Frage von alverde, 14

Besteht bei einer tiefenpsychologischen Therapie die Gefahr, dass es zuviel wird?

Es können ja ziemlich dicke Brocken hochkommen. Die kommen aber erst hoch, wenn der Patient wieder zu Hause ist und dann ist niemand da, der ihn auffängt. Könnte das nicht zu riskant sein?

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Antwort
von Shivania, 7

Liebe alverde,

wenn ein Therapeut mit Ihnen arbeitet besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass es zuviel wird.

Entscheidend ist, dass der Therapeut Sie gut einschätzen kann und weiß wann Sie genügend Kapazität haben, sich alten Inhalten zu stellen. Entsprechend kann er aufdeckend arbeiten - oder stabilisierend. Wen er wirklich etwas gelernt hat, dann wird er auch erst dann aufdeckend mit Ihnen arbeiten wenn Sie für zu Hause genügend Strategien an der Hand haben, mit den auftretenden Symptomen umzugehen.

Aus welchem Grund haben Sie sich denn für eine Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie entschieden?

Antwort
von PedramCarriere, 6

ich schätze du meinst die tiefenpsychologisch fundierte therapie, die sich von der klassischen psychoanalyse schon recht unterscheidet.

Sie bezieht sich mehr auf die sachen, die aktuell im leben passieren und versucht etwas begrenzter auf das problem einzugrenzen. es hängt aber auch stark von der art, wie der therapeuten das ganze interpretiert ab und, was du sagst usw. es werden weitreichende regressionen vermieden, ebenso wenig werden konflikte aus der frühen kindheit so einer enormen wichtigkeit beigemessen.

Die häufigkeit und dauer kann auch angepasst werden. meist 2-3 mal die woche. ich selber mache mindestesn 12,5 stunden hintereinander auf 2 tagen verteilt, so dass ich mit ruhigem gewissen eine person erst nach hause lasse, wenn etwas komplett gelöst ist. und ich konzentriere mich dabei auch mehr auf die momente, wo du bestimmte entscheidungen fixiert hast und achte darauf, dass du deine selbstbestimmung und kontrolle über die bilder die auftauchen behällst und verstärkst bzw. wiedergewinnst und am ende jeden tages gibt es noch mal extra stabiliserungstechniken. ich habe damit die besten erfahrungen gemacht in den letzten 20 jahren.

D.h. du musst dir den therapeuten genau anschauen und herausfinden, ob die art und weise, wie er herangeht DIR passt. ich nehme mir immer die ersten 2-3 stunden dafür zeit. bevor ich überhaupt mit der person anfange zu arbeiten. du kannst ja deinen therapeuten fragen, ob das bei ihm möglich ist und dann darauf achten, ob das ganze so wie er das macht dir passt. das ist ganz wichtig.

sag mir, ob dir das weiterhilft.

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