Frage von nicegirl 18.06.2012

Beeinträchtigt eine Lebendspende die Lebenserwartung?

  • Hilfreichste Antwort von Gast 19.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo zusammen,

    offiziell heißt es, dass eine Organlebendspende nicht Lebenszeitverkürzend wirkt. Diese Aussage ist aber objektiv falsch, weil mit der Allgemeinbevölkerung verglichen wird. Dies beinhaltet aber auch alle kranken Menschen. Für die Spende kommen nur gesunde Menschen in Betracht.

    Vergleicht man jedoch Spedner mit gesunden Menschen, die nicht gespendet haben, es aber tun könnten, dann fällt nach einer neuen norwegischen Studie auf, dass die Sterblichkeitsrate der Spender ab dem 60 Lebensjahr deutlich zunimmt, egal wann sie vorher gespendet haben.

    Quelle: Mjøen et al, Nephrol Dial Transplant (2012) 27: 443-447, doi: 10.1093/ndt/gfr303, Norway, Oslo.

    Mehr Infos zu den Risiken der Nierenlebendspende und dem ärtzlichen Umgang damit findet Ihr unter www.nierenlebendspende.com

    Gruß

    Illdonor

  • Antwort von polar66 18.06.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo nicegirl,

    als Organe für eine Lebendspende kommen Niere oder Teile der Leber in Frage. Ganz selten werden auch Teile der Lunge, des Dünndarms oder Teile der Bauchspeicheldrüse transplantiert.

    Beeinträchtigt wird die Lebenserwartung dadurch i.d.R. nicht. Jedoch sterben bei einer Lebendspende 0,02% der Spender z.B. an einer Infektion. Eine OP birgt immer Risiken. Das sollte man immer bedenken.

    Quelle: Dr. Susanne Rödel und Deutsche Stiftung Organtransplantation

  • Antwort von schanny 18.06.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Risiken einer Lebendspende muss der Spender selbst tragen. Ich hatte mich mal informiert, wie es mit einer Spende des unteren Leberlappens (er ist doppelt vorhanden) bei mir aussähe. Man könnte diesen bei schwerkranken Babys implantieren, die durch die Neugeborengelbsucht so schwere Schäden davon getragen haben, das sie ohne ein Spenderorgan nicht überleben würden. Mein Hausarzt sagte mir, dass man auch die Kosten einer solchen Op selbst zu tragen hätte. Ich hätte zwar gerne gespendet, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht leisten, das auch noch zu bezahlen. Vielleicht wäre das ja mal eine Option für Promis einen gemeinnützigen Verein zu gründen und die Schirmherrschaft zu übernehmen und Spenden zu sammeln, sodass Lebendspenden möglich wären. Es gäbe vielleicht nicht so lange Wartelisten und viele Menschen die ein Organ dringend bräuchten,könnten überleben.

  • Antwort von schokohexe 19.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wie schon gesagt kann man eine Niere oder einen Leberlappen spenden. Es gibt wie bei jeder anderen OP ein Oprisiko.

    Wenn alles gut verläuft in deinem weiteren Leben verkürzt sich durch die Spende nichts. ABER man sollte wirklich gut überlegen ob man einem Angehörigen oder Freund dieses Geschenk macht. Grade bei der Niere ist das wirklich gut und ohne Emotionen zu überlegen!!!! Was ist wenn man einen Unfall hat, oder sonst wie die eigene noch verbliebene Niere geschädigt wird. Dann ist man genau in der Situation wie der Mensch dem man geholfen hat. Oder ein anderes Szenario, man hat Kinder und dieses braucht eine Nierenspende, aber man kann seinem Kind nicht helfen weil man jemand anderen schon dieses Geschenk gemacht hat.

    Lebendspende ist ein gute und wichtige Sache, aber Bitte immer sehr genau überlegen wem man dieses Geschenk zu teil kommen läßt!!!!

  • Antwort von Sacramentos 19.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Angeblich soll die Lebenserwartung des Spenders nicht beeinträchtigt werden, aber ich selbst hätte Bedenken. Risiken entstehen bei jeder Operation, bei Jeder Narkose und bei jedem Eingriff. Und das alles so problemlos abläuft, wie man uns glauben machen will, das glaube ich eben nicht.

  • Antwort von vendel 18.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Bei Lebendspenden kommen nur die Transplantation einer Niere und die Transplantation von Teilen der Leber in Frage. Nach meinem Kenntnisstand wirkt sich beides für den Spender nicht lebensverkürzend aus.

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