wenn man seinen lebbenswillen noch hat. ich habe meinen verloren aber lass es nicht so weit kommen. such dir hilfe wenn  du denkst das du dich selbst gefärdest

Antwort
von Rawir, 19

Der Fachbegriff "Depression" besitzt laut ICD10 bestimmte Merkmale, die erfüllt sein müssen, um zu unterscheiden, ob "nur" eine "depressive Episode" vorliegt oder eine Depression. Ein wichtiger Indikator ist dabei: Wie lange hast du diese "melancholische Stimmung"? Eine 2. Frage geht deutlich in die Richtung Selbstvernichtungswunsch. Das scheint mir bei dir nicht vorzuliegen. Jedenfalls schreibst du nicht so.

Nu zu deiner oberflächlichen Frage: Bist du depressiv?
Da das jetzt schon einige Jahre zu gehen scheint (ich bin mir da jedoch nicht sicher - ich gehe jedoch erst einmal davon aus), ist die Chance groß, dass du tatsächlich an einer Depression leidest. Dann besprich' das mal mit dem Hausarzt deines Vertrauens. Er wird dir (sehr wahrscheinlich!) weiterhelfen.

Nu aber zu deiner eigentlichen Frage - der "Sinn-Frage":
Das kann ich dir nicht wirklich beantworten, da ich nicht weiß, in welche Richtung deine Sinnsuche geht. Zuerst einmal: Deine Vorstellung ist sehr rational und geprägt von einer stark materiellen Weltsicht. Glaub' mir: Es gibt Andere! (Der Buddhismus lehrt eine davon, wenn auch nicht wirklich die "Sinnvollste".)

Entsprechend des Materialismus-Gedankens, der (im Grunde genommen) durch alle Medien und auch durch die Schule u.s.w. vermittelt wird, wurdest du auf eine ganz bestimmte Art manipuliert. Diese Manipulationen haben in dir bestimmte "Glaubenssätze" festgeschrieben, die da z.b. wären:
- Nach dem Tod kommt nichts mehr
- Wer schafft (arbeitet), hat das Recht, Glück zu haben -
   "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott"
- Die Wertigkeit eines Menschen definiert sich über seinen Besitz
u.s.w.
Eine der wichtigsten Arbeitsprozesse in einer Therapie dürfte also sein, deine Glaubenssätze heraus zu finden und sie richtig zu stellen.

Mein 1. Tipp an dich wäre also:
Mach' dir mal einen Zettel und schreibe alle deine Glaubenssätze auf - möglichst auch, woher sie kommen/ wer sie dich gelehrt hat.
Dann schreibe dir auf einen zweiten Zettel genau die gegenteiligen Aussagen auf, hänge dir diesen Zettel irgendwo auf, wo du ihn immer wieder sehen kannst und lies dir die Punkte laut(!) vor. Und das mache am besten ab sofort jeden Tag mindestens einmal.

Warum?
Dein Unterbewusstsein, der größte Freund, den du hast, hat in der Vergangenheit visuell und auditiv immer die falschen Infos bekommen und filtert nun mit falsch justierte Unbewusstseins-Filtern all die Dinge (z.B. kleine Erfolge, schöne Situationen) aus deiner Wahrnehmung heraus, die nicht in das negative Weltbild passen. Durch die oben beschriebene Maßnahme kannst du nach und nach deinem inneren Freund neue Glaubenssätze vermitteln - Glaubenssätze, die es dann genauso vehement umzusetzen versuchen wird, sodass du nach und nach immer mehr kleine Erfolge und schöne Situationen wahrnehmen wirst. Wichtig ist dabei jedoch, dass du dich da trainierst! Denn das Unterbewusstsein braucht ein paar Wochen (bei sehr festsitzenden Glaubenssätzen wahrscheinlich länger), bis die neuen Infos überhaupt in deinem Unterbewusstsein ankommen. Deswegen:
- Mach es täglich!
- Fange jetzt sofort da mit an... denn sonst fängst du wahrscheinlich nie damit an!
-Und: Hab' Nachsicht mit dir, wenn du dieses Training tatsächlich mal vergisst. Sage dir in diesem Fall: "Na ja... Jetzt bekommt mein Unterbewusstsein eben erstmal einen dicken Knuddel von mir und wenn ich nach Hause komme, les' ich ihm das eben wieder vor."

Und last but not least:
Deine jetzige Vorstellung ist sowas von falsch! Ich denke, ich weiß ziemlich genau, wieso wir - und damit auch du - auf der Welt sind. Und das hat so gar nichts mit Schmerz und Leid zu tun.

Gruß
Rawir X

Kommentar von Federico ,

Wieso sind wir denn auf der Welt ?

Kommentar von Rawir ,

Ganz einfach, kurz und schmerzlos?

... um erstens Entscheidungen zu treffen und dann zu lernen, welche Erfahrungen wir daraus machen. Man nennt das auch "Selbstbestimmung" oder "Selbstverwirklichung" und wirkt sich vor allem auf die "Selbsterkenntnis" und auf das "Selbstverständnis" aus.

Die ganzen Hintergründe dazu kann ich hier unmöglich alle aufzählen. Das ist nämlich zu einem guten Teil ein Lernprozess, bei dem ich dich allerdings auch gerne begleiten kann.

-------

Frage: Hast du schon mit o.g. Tipp angefangen? Wenn ja, dann hast du den allerersten Schritt in Richtung "Entscheidung treffen" gemacht. Wenn du willst, kannst du mir ja mal eine Mail an rawir.x@mail.de schicken.

Kommentar von Rawir ,

Zusatz:

Ich hab' natürlich überlesen, dass du nicht der "Selbstzweifel" bist. Von daher: vergiss die "Frage".

Antwort
von reyna, 21

Du zählst nur die negativen Dinge auf. Das Leben hat dir sicherlich mehr zu bieten. Ist halt immer eine Einstellungssache...

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