Frage von DLindberg, 216

Augenringe und starke Müdigkeit - bitte um Hilfe!!!

Liebe Leute da draußen,

ich (25, sehr sportlich) leide seit einigen Wochen unter extremen Augenringen. Bei mir machen sich diese insbesondere durch durch ihre Tiefe bemerkbar. Verfärbungen hingegen kann ich nicht feststellen... Wenn ich morgens -direkt nach dem Aufstehen- in den Spiegel schaue, bekomme ich jedes Mal einen Schrecken. Ich habe in der Vergangenheit noch nie (!) unter Augenringen gelitten und wenn, dann waren sie bislang nur von kurzer Dauer, weil ich vielleicht mal zu lange wach war. Das ist ja ganz normal, denke ich. Meine Blutwerte (spez. Eisen etc.) sind auch alle in Ordnung. Hinzu kommt eine ständige Müdigkeit. Ich werde nach 7-8 Std. wach und bin immer noch super müde - besonders um die Augenpartie. Ab dem späteren Nachmittag könnte ich sofort schlafen, halte mich aber stets wach, um die Nacht durchschlafen zu können. Meine Ernährung würde ich selbst als sehr mangelhaft bezeichnen.

Ehrlicherweise muss ich aber auch gestehen, dass ich im April einen "Burn-Out" (Depressionen) erlitt und seitdem -mit Unterbrechung von ca. 2 Monaten- Psychopharmaka (Antidepressiva) einnehme. Seit einer Woche werde ich wieder mit Antidepressiva (Citalopram 20 mg) behandelt und befinde mich demzufolge noch in der Einstellungsphase.

Da die Augenringe schon vor der Behandlung mit den neuen Tabletten da waren, kann da normalerweise also nicht wirklich ein Zusammenhang bestehen.

Habt ihr eine Idee, wie ich dem ganzen Abhilfe schaffen kann und woran es liegt?

Über eure Antworten freue ich mich sehr.

Lieben Gruß Dennis

Jetzt ärztlichen Rat holen
Anzeige

Schneller und persönlicher Rat zu Ihrer medizinischen Frage. Kompetent und vertraulich!

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von escape777, 170

Hallo Dennis

Also gleich mal vorweg... Burnout kommt nicht nur vom Stress.

Du schreibst, dass deine Ernährung doch sehr mangelhaft ist, da würde ich mal anknüpfen. Ich vermute mal, dass deine Ernährung bevor du in die Situation Burnout kamst, über viele Jahre hinweg auch nicht besser war.

So und jetzt überleg mal, was du im Grunde mit deinem Körper angestellt hast.. Du hast Raubbau im größten Maße betrieben, der ganze Stress und die Sorgen schütten z.B. Hormone aus, dass du ständig auf Hochturen laufen kannst. Jedoch keine Zeit um sich mal was gutes zu tun oder aufzutanken. Immer vollgas, vollgas...

Dieser anhaltende Hochturenzustand, verbraucht all deine Kraftdepots.. Mängel treten auf. Hier und da ist ein Depot aufgebraucht, aber noch kannste rennen. Doch nach und nach fällt ein Triebwerk nach dem anderen aus... Triebwerke sorgen dafür, dass unser Stoffwechsel im ganzen Körper funktioniert... auch im Gehirn!

Und hier ensteht dann die Erschöpfungsdepression.. nicht etwa nur weil man traurig ist und nimmer kann, keiner einem versteht, sondern auch weil die Synapsen nicht mehr richtig funktionieren können. Um sich wohlfülen zu können brauchen wir bestimmte Eiweise, die dann aber auch gut verwertet werden sein müssen/sollen. Was oft aber gar nicht mehr möglich ist... weil einfach nichts mehr richtig funktioniert...

Und nicht nur das.. Das Immunsystem wird schwach, hat keine Kraft mehr und und und...

So und nu bekommste Antidepressiva... pure Chemie.. was glaubst du denn wie dein Körper noch die Kraft haben soll diese Gifte auszugleichen... Das Ende vom Lied ist, du wirst immer schwächer und schwächer.. Dein psychischer Zustand, wird trotz AD immer schlimmer, denn nicht mehr können und ständig müde sein, macht die Depression noch viel größer...

Ich schreibe dir das, weil ich in der gleichen Situation bin und die letzten Wochen und Monate aus Lösungssuche war und immernoch bin.

Fakt ist, ich habe erkannt, dass ich viel mehr tun muss als nur die Arbeit runterschrauben und Antidepressiva werde ich definitiv meinem Körper nicht auch noch antun. Es gibt tatsächlich andere Wege. Und der erste Schritt heißt "Schlau machen" der zweite "Umdenken" und der dritte " Gute Ärzte finden", die dich unterstützen und dich nicht mit dem Zeug lahm legen.

Ich empfehle dir zu einem Arzt zu gehen, der eine Mikronährstoffanalyse mit dir durchführt und nicht das alt bekannte Blutbild, das ist nämlich ein Witz und sagt im Grunde fast gar nichts aus.. grob meinetwegen. Allerdings muss man diese Analyse selbst berappen, das zahlt die Krankenkasse nicht. Und aufgrund dieser Analyse muss dein Arzt dich behandeln.

Ein Beispiel meiner Arbeitskollegin, sie war wie du auch, immer platt, ausgelaugt und müde... Ihr Arzt hat nach der Analyse festgestellt, dass sie einen Vitamin D Wert gegen Null hatte. Also Extremstmangel.. Nach gezielter Behandlung mit Vitamin D, sagte sie zu mir sie fühlt sich wie ein neuer Mensch. Sie konnte wieder Bäume ausreißen...

Und sie litt nicht an einem Burnout! Dh. man will eigentlich gar nicht wissen, was einem bei einem Burnout alles fehlt...

Übrigens zum schlau machen gibt's ganz viele gute Bücher. Wenn du magst, kann ich dir ein paar nennen... Die sind allerings etwas anders, als die klassischen Burnout Bücher

LG

Kommentar von Talaminga ,

@escape77 Echt spitze, bravo!:-) Die ganze Palette der Wahrheit über Gesundheit, Stress und das gute System in diesem Land. Die letzte Antwort für jeden der gesund werden und bleiben will ist Selbsthilfe. Wenn vor der Haustüre keine sind mit denen man sich in einer SHG helfen kann, dann eben im Internet und per email. Wir müssen für uns selbst die besten Mediziner sein, denn wir wissen was war und wie es uns geht. Alleine und Stress ist immer schlecht. Dann lieber aussteigen und nur noch an sich selber denken und die heilige Naturtherapie suchen.

Kommentar von linddebergh ,

Vielen Dank für deine Antwort, escape77! :)

Ja, sicherlich kommen da viele Faktoren zusammen. Die tatsächliche Ursache hierfür zu finden, ist wirklich alles andere als leicht. Ich habe festgestellt , dass zu viel Schlaf auch zu Augenringen führen kann. Antidepressiva sind für den Anfang recht hilfreich und bewirken zumindest eine gewisse Zeit einen positiven Effekt, der dann aber spürbar abnimmt. Zwar gelange ich heute nicht mehr an diesen Tiefpunkt, dennoch beeinflussen diese Medikamente ganz klar sowohl die Stimmung als auch den körperlichen Zustand (nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut). Zu keiner Zeit habe ich heute das Gefühl wieder bei 100 Prozent angekommen sein. Ambivalent trifft es wohl am ehesten - einfach komisch.

Wann ist der Spuk endlich vorbei? Ich bin jung und habe Ziele im Leben, die ich so nur schwer erreichen kann. Ab Dezember mache ich meinen Wirtschaftsfachwirt und schon jetzt habe ich große Angst davor, zu versagen. Schließlich ist das nicht nur ein enormer Zeitaufwand, sondern auch eine große finanzielle Investition (ca. 10.000,- EUR).

Aber ständiges Negativdenken bringt einen nicht wirklich weiter, also bleib' ich optimistisch und versuche das Bestmögliche aus diesem Umstand zu machen!

Drück' mir die Daumen. ;-)

Antwort
von Talaminga, 158

Du bist erschöpft. Du brauchst Ruhe und Erholung, eine gesunde Lebensweise aus deinem eigenen Kopf. Die nötige Inspiration von Leidensgenossen, die ausgestiegen sind. Du fühlst wo es kritisch ist, kein Mediziner kann für dich fühlen. Die haben nichtmal Zeit dazu.

Kommentar von nccskmfz ,
Antwort
von strubbelmo, 132

Ist vielleicht Veranlagung,versuchs mal mit einem speziellen Koffeinroller,könnte helfen

Antwort
von deri2101, 114

hi du musst mehr Wasser trinken

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community