Frage von dakiha, 105

Aufteilung der Pflege bei Berufstätigkeit erlaubt?

Ich pflege bislang meine behinderte Mutter, welche sich in der Pflegestufe 1 befindet, und war dabei während der Zeit arbeitslos. Jetzt habe ich endlich wieder Arbeit gefunden, muss allerdings hierbei die Pflege von meiner Mutter neu organisieren. Da ich über 30 Stunden arbeite, darf ich wohl meine Mutter gar nicht mehr pflegen oder ist es mir wenigstens gesetzlich erlaubt einen Teil der Pflege offiziell zu übernehmen?

Letztendlich habe ich natürlich immer noch etwas für die Mutter zu tun, aber kann dies auch offiziell berücksichtigt werden?

Also frage ich mich, ob ich als berufstätiger Mensch ganz offiziell ergänzende Pflege leisten darf und falls ja wie viele Stunden?

Ansonsten würde die Pflege meine Tante übernehmen, allerdings wäre mir eine Aufteilung lieber. Ich meine, dass bei der zuständigen Krankenkasse es vermerkt ist, wer pflegende Person ist und da wäre es mir schon recht, wenn mein Name da weiterhin aufgeführt ist!

Darf ich somit auch die Pflege teilen, wenn ich länger als 30 Stunden pro Woche arbeite?

Im Internet habe ich trotz langer Suche nichts gefunden. Mir ist übrigens aufgefallen, dass viele Seiten komplett identische Texte haben! Scheinbar gibt es für diesen Bereich nur wenige Quellen.

Antwort
von StephanZehnt, 88

Hallo D..,

alles was damit zusammenhängt Pflege der Angehörigen ist nach dem Motto der Freiwilligkeit geregelt. Auf Deutsch es ist Deine Privatsache. Es gibt da ein Pflegezeitgesetz wo man den Arbeitgeber ansprechen kann und wenn der zustimmt kann man für eine begrenzte Zeit Angehörige pflegen arbeitet in der Zeit verkürzt bekommt aber trotzdem einen bestimmten Lohn.

Wenn Du rechts oben z.B. Pflegezeitgesetz eingibst kommt da Einiges es gibt auch einen Link zum Gesetzestext.

Du solltest Dich mit Deiner Tante zusammensetzen und einmal abklären wie Ihr Beiden das zusammen klären könnt. Ich würde mich allerdings schon einmal beim VDK oder SoVD odgl. erkundigen wie das ist wenn zwei Personen hier Deine Mutter pflegen. (Einmal dei Woche haben die eine Sozialrechtsberatung) Angefangen vom finanziellen bis hin zu einer Versicherung falls doch einmal etwas schief geht (die Tante stürzt oder.... )! Auch in der Verwandtschaft kann es schon einmal hart aber herzlich zugehen (Streit).

Nun arbeiten und dazu die Mutter pflegen geht schon mitunter an die Substanz.

http://www.badv.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/ZentraleDienste/Beihlfe/Merkblae...

Also hier einmal im Forum suchen und abklären was bei Dir in dem Zusammenhang sinnvoll ist! (VDK..).

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,
Antwort
von sonne123, 71

Hallo dakiha,

da dürfte es keine Probleme geben,solange die Pflege deiner Mutter gewährleistet ist.Soweit ich weiß,sind die 30 Wochenstunden nur bei der Zahlung von Pflichtbeiträgen zur Rente durch die Pflegekasse von Bedeutung.Wenn du ganz sicher gehen willst,dann setze dich bitte mit der zuständigen Pflegekasse in Verbindung.Du mußt ja nicht sagen,das der Job sicher ist,sondern,das du einen in Aussicht hast.

Hier noch ein Link.....

http://www.pflegeverantwortung.de/

Alles Gute und liebe Grüße

Kommentar von froscheee ,

Eben weil es hier um zusätzliche Beiträge zur Rente geht, würde ich die Arbeit unbedingt bei der Krankenkasse der Mutter angeben!

Wie die Pflege organisiert wird ist egal - Hauptsache sie ist sichergestellt (wie hier schon gesagt).

Als Pflegeperson würde ich mir doch keine zusätzlichen Rentenbeiträge entgehen lassen.

Kommentar von sonne123 ,

Hallo froscheee,

sobald du in deinem Job über die 30 Stunden/woche Grenze kommst (aus deinem Beitrag entnehme ich das so),entfällt die Zahlung von Pflichtbeiträgen zur Rente durch die Pflegekasse.Daher ist es wichtig der Pflegekasse gegenüber diesen Job mitzuteilen.....unabhängig davon ob du deine Mutter nebenbei weiter pflegst oder nicht.

Ich habe hier noch einen Link,ev. der dieser noch ein wenig weiter

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232684/publica...

Sollten immer noch Unklarheiten bestehen,dann wende dich bitte an die Pflegekasse.Sie müßten dir gezielter Auskunft geben können.

Liebe Grüße

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