Frage von mintze, 134

Behandlung mit Eigenurin: Kann das überhaupt Sinn machen?

Bei bestimmten Beschwerden hört man ja hin und wieder von Empfehlungen zur Behandlung mit Eigenurin. So habe ich davon zuletzt auch bei Neurodermitis gehört. Ich kann nur den Sinn dahinter nicht verstehen. Unser Körper scheidet ja nichts aus, was nicht schon in ihm drin gewesen wäre, bzw. was noch irgendwie gehaltvoll wäre. Liege ich da falsch?

Antwort
von Zweimal, 117
Unser Körper scheidet ja nichts aus, was nicht schon in ihm drin gewesen wäre, bzw. was noch irgendwie gehaltvoll wäre.

Richtig.
Und was noch wichtiger ist:

Mit dem Urin scheidet der Körper Abfallstoffe aus, die er loswerden will.

Ausgeschiedener Urin enthält auch immer Bakterien, und warum sollte man mit Gewalt dem Körper solche Schadstoffe wieder zuführen, deren er sich gerade entledigt hat?

Die AOK äußerst sich zu diesem Verfahren:

" Frei von Nebenwirkungen ist der "ganz besondere Saft" keinesfalls – selbst Anwender listen auf: Durchfall, Hautausschlag, Erbrechen, Fieber und Schwäche. Bei erhöhtem Blutzucker oder Blutdruck und bei bestimmten Nierenerkrankungen sollte die Eigenharntherapie nicht durchgeführt werden.

Außerdem warnen Hautärzte vor möglichen bakteriellen Verunreinigungen des Harns, die zu Hautausschlag und Entzündungen führen können.

Kritiker, wie der Züricher Pharmakologe Professor Wolfgang Hopff, warnen vor einer möglichen Verkeimung des Urins und wundern sich, wieso es Menschen für sinnvoll halten, Stoffwechselgifte dem Körper mit dem Urin wieder zuzuführen, die die Niere vorher ausgeschieden hat.

Außerdem ist zu bedenken, dass viele Medikamente im Urin ausgeschieden und dem Körper dann wiederum zugeführt werden.

Bisher gibt es keine wissenschaftliche Studie, die eine Wirkung des Urins bewiesen hat, egal in welcher Form er angewendet wird. Das Verfahren ist darüber hinaus mit einem** nicht unerheblichen Infektionsrisiko** behaftet.

Das Trinken von Urin oder seine äußerliche Anwendung wird zwar vielfach in Büchern und anderen Medien als Allheilmittel angepriesen, doch aus hygienischen und Sicherheits-Gründen (Infektionsgefahr, Geruch) muss davon abgeraten werden.

Die Eigenharntherapie ist keine anerkannte Methode und gehört zur vorwissenschaftlichen Kultmedizin. Damit erfüllen die verschiedenen Formen der Therapie nicht die hohen Qualitätsanforderungen, die die AOK – Ihre Gesundheitskasse an eine Behandlung stellt.

Bisher ist es den Anhängern des Verfahrens nicht gelungen, die Wirksamkeit zweifelsfrei nachzuweisen.** Es gibt auch keine wissenschaftlich haltbare Erklärung für das postulierte weite Anwendungsspektrum**.

Daher kann die AOK die Kosten für eine solche Behandlung nicht übernehmen. Hier gilt der Grundsatz, die Versichertengemeinschaft nicht mit den Ausgaben für ein Verfahren zu belasten, das keine medizinische Wirksamkeit hat und dessen Risiko nicht kalkulierbar ist."

http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/behandlung-nichtmedikamentoese-und-alter...

Kommentar von elliellen ,

Schon zu Urzeiten kannte und nutzte man die heilende Wirkung, daran kann der Artikel der AOK auch nichts ändern. Patienten, denen keine Creme bei ihrem Hautleiden half, die es dann mit der Urintherapie versuchten, stellten meistens eine Besserung fest, das kannst du in vielen Berichten im Internet selbst nachlesen.

Hier noch etwas zur Therapie:

http://www.balance-online.de/139.htm

Antwort
von elliellen, 99

Hallo!

Hier findest du sicher Informationen zu der Behandlung. Das besondere ist unter anderem der Harnstoff, den man ja auch in Cremes findet.

http://www.akne-blog.de/akne-eigenurin-therapie/

Kommentar von Zweimal ,

Der Harnstoff in Cremes unterscheidet sich aber von dem im Eigenurin:

http://www.gesundheitsfrage.net/frage/ist-urin-in-der-urea-salbe

Antwort
von Autsch, 88

Eine Therapie mit Eigenurin macht nur Sinn, wenn man sich ohne Gifte, bzw. ohne Lebensmittelzusatzstoffe, ohne Chemisch hergestellte Medikamente und auch ohne Kaffee ernährt.

Antwort
von anonymous, 87

Eigenurin ist sterill. In der Wüste ,ist der Urin zum Beispiel das Heilmittel wenn sich Kamele verletzen,dann werden die Wunden dieser Tiere mit ihrem Urin beträufelt,es heil und gibt keine Entzündungen.Ich habe in eine, Buch folgendes gelesen:das Beispiel der Baum,wenn er die Blätter abwirft sind diese Blätter gleichzeitig der Ideale Dünger für die Bäume. Da alles ein Kreislauf ist. Ich selbst habe schon Verletzungen ,die nicht heilten mit ein paar Tropfen Urin geheilt. Trinken kann ich es nicht,dass kostet mich zu viel Überwindung. Im Eigenruin ist sozusagen gefiltert was dein Körper braucht um ihn zu stäken-alle Stoffe fein abgestimmt

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