Frage von Cooler2525, 4.372

Babyakne oder Neurodermitis?

Meine kleine Nichte ist jetzt 2 Monate alt. Sie hatte bis vor kurzem viele Pickel im Gesicht, es hiess, das sei Babyakne. Jetzt ist die Haut im Gesicht sehr trocken und sehr sehr rau. Es scheint zu jucken, denn sie versucht sich zu kratzen und schreit dann auch. Das hört sich doch eher nach Neurodermitis an, oder nicht?

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von StephanZehnt, 4.138

Hallo Cooler,

wenn man anderen Frauen glauben kann juckt Babyakne nicht aber Neurodermitis schon sehr stark. Ich habe nun ein paar Bilder angefügt mit den entsprechenden Hauterkrankungen.

Wenn die Nichte Neurodermitis hat sollte Allergene wie Pollen oder Hausstaubmilben, Zigarettenrauch oder Nahrungsmittel, auf die das Kind nachweislich allergisch reagiert möglichst meiden.

Bei der Hautpflege möglichst nichts mit Duftstoffen - ätherischen Ölen oder PEGs meiden. Auch auf Seife jeglicher Art verzichten lieber Waschgel bzw. Waschbalsam nehmen. zumindest ph-neutral mitunter reicht schon klares Wasser. Trotz Hautproblemen sollte man nicht zu selten waschen um Salbenrückstände usw.) zu entfernen

Das Badewasser / Waschwasser nicht zu warm ist. Wenn man das Kleinkind eincremt ist es nicht schlecht wenn die Salbe / Creme vorher etwas gekühlt worden ist Man sollte dann Salben lieber mehrmals am Tag auftragen (bis zu 6 x) als zu dick zu cremen!

Damit sich Kleinkinder nicht zu stark kratzen sollte man Handschuhe über Nacht anziehen bei größeren Kindern die Nägel entsprechend schneiden. Was der Arzt verschreibt? Ich finde Cortison bei Kleinkindern auch nicht gut! Man sollte allerdings schon einmal genauer hinschauen bzw. hinschauen lassen weil es beim kratzen auch Infektionen kommen kann. Keine Wundersalben aus Asien verwenden die oft Cortison beinhalten!

Bei der Kleidung eher auf Baumwolle, Seide oder Leinen zurückgreifen! Beim waschen der Kleidung möglichst wenig Seifenpulver verwenden. Auch Weichspüler sollte man nicht unbedingt verwenden ..! Nun wenn sich bei Kleinkindern sich schon in den ersten Monaten Neurodermitis herausstellt mit Brei eher erst mit sechs Monaten anfangen und lieber etwas länger stillen!

Die Kinder nicht in Watte packen aber möglichst wenig Streß! Ob man bei einem Baby schon Badesalz verwenden kann oder was man sonst tun kann muß ein Arzt abklären. Nun UV - Bestrahlung sollte man bei einem Kleinkind noch nicht anwenden! usw. usw.

VG Stephan

http://www.eltern.de/gesundheit-und-ernaehrung/medizin/neurodermitis.html

Antwort
von gerdavh, 2.142

Hallo Cooler, diese Frage würde ich auf alle Fälle mit "Ja" beantworten. Wenn das Baby gestillt wird, muss die Mutter auf alle Fälle glutenfrei leben. Bei Babynahrung unbedingt den Kinderarzt befragen - es gibt mit Sicherheit glutenfreie Fertigmilch. Bei meinem Sohn war das in dem Alter auch so, dass er nur kleine Pickelchen hatte und der Kinderarzt sagte mir damals, das sei ganz harmlos. Erst drei Jahre später hat mir mein Hausarzt gesagt, dass unser Sohn Neurodermitis hat und somit glutenfrei leben sollte. Wenn ich daran denke, wass der kleine Kerl manchmal geweint hat (Bauchschmerzen, Windeldermatitis) und keiner hatte das erkannt, bekomme ich jetzt noch Wut. Bei meinem Sohn würde übrigens niemand auf den Gedanken kommen, dass er Neurodermitis hat. Nach der konsequenten Nahrungsumstellung war außer trockener Haut nichts mehr zu sehen und ich hatte wieder ein völlig fröhliches Kleinkind. Ich wünsche Euch alles Liebe. Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Hallo, ich habe noch eine kleine Anmerkung zu machen. Es gibt durchaus so verrückte Kinderärzte, die in diesen Fällen Cortisonsalbe verordnen. Nicht benutzen!!! Das schädigt die zarte Babyhaut nur noch mehr. Es gibt in der Apotheke gute, parfümfreie Hautpflege, damit die so trockene, und damit juckende Haut erstmal etwas beruhigt wird. Mein Sohn verwendet immer Repair Lotion 10 % Urea von der Fa. Eucerin (speziell für sehr trockene bis schuppige Haut) - aber bitte erst den Arzt fragen. Ich weiss nicht, ob das auch für Säuglinge geeignet ist. Ich bin mit meinem Kleinkind damals noch zusätzlich zu einer erfahrenen klassischen Homöopathin gegangen. Das hat uns auch sehr geholfen. Gerda

Kommentar von StephanZehnt ,

Nichts für ungut ...wenn man Creme für Babys oder Kleinkinder kauft dann BITTE auch einmal auf die Liste der Inhaltsstoffe schauen.

Aqua, Urea, Sodium Lactate, Paraffinum Liquidum (gereinigtes Erdöl), Octyldodecanol, Caprylic/Capric Triglyceride, Isopropyl Palmitate, Glycerin, PEG-7 Hydrogenated Castor Oil, Benzyl Alcohol, Methoxy PEG-22/Dodecyl Glycol Copolymer, PEG-45/Dodecyl Glycol Copolymer, Dimethicone, Magnesium Sulfate, Lactic Acid, Ozokerite, PEG-2 Hydrogenated Castor Oil, Sorbitan Isostearate, Hydrogenated Castor Oil.

In Kosmetika wirkt PEG penetrationsfördernd, das heißt die Haut wird durchlässiger für Wirkstoffe, aber ebenso für mögliche Giftstoffe, die somit leichter in den Körper eindringen können. Deshalb wird die Verwendung in Kosmetika noch immer kontrovers diskutiert. So weist z. B. auch Öko-Test in ihrem Artikel über Flüssigseifen darauf hin.(Wikipedia)

http://www.organics4you.ch/Seiten/deutsch/rette.deine.haut.html

In der Creme (Repair Lotion 10 % Urea) ist sehr viel Harnstoff was die Haut feucht hält aber der Rest ist eher bescheiden....

Antwort
von Annabelle27, 1.870

Hallo, meine kleine hatte auch Neugeborenenakne, die allerdings relativ schnell wieder verschwunden ist. https://babyzauber.com/babyzeit/gesundheit/erste-tage-nach-der-geburt/hautprobleme-baby/trockene-haut-s-ugling#4255 Hier kannst du den Unterschied zwischen Neurodamitis und trockener Haut nachlesen. Vielleicht hat die kleine auch nur trockene Haut, das reicht aber manchmal schon und ist auch sehr unangenehm. Hier stehen auch ein paar Pflegetipps.

Antwort
von Hooks, 1.485

Diese Pickel können von der Hitze kommen. Ist sie zu warm eingepackt? Das ist der Fehler der meisten Eltern, daß sie ihr Kind zu warm einpacken! Wenn es sich am Nacken feucht anfühlt, muß unbedingt was ausgezogen werden! Kalte Hände sind absolut normal bei Kleinstkindern!

Stillt die Mutter? Oder bekommt das Kind eine Tiermilch? Beim Stillen könnte die Mutter darauf achten, die Milchprodukte wegzulassen und sich mit genügend B-Vitaminen zu versorgen, am besten durch komplex-Kapseln mit 8 oder 9 B-Vitaminen.

Ich empfehle das Buch "Biologischer Ratgeber für Mutter und Kind" aus dem emu-Verlag. Das ist sehr gut! Es hat mir bei meinen Neurodermitis-Kindern sehr geholfen.

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