Frage von vonnebe, 168

Beginnende Knie-Arthrose, Bakerzyste, Plica aber keine Therapie gegen Schmerzen, was nun?

Hallo ihr Lieben,

ganz doof .... - nachdem ich vor 2 Monaten aus dem Schneidersitz aufgestanden bin, hatte es in meinem Knie laut geknackt und ich hatte unglaubliche Schmerzen sowie das Gefühl, dass meine Kniescheibe vielleicht nicht mehr richtig in der "Bahn" war. Danach ist meine Kniescheibe nicht mehr richtig eingerastet und nur noch bei jeder Beugung/Streckung schmerzhaft eingeschnappt - bis heute. Nachdem ich teilweise keine Treppen mehr steigen konnte, bin ich zum Orthopäden gegangen, der mir ein MRT verordnete. Heute hatte ich die Befundbesprechung:

Beurteilung:

  • Innenmeniskus intakt
  • Außenmeniskus intakt
  • Mediales/laterales Femorotibialgelenk altersgerecht
  • beginnende mediale Gonarthrose
  • Femoropatellares Gleitlager abgeflacht
  • Patella zentriert
  • leichte Patelladysplasie
  • retropatellarer Knorpel noch nicht signifikant verändert
  • Knorpel Trochlea femoris intakt
  • Mäßiggradiger retropatellarer Erguss
  • minimale Bakerzyste
  • Allenfalls rudimentäre mediale Plica

Mein "Ersatz-"Orthopäde meinte, dass der Befund gut aussieht und man nicht handeln müssen. Für eine Schmerzlinderung hatte er mir eine Bandage verschrieben, die ich bei viel Bewegung tragen solle. Ich bin mit 26 Jahren ja noch recht jung, bin gerade selbstständig und täglich viel auf den Beinen.

Ich wollte euch mal nach eurer Meinung fragen ob ihr denkt, ich sollte nochmals eine 2. Meinung einholen, oder es nun mal mit der Bandage versuchen. Hat jemand von euch schon Erfahrungen in diesem Bereich oder einen ähnlichen Befund, wenn ja, was hat euch geholfen? Schmerzlich ist es mal besser, mal wieder stärker, so dass sich meine Entscheidung, eine 2. Meinung einzuholen, immer wieder ändert.

Meine Schwägerin, Physiotherapeutin, meinte, dass ich mit der beginnenden Arthrose und meinem Beckenschiefstand schon etwas mehr dagegen machen sollte.

Ich freue mich von euch zu hören.

Liebe Grüße Vanessa

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Antwort
von StephanZehnt, 145

Hallo Vanessa,

was hat den der richtige Orthopäde dazu gesagt? Eine leichte Patelladysplasie (Fehlbildung der Patella (Kniescheibe) Was hat es mit dem Mäßiggradiger retropatellarer Erguss (Erguss hinter der Patella) auf sich. Wenn die Schwägerin allerdings Physiotherapeutin ist würde ich zu aller erst diesen Weg gehen. Denn wenn man zu einer Zweitmeinung geht und man da per Endoskop...und evtl. etwas tut muss es nicht zwangsläufig besser werden. Also zuerst einmal versuchen dies konventionell zu lösen.
Bei der leichten Fehlbildung sollte man halt ein wenig aufpassen bei Schneidersitz und Co. Was den Beckenschiefstand angeht kommt es auf die Ausprägung an.. Nicht wenige von uns haben einen Beckenschiefstand von wenigen Millimetern.

Wenn das Problem allerdings länger anhält würde ich mir schon eine Zweitmeinung holen. Im Moment sollte man etwas tun das der Mäßiggradiger retropatellarer Erguss sich verringert. Dann verschwindet auch die Bakerzyste im Normalfall!

VG Stephan

Kommentar von vonnebe ,

Hallo Stephan,

danke für deine Antwort. Naja der richtige Orthopäde hat gesagt, alles in Ordnung, keine Sorgen machen. Jetzt habe ich aber trotz allem einen Termin bei meinem eigentlichen Orthopäden gemacht, der sehr viel alternative Dinge anbietet . Jetzt den Dienstag abwarten. Genau meine Schwägerin ist mit bestem Wissen aufgestellt und gibt mir viele Tipps. Muskelaufbau etc. mache ich schon länger, auch 2 mal die Woche Wassertherapie und früher bin ich jeden Tag bis jeden 2 Tag 1 Std. gejoggt oder Radgefahren. Dies seit einem halben Jahr leider nicht mehr. Bei dem Beckenschiefstand hat bisher auch nie ein Arzt etwas gemacht (bis auf Schuheinlagen), allerdings meinte meine Schwägerin auch hier, dass ich mir etwas verschreiben lassen soll, da es doch knapp 1,5 cm Unterschied sind.

Naja auf jeden Fall habe ich noch schnell einen Termin bei meinem Ortho bekommen und lasse es lieber nochmals abklären.

VLG

Kommentar von StephanZehnt ,

Nun den Beckenschiefstand sollte man schon ausgleichen, da er Einfluss auf das ganze Skelett bis hin zu den Zähnen haben kann. Nun hast Du ein paar kleine Probleme die bei der beginnenden Gonathrose nicht gerade gut sind wie z.B. Femoropatellares Gleitlager abgeflacht Das heißt das die Führung der Patella (Kniescheibe) nicht gerade gut ist . Da spielt eines in das andere.

Da seine kleine Fehlbildung - da das Gleitlager etwas abgeflacht udgl. (was die Ursache des Knackens ist Du hast dazu geschrieben... Kniescheibe nicht .... richtig in der "Bahn" war.) Du solltest wenn Du Sport machst schon die Bandage tragen die das Knie stabilisiert. Ja und vor allem nicht aufhören da Übungen zu machen die das Knie (Muskeln) stärken.

Wenn man dann irgendwann auf die Idee da etwas per Endoskop.... ja und wir schauen da einmal rein ...dies würde ich möglichst lange vermeiden. Denn wenn man dann noch hinterher sagt ja wir haben da den Meniskus etwas begradigt udgl. es bringt real nicht viel bis gar nichts. Jetzt hat man ja die MRT -Bilder.

Femoropatellares Gleitlager abgeflacht - Die Kniescheibe ist in dem Lager des Oberschenkelknochens (Femur). dadurch das es abgeflacht ist und es eine Fehlbildung (Kniescheibe) gibt Ist das Gleiten etwas eingeschränkt Wodurch der Knorpel (Kniescheibe ganz anders belastet wird.

Also Übung Kräftigung + Bandage zum stabilisieren beim Sport

Antwort
von kreuzkampus, 102

Es ist schwer, Rat zu geben. Deine Schwägerin hat ganz sicher Recht. Eine beginnende Gonarthrose ist durch Muskelkräftigung noch in den Griff zu bekommen (Stichwort: Quadriceps...Frag' Deine Schwägerin danach). Eine zweite Meinung brauchst Du bei diesem differenzierten Ergebnis m.E. nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die beginnende A. die direkte Folge des Ereignisses vor zwei Monaten ist. Sowas dauert länger. Aber das Knacken und der Schmerz mögen ihre Ursache schon viel früher gehabt haben; und dann würde sich ein Kreis schließen. Eine mediale Arthrose hat ihre Ursache schonmal nicht in O- oder x-Beinen. Sie kann in der Tat durch ein mechanisches Ereignis, sprich, eine innere Verletzung, entstehen; sie könnte aber (auch) ernährungs- oder erblich bedingt sein. Ich bin kein Fachmann für sowas; aber ich habe mir mit ca. 60 eine Kniearthrose eingehandelt und weiß bis heute nicht, welches Ereignis vorangegangen war. Allerdings habe ich mich 5 Jahre lang, bis zum neuen Knie, sehr mit A. beschäftigt. Deshalb schreib ich Dir; aber vielleicht wissen andere noch mehr.

Kommentar von vonnebe ,

Ja, das stimmt. Genau, die kennt alle Muskeln die man in diesem Fall auftrainieren kann und vor allem auch wie ;) Ja ich glaube, dass sich das schon länger hinzieht durch eine Fehlhaltung. Da ich sehr lange und sehr oft mit einem anderen Knie Probleme hatte und leider auch eingige dumme (Fußball) Unfälle, wurde 3 mal an dem Knie herumgeschnitten und dadurch kam die Entlastung und die (für meine Schwägerin auffällige) Überbelastung des anderen Beins/Knie. Ich denke, dass es davon kommt, da ich weder X noch O Beine habe, eigentlich täglich (zwar keine Stunde mehr) Sport treibe, mich sehr gesund und bewusst ernähre und auch mein Gewicht etc. im Normalbereich liegt, von daher kann ich das denke ich ausschließen. Naja nun muss ich mal die Meinung meines Orthos abwarten. Aber danke mal für deine Nachricht.

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