Frage von newB1977, 392

Besteht bei vertikaleren Extrasystolen die Hoffnung wieder auf Besserung(?

Vor 15 Jahren hatte ich in Hochphasenauf dem LZ-EKG 75 VES. Nachdem der Kardiologe Sie nicht als behandlungsbedürftig eingestuft hat und ich diesem Arzt wirklich vertraute, mich die E jedoch trotzdem belastet haben, begab ich mich in eine Psychotherapie und die ES wurden tatsächlich besser. Zwischendurch erfolgten zwar mal kleinere Rückfälle in Form von Sinustachykardien, doch die Uniklinik Aachen, Kardiologie Mülheim und niedergelassene Kardiologen haben die Unbedenklichkeit bestätigt. Ich hatte Tage, Wochen, Monate und sogar Jahre keine ES. Bis vor drei Wochen ging es mir gut. Genau heute vor drei Wochen fingen die Extrasystolen an und wurden von Tag zu Tag schlimmer. Ich steigerte mich da rein und fuhr zuerst in das eine, am nächsten Tag ins andere Krankenhaus und auf beiden Ruhe-EKG's war nichts zu sehen. Die dachten schon, ich bilde mir das ein. Blutwerte waren gut. Elektrolyte (Kalium 4,5), Schilddrüse, Herzwerte (Ausschluss von Infarkt TOP), Zucker OK, Cholesterin 191 Es ließ jedoch nicht nach, ich schlief immer weniger, habe kaum noch gegessen und begann leider die ES sogar zu zählen. Lenkte ich mich durch Spazierengehen oder andere Dinge ab, wurde es kurzzeitig besser. Es folgte ein Langzeit-EKG und eine Langzeitblutdruckmessung bei meinem Internisten. Beides an einem Tag und ich hatte den ganzen Tag Anspannung pur, schwitzige Hände, etc.! Leider kam bei der Untersuchung raus, dass ich 1284 VES auf den Tag verteilt hatte:-(. Max. HF: 119 Minimal: 52; Mittel: 70. Eine Tachykardie 119 um 05:54 h nach dem Aufstehen, laut Internist monotope Extrasystolen. Zum Vergleich beim letzten LZ-EKG (2013) waren es keine einzige VES, lediglich 3 SVES. Mithin war meine subjektive Wahrnehmung also nicht eingebildet. Blutdruck war im Schnitt zwischen 118/87. Der untere Wert immer leicht erhöht. Zu meiner Person: M, 37 Jahre alt, 196 cm, ca. 86-87 Kilo (habe zuletzt ca. 3 Kilo abgenommen), Nichtraucher, kein Alkohol oder sonstige Drogen, kein Sport, familiär vorbelastet (Blutdruck), nehme Nebivolol 5 mg, hatte in den letzten Wochen und Monaten vermehrt Stress und Druck, eher sensibler und ängstlicher Patient, zur Zeit Magenprobleme (Säure)...

Frage: In der Hoffnung auf Beruhigung, muss ich mir Sorgen machen? Besteht die Möglichkeit, dass es wieder besser wird? Zur Zeit habe ich die Hoffnung teilweise aufgegeben.:-( Danke im Voraus!!!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GeraldF, 375

Sie meinen ventrikuläre Extrasystolen, nicht vertikale.

Das Arzt-Hopping ist nicht untypisch für diese Störung. Es beruhigt Sie offenbar nicht, wenn mehrere unabhängige Kardiologen Ihnen versichern, dass es sich um eine harmlose Störung handelt, die prognostisch unbedeutend ist. Bei starkem Leidensdruck besteht die Möglichkeit einer Intervention (EPU mit Focussuche und ggf Ablation). Das ist aber etwas, was man sich angesichts der Harmlosigkeit der Extrasystolen gut überlegen muss. Hier stehen potentielle Komplikationen des Verfahrens und ein unsicherer Therapieerfolg nur allein Ihrem Leidensdruck gegenüber.

In einigen Fällen begünstigt der Betablocker das Auftreten von VES (in anderen Fällen kann er Sie etwas unterdrücken). Man muss es individuell ausprobieren (in Absprache mit dem Hausarzt). Ggf. brauchen Sie dann ein anderes Antihypertensivum.

Kommentar von newB1977 ,

Guten Abend,

vielen Dank für die beiden Antworten. Im September war ich bei meinem Spezialisten (Kardiologe und Rhythmologe, Chefarzt einer Elektrophysiologie) und einem weiteren Rhytmologen aus dem Bekanntenkreis. Beide haben sich die Befunde angesehen und ein aktuelles EKG mit VES in Augenschein genommen. Beide bezeichnen die VES als harnlos (auch in dieser Anzahl), wenn sie auch für mich subjektiv als sehr belastend empfunden werden. Beide lehnen eine weitere Medikation ab und raten dringend vor einer Abladierung in diesem Stadium ab. Besonders meinem Spezialisten, der mich vor 13 Jahren und heute wieder untersucht hat, vertraue ich. Er hat mir zu Sport geraten, was ich nun täglich mache (ca. 30 Minuten Radfahren) und ich soll den Fokus weg vom Herzen bekommen. Wenn es dauerhaft sich negativ entwickelt würde er mir ggf. minimal-invasiv helfen. Die Tipps versuche ich umzusetzen, dich leider ist es in den vergangenen zwei Wochen noch nicht besser geworden. Morgens habe ich nach dem Aufwachen allerdings schon Angst, dass es gleich wieder os geht und dann kommen die ES unmittelbar danach. In der Hoffnung, dass es bald besser wird wünsche ich Euch einen schönen Abend.

Antwort
von Taigar, 286

Du bist die Antwort schon selber, du gehst von einem Krankenhaus ins andere, von einem Arzt zum anderen.

Überleg doch mal wieso man dich im Krankenhaus nicht behalten hat, das muss dir doch klar machen dass keinerlei Bedenken bestehen.

Du setzt dich und deinem Körper so dermaßen Stress aus, da ist doch klar dass du wieder mit Extrasystolen zu kämpfen hast denn man sagt diese können auch durch psychische Komponenten entstehen .. Wenn du dann noch wenig schläfst und wenig isst dann zickt auch das Herz rum .. Ist doch kein Wunder.

Ich kann das "leider kam bei der Untersuchung raus" auch nicht ganz nachvollziehen, man sagt, erst ab 10.000 Extrasystolen am Tag wird das ganze Behandlungsbedürftig (wenn ich mich jetzt nicht total Irre) .. Erst dann kann man über eine Ablation nachdenken, vorher nicht da das Risiko nicht in Relation steht ..

Die Maximale Herzfrequenz von 119 ist auch nicht sonderlich schockierend, insbesondere nach dem Aufstehen nicht denn da muss unser Körper und Kreislauf erstmal wieder in Schwung kommen ..

Es hat nen Grund warum man nicht zu sehr in sein Körper horchen soll da sich sonst ganz fix eine Herzneurose entwickelt. Man sollte es Unterlassen zu sehr aufs Herz zu achten, dauernd den Puls / Blutdruck zu messen und nicht alles gleich so panisch zu sehen denn sonst manifestiert sich sowas einfach ganz schnell .. Du schriebst selbst wenn du dich ablenkst dann wirds besser ..

Sorgen machen? Weswegen? Was liegt denn vor was dir Angst macht? Dass du plötzlich wieder über 1000 Extrasystolen hast? Wie gesagt kein Wunder wenn du dein Körper wie nen Vergnügungspark behandelst.

Möglichkeit auf Besserung? Klar wenn du aufhörst so stark in dich hinein zu horchen .. Man könnte Betablocker verordnen, hilft aber bei Extrasystolen nicht so besonders und ich denke wenn es notwendig wäre hätt nen Arzt es dir schon verschrieben.

Warum hast du die Hoffnung aufgegeben? Das klingt ja schon beinahe Depressiv.

Kommentar von Taigar ,

gibst .. nicht bist.

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