Frage von UlliSchroth, 12

Autismus soll eine psychische Krankheit sein?

Und dennoch vererbbar, wie passt das zusammen?

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von Ostsee31, 9

Die autistische Störung (syn. frühkindlicher Autismus) ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die in den ersten 3. Lebensjahren beginnt. In den folgenden drei Bereichen werden die Symptome deutlich: im sozialen Umgang mit Mitmenschen, in der Kommunikation und in sich stets wiederholenden Handlungen. Das Asperger-Syndrom unterscheidet sich vom frühkindlichen Autismus in erster Linie dadurch, dass oft keine Verzögerung bzw. kein Entwicklungsrückstand in der Sprache oder der kognitiven Entwicklung vorhanden ist. Es gibt Familien in deren Stammbäumen die Häufigkeit von Autismus sehr oft vorkommt. So ist das Auftreten von Autismus bei Kindern in diesen Familien häufiger. Es bleibt daher nichts anderes übrig als auf das Erbgut der Eltern oder sogar Großeltern zu schließen.

Abgesehen vom Autismus sind psychische Erkrankungen natürlich auch genetisch bedingt. Gerade wenn in einer Familie bereits gehäuft psychische Erkrankungen auftreten wird eine gewisse Disposition bereits mitgegeben also was dann noch dazu kommt an zb. Umwelteinflüssen, Eltern-Kind-Beziehung, Sozialisierung... etc. kann sich auch entweder positiv oder negativ manifestieren und ist ausschlaggebend dafür ob man im Kindesalter oder später eine psychische Erkrankung entwickelt oder nicht.

Kommentar von Hooks ,

Es kann auch ganz simpel am selben Lebensumfeld / Ernährung usw. liegen.

Kommentar von Ostsee31 ,

"können" tut vieles... voran es im Endeffekt liegt können wir in dem Rahmen wohl nicht eruieren. Wobei Autismus mit einer Fehlernährung zu erklären kommt mir etwas an den Haaren herbeigezogen vor.

Antwort
von Hooks, 6

Vererbbar nicht, aber in einer Familie "vererbt" sich die Darmflora, weil man im selben Umfeld lebt.

http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/jonathan-benson...

Man weiß aber auch, daß beim kranken Darm vor allem die B-Vitamine nicht richtig aufgenommen werden, und was das dann für Mangel verursacht, kannst Du im Vitalstofflexikon .de nachlesen.

Antwort
von Irene1955, 8

Das ist kein Widerspruch. Wie bei körperliche Erkrankungen, so kann auch die Disposition zu einer psychischen Erkrankung vererbt werden. Zumal oft auch physiologische Besonderheiten als Mitverursacher für verschiedenste psychische Erkrankungen in Betracht kommen (z.B. Störungen im Hormonsystem, Veränderungen an Gehirndrüsen, etc.). Viele psychische Erkrankungen sind auch noch nicht ausreichend erforscht, um die genauen Ursachen zu kennen.

Antwort
von anonymous, 4

Und genau da ist der Knackpunkt:
Autismus ist per Definition eben keine Krankheit.
Autismus ist eine Tiefgreifende Entwicklungsstörung, angeboren.
Mitunter als (Schwer-)Behinderung einzustufen.

Ja, Autismus steht in der ICD, der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme. Da stehen also nicht nur Krankheiten drin. Zum Beispiel findet sich darin auch die vollkommen komplikationsfreie Geburt eines Säuglings mit einer Schlüsselnummer, oder Verletzungen, Störungen, Behinderungen ...

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