Frage von Avoki, 728

Augenringe und Jodmangel. Erfahrungen?

Hallo an alle liebe Leute, die sich die Zeit nehmen, mein Anliegen durchzulesen. Und zwar bin ich weiblich, 22, ca. 1, 60 groß und wiege 50 KG. Ich habe ein ernstes Problem, was mich psychisch so belastet, dass ich meine Hoffnungen auf noch so kleine Diagnosen setze. Dunkle Augenringe (und zwar nicht wegen zu wenig Schlaf) Und zwar war ich im Baby und Kleinkindalter ein sehr lebhaftes Kind ohne Augenringe. Ab dem 7 Lebensjahr wurden sie immer dunkler und dunkler, dass die Leute mich auf der Straße ansprechen, ob ich Drogen nehme. Es wurde Neurodermitis diagnostiziert, der sich durch Ausschlag an den Armen und Beinen nach dem Verzehr von Schokolade verdeutlichte. Danach wurde ich, bis ich 15 wurde, mit Anweisungen von Dermatologen, mit allen möglichen Mitteln eingeschmiert, darunter auch Kortison. Mit zunehmenden Alter hat die ganze Therapie zumindest dazu geführt, dass ich nun eine weichere Haut habe und ich ganz normal Schokolade essen kann. Der Ausschlag ist nun kaum vorhanden. Auch war ich sehr oft in Krankenhäusern, da ich nebenbei wegen der trockenen Haut mit Abszessen zu kämpfen hatte. Vor gut einem Jahr war dann der letzte Eingriff, da ich danach zum Immunologen geschickt wurde. Es bestand ein selektiver IgA Mangel und Mangel im Komplementensystem (MBL-Mangel), darunter auch ein Vitamin D Mangel, wo man mir gleich Vitamin D Pillen verschrieb und ich ein Jahr genommen habe. Da meine Augenringe noch immer so stark waren (und in der Familie niemand mit so starken Augenringen zu kämpfen hatte, wie ich) Habe ich mir gleich die Schilddrüse untersuchen lassen. Meinen Vitamin D Mangel habe ich ausgeglichen, die Schilddrüse war auch in Ordnung, allerdings bestand jetzt ein Jodmangel, was sich ja auch unter anderem dadurch ankündigt, wenn Augenringe entstehen. Ich möchte wissen, ob vielleicht der Jodmangel tatsächlich an meinen Augenringen schuld ist und ob es Menschen unter euch gibt, die danach besser um die Augen aussahen, nachdem sie den Jodmangel beseitigt haben. Ich nehme seit ungefähr einer Woche jeden Tag 100 mikrogramm Jod zu mir und kann mir darunter sehr wenig vorstellen, da ich schon immer viel Fisch aß und das Essen mit Jod angereichert habe. Meine Hoffnungen, ein besseres, gesundes Aussehen zu haben, schwinden dahin - ich habe sogar eine Trinkkur gemacht, versuche so oft raus zu gehen wie Möglich, aber es wird einfach nicht besser. Und durch viel Schminken scheinen die Augenringe leider auch durch. Ich hoffe, ich finde viele glückliche Menschen, die gute Erfahrungen mit Jodtabletten gemacht haben.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Catlyn, 728

Hallo,

wie waren denn Deine Schilddrüsenwerte? Ich frage, weil in meinem Falle trotz grenzwertiger Werte immer behauptet wurde, dass alles in Ordnung sei. Ich vermute, dass bei Dir huer auch etwas im Argen liegen könnte. Der Vitamin-D-Mangel und der angebliche Jodmangel würden auch dazu passen. Wie wurde der Jodmangel festgestellt?

Dunkle Augenringe sind ein ganz typisches Zeichen bei einer Nebennierenschwäche. Wurdest Du darauf schon untersucht? Eine Nebennierenschwäche kommt sehr häufig bei Schilddrüsenpatienten vor. Die Nebennierebschwäche sollte anhand einer 24-Stunden-Urinprobe sowie einer Blutuntersuchung festgestellt werden. Bereits niedrige Werte innerhalb der Norm sind problematisch.

Ich empfehle Dir, Dir eine Zweitmeinung bei einem GUTEN Endokrinologen einzuholen.

Liebe Grüße

Catlyn

Kommentar von Avoki ,

Danke auch dir für die Antwort. Meine Schilddrüsenhormonwerte lauten wie folgt: FT3: 3,1 pg/ml - Norm liegt bei 2,0-4,0 pg/ml FT4: 0,9 ng/100ml Norm liegt bei 0,8 - 1,7 ng / 100ml) und TSH - basal 2,9 mIU/l Norm liegt bei 0,3 - 3,0 Laut diesen Werten ist alles in Ordnung. Dennoch schreiben sie, dass der niedrige FT4 Wert auf eine Jodavidität hinweist und dass ich nun 100 ug Jodid täglich nehmen sollte. Auch liegt keine Erhöhung der Schilddrüsen-antikörper vor. Man hat mir einmal Blut abgenommen und einmal mit Ultraschall die Schilddrüse untersucht, wo sie auch sagten, dass sie dort nichts feststellen konnten bzw meine Schilddrüse nicht entzündet war, was die häufigste Ursache für Schilddrüsen-Unterfunktion sei. Bei einer Ärztin hat man mich höchstens mal abgetastet und Urinproben gab ich hier und da mal ab, aber darauf ging man eher weniger ein. Brauch ich für den Endokrinologen auch eine Überweisung vom Hausarzt, oder kann ich auch so dahin gehen?

Kommentar von Catlyn ,

Hallo,

ein TSH-Wert von 2,9 ist definitiv NICHT in Ordnung und zeigt eine Unterfunktion an. Die aktuelle, laborunabhängige Obergrenze für das TSH liegt bei 2,5. Gute Ärzte behandeln bei Symptomen bereits bei einem TSH-Wert von 2,0.

Ich empfehle Dir dringend, die Ärzte zu wechseln, denn diese sind in Deinem Fall inkompetent. Leider müssen Schilddrüsenpatienten wegen solcher Ärzte sehr kämpfen. Du solltest Dir unbedingt eine zweite, wenn nötig auch noch eine dritte Meinung einholen.

Was die Antikörper betrifft: Bei einer Schilddrüsenentzündung, auch Hashimoto-Thyreoiditis oder Autoimmunthyreoiditis genannt, müssen die Antikörper nicht zwingend erhöht sein (seronegativ) . Wurden denn bei Dir alle 3 Antikörperwerte bestimmt? Wie groß ist Deine Schikddrüse?

Dein sehr niedriger fT4-Wert zusammen mit dem über 2,5 liegenden TSH-Wert und Deine Symptome zeigen deutlich die Unterfunktion an. Dies ist aber überhaupt kein Nachweis für einen Jodmangel! Dieser kann nur mit einem 24-Stunden-Urintest und einer Blutanalyse evtl. festgestellt werden. Bevor jedoch eine Hashimoto-Thyreoiditis nicht sicher ausgeschlossen ist, kann die Gabe von Jod extrem kontraproduktiv sein. Deshakb: Anderer Arzt, der die Unterfunktion mit Schikddrüsenhormon ohne Jod behandekt.

Ich empfehle Dir auch das Forum ht-mb.de/forum, Rubrik Hashimoto.

Kopf hoch, Dir kann mit der richtigen Therapie geholfen werden.

Alles Gute und viele Grüße

Catlyn

Zu einem Endokrinologen

Kommentar von Avoki ,

Dann macht dies zumindest Sinn mit meinen Testergebnis davor, da hat man nämlich erhöhte Werte bezüglich TSH-Basal festgestellt, weswegen es mich auch wunderte. Meine Schilddrüsen Anti-Körperwerte: aTPO 18 IU/ml (Norm: <16 IU/ml)

  • TRAK < 1 IU/l (Norm: <1 IU/L)

Im Übrigen kann ich sogar meine Vitamin D3 Werte angeben, die war ja laut den Ärzten auch in Ordnung ... 250H Vit. D3 27,4 ng/ml (Norm: 20-70 ng/ml)

Die Abmessungen meiner Schilddrüse war so: - Länge re: 44 mm, li: 46 mm, Dicke re: 14 mm und li: 12 mm Das Schilddrüsenvolumen hat sich auf 6,5 ml errechnet.

Dann werde ich mir mal eine Zweitmeinung holen, wenn ich hier überhaupt einen guten Arzt finde ... Der andere Arzt hätte mich nämlich wieder in 2-3 Monaten bestellt, um die Hormonwerte zu überprüfen ... Wer weiß, was da alles passiert.

Kommentar von Catlyn ,

Der TPO-Wert liegt, wenn auch nur knapp, über der Norm, so dass sehr wohl Antikörper vorhanden sind. Darüber hinaus ist die Schilddrüse mit einem Gesamtvolumen von 6,5 ml viel zu klein. Und schließlich schreibst Du, dass bei einer früheren Untersuchung der TSH-Wert erhöht war, also eine Überfunktion zu erkennen war.

Alles zusammen lässt DEUTLICH eine Hashimoto-Thyreoiditis erkennen. Erklärung: Eine Hashimoto-Thyreoiditis fängt mit einer Überfunktion der SD an, die dann durch den Zerstörungsprozess (sie wird dadurch kleiner) in eine Unterfunktion übergeht. Alles ist bei Dir gegeben! Diese Erkrankung bringt leider auch viele Mineralstoff- und Vitaminmängel mit sich. Du solltest auch einmal nach Deinem Selenspiegel schauen lassen.

Bei mir haben die Ärzte weit über 10 Jahre dies auch nicht sehen wollen, so dass ich erst durch fehlende Therapie, später durch falsche Medikamente (jodhaltig und somit extrem kontrapriduktiv) mit irreparablen Folgeschäden umzugehen habe. Inzwischen habe ich jedoch 2 gute Ärzte finden können.

Wie schon geschrieben: Hole Dir mehrere Meinungen ein. Leider gibt es nicht viele gute SD-Ärzte.

Liebe Grüße

Catlyn

Kommentar von Avoki ,

Ich hab im Moment nur einen guten Endokrinologen gefunden, aber der Termin ist leider erst am 15.01 ... Solange ... Ohje. Ich werde mich nächsten Monat bei meinem FA Erkundigen, wegen Eisenmangel, da mein Ferritinwert leider auch ziemlich grenz wertig ist und der auch wieder rum als normal abgestempelt wurde = 17

Antwort
von Irene1955, 629

Liebe Avoki,

Augenringe sind ein Zeichen von Jodmangel, das habe ich auch schon gehört. Also würde ich an deiner Stelle jetzt erst einmal abwarten - eine Woche ist ja noch nicht lang, es wird bestimmt länger dauern, bis die Augenringe verschwinden.

Aber falls nicht: Ein Mangel an Zink, Eisen oder Vitamin C kann ebenfalls zu Augenringen führen. Ist das denn mal untersucht worden? Auch erscheinst du mir ein wenig zu dünn (50 Kg bei 1,60 empfinde ich als wenig - muss aber nicht stimmen :-)). Bei zu wenig Unterhautfettgewebe (das unter den Augen sowieso schon sehr dünn ist) können die Gefäße unter den Augen auch noch deutlicher durchscheinen - also kann extreme Magerkeit ebenfalls ein Grund für Augenringe sein. Und ein wenig mehr an die Sonne solltest du auch gehen (der Mangel an Vitamin D weist darauf hin, dass du das nicht tust :-)).

Ich drücke dir auf alle Fälle die Daumen, dass die Tabletten helfen.

Kommentar von Avoki ,

Hallo und danke für die Antwort. Im Moment habe ich mir nur beim Immunologen und beim Internist / Nukleararzt Blut abnehmen lassen. Außer Jodmangel habe ich im Moment nichts und ich bin mir nicht sicher, wo ich mich auf Zink, Eisen oder Vitamin C Mangel untersuchen kann, da ich mir keinen Reim drauf machen kann, da ich bei verschiedenen Ärzten verschiedene Ergebnisse bekomme, obwohl sie mir doch das gleiche Blut abnehmen ... Laut BMI ist 50 KG bei 1,60 Normalgewicht, aber die Werte liegen auch stark an der Grenze. Ein Vitamin D Mangel ist laut den neusten Werten ja nicht mehr vorhanden, ich habe schon mal mehr Farbe im Gesicht. Mein Frauenarzt hat mir erklärt, dass die Sonne für eine ausreichende Vitamin D Zufuhr nicht gereicht hätte, weswegen ich zusätzlich Vitamin D Tabletten bekommen habe. Ich nehme auch kaum zu, egal wie viel und was ich esse, die 50 KG haben sich nur so ergeben, weil ich die Anti-Babypille nehme. Den Jodmangel bei mir finde ich nun mehr als Fragwürdig, da die Meinungen über Jod in Deutschland umstritten sind und meine Schilddrüsen-werte auch nur minimal die Grenze überschreiten. Fühle mich von den Ärzten in dieser Hinsicht etwas alleine gelassen.

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