Frage von Edel55, 9

Bericht

Hallo,wie komme ich an den Bericht vom Hausarzt,den er schreiben soll nach seinen Notizen die er machte. der Anwalt meinte ich soll ihn selber anfordern,da der Bericht 40€ kosten soll.Es geht um Beweisse für meine Zwangseinweisung.lg

Antwort
von gerdavh, 7

Hallo, wenn über Dich als Patient ein Arztbericht geschrieben wird, hast Du meines Wissens das Recht, eine Kopie zu verlangen, ohne dass Du dafür zahlen musst. Lies Dir mal diesen Link durch, Du musst lediglich die Kopierkosten zahlen, die dürften ja wohl kaum 40 Euro betragen. Wenn der Arzt die Einsichtnahme verweigert, muss er dafür einen sehr triftigen Grund angeben, dass es z.B. Deine Genesung gefährden könnte, wenn Du diesen Bericht liest. Ich würde einfach bei der Sprechstundenhilfe, ohne irgendwelche Erklärungen abzugeben, eine Kopie verlangen. Wenn sie das nicht macht, kannst Du immer noch weitersehen. lg Gerda

http://www.patienten-rechte-gesetz.de/patientenrechte/akteneinsicht.html

Antwort
von StephanZehnt, 5

Hallo Edel,

in der Regel funktioniert das so das man Einsicht in die Akte bekommt. Danach entscheidet man was kopiert werden soll oder nicht. In der Regel sind dann die Arzthelferinnen human und verlangen keine Riesensummen. Außer es ist eine Klage anhängig. gegen den Arzt. Dann wird es natürlich schwierig!

Wenn man in so einer Situation ist - Gerichtsverfahren (Anwalt) - Zwangseinweisung udgl. sollte man vorsorgen. Das heißt man sollte eine Vorsorgevollmacht schreiben wenn man noch entsprechend Verwandte oder Freunde hat denen man trauen kann. Denn Richter kommen schon einmal auf die Idee einen Betreuer zu bestellen. In dem Fall geht Vorsorgevollmacht vor Betreuer.

http://www.caritas.de/hilfeundberatung/ratgeber/alter/pflegeundbetreuung/patient...

Kommentar von StephanZehnt ,

Nachtrag - eins habe ich noch vergessen die Herausgabe von Kopien kann natürlich auch von seitens des Arztes deutlich eingeschränkt werden. Wenn er verschiedene Unterlagen zu seinen eigenen Notizen macht. Dies trifft vor allem bei Psychiatern udgl. zu.

Beim Hausarzt dürfte es da allerdings keine größeren Probleme geben.

Kommentar von Edel55 ,

Hallo Stephan Die Krankenakte habe ich heute bekommen,sie kostet mich 0,75 € Es wurde kein Betreuer zugeteilt,weisst du jeder fall ist anders um das hier zu erklären ,das wäre zuviel.Einen Anwalt habe ich ,aber nicht um gegen meinen Hausarzt zu klagen,sondern gegen die Zwangseinweissung und das was in der Akte vom Hausarzt steht,wird wahrscheinlich hilfreich sein.lg

Antwort
von Nic129, 3

Hallo,

zuerst sollten wir vielleicht einmal unterscheiden, weil das hier wohl wieder nicht getan wurde:

  • Einsicht in die Unterlagen
  • Herausgeben der Unterlagen

Das ist nicht das Gleiche. Die Einsicht wird gewährt, die Unterlagen dürfen hier nicht mitgenommen oder einfach auf eigene Faust kopiert werden. Hier haben Sie lediglich die Möglichkeit, gemeinsam mit Ihrem Arzt in die Unterlagen zu schauen.

Das Herausgeben der Unterlagen ist in der Regel mit Kosten verbunden. Ein einfacher Bericht bzw. eine einfache Krankenakte wird dabei pro Kopie gerechnet. Die Kopie darf bis zu einer Höhe von 0,50 € pro Seite gehen. Je nach Umfang können also auch hier durchaus 40,00 Euro zusammenkommen. Wir wissen ja nicht, wie umfangreich Ihr Bericht ist.

Prinzipiell haben Sie also die Möglichkeit, eine der beiden Varianten auszuwählen. Wenn Ihnen die Einsicht genügt, sprechen Sie mit dem Arzt. Wenn Sie eine Ausfertigung haben wollen, wäre es von Vorteil, diese anzufordern. Entweder Sie schreiben der betreffenden Abteilung bzw. dem entsprechenden Arzt oder Sie gehen vorbei.

Bei einer Kopie sollten Sie aber eine angemessene Frist setzen. Je nach Auslastung bekommen Sie die Unterlagen nicht immer sofort, nur weil Sie diese wollen. Meistens wird das zwischengeschoben. Also sollten sie durchaus auch bereit sein, ein paar Tage Zeit zu geben.

Sie sprechen von Notizen. Auf diese Notizen haben Sie kein Anrecht. Unter die Herausgabe und Einsichtnahme fallen lediglich die Befunde, Berichte und Briefe, nicht aber die "privaten Notizen" des Arztes.

Viele Grüße

Kommentar von gerdavh ,

Bei Kopierkosten von 50 Cent pro Seite (das ist fast schon Wucher) müsste der Arztbericht bei 40,-- Euro ein halber Roman sein. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. - Ja, ich habe mich falsch ausgedrückt, sie will keine Einsicht, sie will eine Kopie!! des Berichtes, was ich aufgrund der gegebenen Schilderung in ihrem Profil durchaus verstehen kann. lg Gerda

Kommentar von Nic129 ,

Ja, 0,50 € ist nicht gerade günstig. Nach einem Gerichtsurteil (ist schon eine ganze Weile her) wurde festgelegt, dass die Kopie mit max. 0,50 € / Seite abgerechnet werden darf. Dementsprechend reizen das auch viele Häuser (und Praxen) entsprechend aus.

Ich habe selbst vor einiger Zeit meine Krankenakte angefordert - wurde leider nicht in dem Haus behandelt, in dem ich auch selbst arbeite -, da kamen knapp 35 Euro zusammen.

Grüße

Kommentar von Edel55 ,

Hallo,mein Hausarzt hat mir seine Notizen zur verfügung gestellt,habe einen guten Hausarzt.lg

Kommentar von Nic129 ,

Sehr gut! Dann viel Erfolg!

Kommentar von Edel55 ,

Danke dir

Kommentar von gerdavh ,

Wenn Du sogar seine Notizen bekommst, dann dürfte das mit dem Arztbericht doch kein Problem darstellen. Dann verstehe ich aber die Frage nicht ganz. Wolltest Du jetzt wissen, ob Du das bezahlen musst? Ja, die Kopierkosten musst Du selbst tragen. Viel Erfolg, falls Du jetzt klagen möchtest. lg Gerda

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