Frage von NadineSp, 498

Benommenheit und Schwindel mit unklarer Ursache

Hallo, ich bin 22 Jahre alt und leide seit 4 Jahren an ständiger Benommenheit und Schwindelattacken. Ich war in diesen 4 Jahren bei mehreren Ärzten, doch keiner konnte mir eine Ursache dafür nennen..meistens wurde die Sache heruntergespielt oder auf den Kreislauf geschoben, da das ja bei jungen Frauen häufiger vorkommen kann. Ich habe diesen Zustand jeden Tag, jede Minute mal schwächer und mal stärker.

Zu meinen Beschwerden: Die Schwindelattacken dauern meistens zwischen 1 und 2 Minuten und sind entweder Drehschwindel- oder Schwankschwindelattacken. Viel schlimmer als diese Attacken ist jedoch die ständige Benommenheit. Ich habe manchmal das Gefühl nicht wirklich da zu sein, bin meistens müde und schlapp und es fühlt sich einfach so an als ob nichts mit meinem Körper stimmen würde. Die Gegenstände um mich herum bewegen sich und ich habe nie festen Halt. Ich versuche aufgrund der ungeklärten Ursache einfach damit zu leben aber an manchen Tagen bin ich am verzweifeln..

Ich war deswegen bereits beim HNO, Internist, Neurologe, Radiologe, Orthopäde, Lungenfacharzt, Kardiologe, Hautarzt, Psychologe, Zahnarzt, Frauenärztin und in einer Schwindelambulanz. Es wurde eine Nervenwasseruntersuchung, ein Schädel-MRT und eine Atlaskorrektur durchgeführt.

Wissenswerte Hintergründe: Seit meiner Kindheit habe ich Pollenallergie und Hausstaub/Milbenallergie. Gerade nehme ich Sprays für Asthma ein, da eine bronchiale Entzündung aufgrund der Allergie festgestellt wurde. Seit der Pubertät leide ich an Migräne. Meist beginnt diese mit Sehstörungen gefolgt von einseitigen Lähmungserscheinungen (Arm, Gesicht, Zunge/Mund) und Kopfschmerzen. In der Schwindelklinik wurde der Schwindel auch auf die Migräne geschoben, allerdings bezweifelt das mein Hausarzt da man nicht jeden Tag und ständig Migräne haben kann.

Zurzeit gehe ich in die Schule und mache mein Abitur nach. Davor habe ich eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau gemacht und habe anschließend noch 2 Jahre in dem Betrieb als Festangestellte gearbeitet. Ich gehe regelmäßig Joggen und Schwimmen und reite seit ich 12 bin. Mit 16 hatte ich mal einen Unfall, bei dem ich auf das Steißbein geprallt bin. Im Krankenhaus konnte allerdings kurz danach nichts festgestellt werden.

Medikamente: Homöopathe, vorallem bezogen auf Migräne da ich nicht ständig Tabletten schlucken will; bei starken Kopfschmerzen Schmerzmittel; Pille; bei Bedarf Allergietabletten

Obwohl ich versuche mit meinen Beschwerden täglich klar zu kommen und mich nicht einschränken zu lassen, muss ich oft mit mir selber kämpfen. Ich würde einfach gerne hinter die Ursachen kommen, damit ich wieder ein normales Leben ohne Einschränkungen führen kann..

Ich würde mich sehr über Vorschläge und Anregungen freuen! Vielleicht hat ja jemand noch eine Idee was man noch versuchen könnte oder macht sogar ähnliches durch..

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Antwort
von Alois, 332

Hallo NadineSp,

nach dieser Ärzteodyssee bleibt ja nicht mehr viel übrig, außer:

1) Konsultation eines erfahrenen Psychotherapeuten wegen einer fraglichen Angststörung

2) Ausschluss von Nahrungsmittelintoleranzen, insbesondere bezüglich Lactose und Histamin

3) Vorstellung beim Osteopathen zur Kontrolle der Wirbelsäule, speziell im Halsbereich

Liebe Grüße, Alois

Kommentar von NadineSp ,

das werd ich dann mal abklären.. vielen Dank für die schnelle Antwort!!

Kommentar von Alois ,

Bitte sehr!

Antwort
von StephanZehnt, 369

Hallo Nadine,

ich weis nicht ob Du eine Schmerztagebuch führst. Um evtl. eine Auslöser zu finden.
Nun hast Du geschrieben das Du Migräne hast - es gibt auch eine sogenannte Schwindelmigräne (Vestibuläre Migräne ).

Ich weis nicht ob man in der Richtung schon einmal versucht hat abzuklären Das mit dem Steißbein hätte höchstens Auswirkungen auf den Beinbereich udgl. . Nun bei einer Histaminunverträglichkeit können auch solche Symptome auftreten. Aber dies ist nur eine schlichte Vermutung. Das heißt abklären muss dies ein Arzt

Nun ob bei Dir eine Hyposensibilisierung etwas bringt im Herbst, ja und ob es wie auch immer eine Kreuzallergie gibt? (da Du von Pollenallergie und Hausstaub/Milbenallergie....).

http://www.nahrungsmittel-intoleranz.com/histaminintoleranz-informationen/sympto...

Dies einmal grob zu dem Thema.

VG Stephan

PS. zu dem Schmerztagebuch evtl. einmal dazu schreiben ob es irgend eine Änderung im Speiseplan gegeben hat im Gegensatz zu den Tagen wo es Dir etwas besser geht. Medikamentennebenwirkungen wird ja der Arzt schon...

Kommentar von NadineSp ,

ja, ein Schmerztagebuch führe ich, allerdings hat das keine weiteren Einsichten gebracht was die Migräne auslösen könnte.. Ich werde auf jeden Fall nochmal Rücksprache mit meinem Arzt halten, vorallem auch was die Hyposensibilisierung betrifft, vielleicht würde das ja was bewirken

Auf jeden Fall vielen Dank für deinen Kommentar! LG

Antwort
von walesca, 299

Hallo NadineSp!

Den Vorschlag von @Alois, zu einem erfahrenen Osteopathen zu gehen, kann ich nur unterstützten. Dazu ein Tipp als Kommentar. Außerdem empfehle ich Dir, mal einen Test mit Bioresonanz machen zu lassen, um die genauen Ursachen herauszufinden. Damit kann man z.B. ganz genau austesten, ob und ggf. welche Allergien oder sonstigen Unverträglichkeiten Du hast. Es ist immer wieder erstaunlich, was bei so einem Test alles herausgefunden werden kann. Ich habe damit seit Jahren nur beste Erfahrungen gemacht. Ich hatte z.B. mal unerklärliches, ständiges leichtes Fieber ohne erkennbaren Infekt. Beim Test kam heraus, dass ich mit vielen verschiedenen Erregern belastet war (bis auf jeden einzelnen Erreger ausgetestet!). Nachdem diese dann gezielt behandelt wurden, war alles wieder in Ordnung!! Dies ist zwar eine alternative Therapiemöglichkeit, die aber sehr wirksam ist!!! Dazu hier noch ein Tipp:

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/chronische-infekte-unklare-beschwerden-bio-... (bitte auch alle Ergänzungen lesen!!)

Eine erfolgreiche Spurensuche wünscht Dir walesca

Kommentar von NadineSp ,

Wow, davon hab ich noch nie was gehört! Was es nicht alles gibt.. Vielen Dank auf jeden Fall! Habe mir schon einen Therapeuten in meiner Nähe rausgesucht :))

Kommentar von walesca ,

Gern geschehen. Es freut mich, dass Du einen Test mit Bioresonanz machen lassen willst. Du wirst erstaunt sein, was man da alles austesten kann. Viel Glück!! LG

Kommentar von Borg13 ,
Wow, davon hab ich noch nie was gehört! Was es nicht alles gibt..

Wenn du davon noch nichts gehört hast, solltest du dich vor dem Besuch eines Therapeuten darüber und über die Frage der Kostenübernahme informieren.

Die AOK gibt gute Informationen:

http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/behandlung-nichtmedikamentoese-und-alter...

Antwort
von gerdavh, 335

Hallo, die Ärzte hast Du nun wirklich alle durch, ich würde an Deiner Stelle zu einer Osteopathin gehen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass ein guter Osteopath/in gerade bei Schwindelanfällen und Kopfschmerzen die/der richtige Ansprechpartner für Dein Problem sind. Kläre im vorhinein, ob Deine Krankenkasse bei osteopathischen Behandlungen zuzahlt, das machen leider nicht alle Kassen. Hierzu nochmal ein informativer Link

http://de.wikipedia.org/wiki/Osteopathie_%28Alternativmedizin%29

Ich selbst und auch mein Sohn haben nur gute Erfahrungen (ich litt auch unter Schwindel und ständigen Kopfschmerzen) bzw. Erfolge bei unserer Osteopathin gehabt. Alles Gute und gute Besserung. lg Gerda

P.S. Machst Du zu Hause die Übungen, die man üblicherweise bei Lagerungschwindel durchführt? Mir haben die ganz hervorragend geholfen. Ich stelle Dir dazu mal einen extra Link rein.

Kommentar von NadineSp ,

die Übungen werd ich mal ausprobieren, auf meinen Termin beim Osteopathen bin ich auch schon gespannt.. vielen Dank auf jeden Fall für deine Antwort! LG

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