Frage von EnnoP,

Besuch beim Psychologen, wie geht man vor?

Muss man beim Verdacht, dass man möglicherweise an Depressionen leidet erst zum Hausarzt oder kann man gleich zum Psychologen gehen? Was wird alles untersucht um festzustellen ob es sich um echte Depressionen handelt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Supernova,

Liebe(r) EnnoP,

ob Sie zum Hausarzt oder gleich zu einem Psychologen gehen, bleibt Ihnen überlassen (beides ist möglich). Es ist jedoch zu empfehlen, erst einen Arzt aufzusuchen, damit dieser eine diagnostische Abklärung vornimmt und ggf. eine medikamentöse Behandlung einleitet. Die Behandlung einer Depression stellt immer eine Kombinationstherapie aus medikamentöser und psychotherapeutischer Therapie, sowie bei Bedarf weiterer Maßnahmen dar. Zudem müssen Sie für die Beantragung der Kostenübernahme bei der Krankenkasse später sowieso zum Arzt.

Zur Diagnose einer Depression: Der Arzt kann durch Ihre Schilderungen und gezielte Rückfragen sehr gut herausfinden, ob eine Depression oder eine andere psychische Erkrankung hinter Ihren Beschwerden stecken. Je nach Symptomen und Verdacht wird z. B. noch eine Routinelaborkontrolle und ein EKG durchgeführt, aber die wichtigste Untersuchungsmethode ist hierbei das Gespräch.

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Zur Psychotherapie: Die ersten 5 Sitzungen sind immer Probesitzungen, d. h. man kann erst einmal den Therapeuten kennenlernen und alle Fragen rund um die Therapie klären. Sollte man während dieser "Probezeit" feststellen, dass man sich eine Zusammenarbeit mit diesem Therapeuten nicht vorstellen kann oder die Therapieform einem nicht zusagt, kann man jederzeit aufhören und einen anderen Therapeuten suchen. Erst nach den Probeseitzungen stellt der Therapeut den Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse.

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Zur Wahl des Therapeuten: Bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten sollten Sie darauf achten, dass dieser eine Kassenzulassung hat und eine anerkannte Psychotherapieform anwendet. Drei Verfahren werden von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt: Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die analytische Psychotherapie.

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Zur Suche eines Therapeuten: Bei der Suche nach einem Therapeuten können Ihnen vielleicht folgende Links weiterhelfen:

psychotherapiesuche.de/therapeutensuche

psych-info.de

netzwerk-psychotherapie.de/organisation/php/liste_behandler.php

Außerdem haben auch die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen Adresslisten von Therapeuten.

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Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen weiter.

Viele Grüße und alles Gute für die Therapie!

Antwort
von doktorhans,

Erst zum Hausarzt, dann mit Überweisung zum Psychologen/Psychotherapeuten. Die Anamnese (Erhebung der Störung) besteht aus einem Gespräch, in dem nach Müdigkeit, Appetits- und Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Libidoverlust, Autoaggression, Stimmungsschwankungen, saisonalen Wiederholungen etc. eventuell auch nach Vorkommnissen in der Familie gefragt wird.

Antwort
von demosthenes,

Wenn Du in der GKV versichert bist, dann musst Du Dich vom Hausarzt an einen Psychotherapeuten überweisen lassen, darfst ihn also nicht direkt aufsuchen.

Bei der PKV ist das anders.

Unabhängig davon ist längst nicht jeder Psychotherapeut studierter Psychologe, sondern viele sind von Haus aus Mediziner, meist Fachärzte für Psychiatrie.

Und Supernova hat recht mit ihrem Hinweis, dass von den -zig Therapieformen nur ganze drei von der GKV anerkannt sind - bei allen anderen musst Du die Behandlung selbst bezahlen.

Antwort
von Mucker,

Hallo EnnoP, sprich mit dem Hausarzt über deine Vermutung und lass dir dann eine Ü zm Psychologen geben. Frag ihn auch, ob er dir jmd. empfehlen kann.

Alles Gute! Mucker

Antwort
von dete1,

Im Normalfall läßt man sich überweisen.

Du kannst natürlich mit 10€ überall zum Arzt gehen.

Es sei denn du machst mit bei einem Hausarzt-Programm mit ,da würde ich um Ärger mit der Krankenkasse zu vermeiden,ohne Überweisung vom Hausarzt nicht zu einen anderen Arzt gehen.

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