Frage von Xexxox,

Aufs Klo müssen

Als ich ein Kind war und wir mit dem Auto unterwegs waren, musste ich irgendwann immer aufs Klo, und dann haben meine Eltern mich angemeckert, dass das doch nicht sein kann, dass ich schon wieder aufs Klo muss. Wenn ich heute mit der Universität irgendwo hinfahre, ist immer noch meine größte Sorge, dass ich nicht rechtzeitig aufs Klo komme. Bis jetzt ist noch nie was in die Hose gegangen, aber oft hatte ich das Gefühl, dass es jeden Moment passiert, und die Angst davor geht auch jedesmal mit. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass andere Männer nie aufs Klo müssen, und dass ich mit diesem Problem ganz allein dastehe. Wie oft muss der durchschnittliche Mann aufs Klo? Die Frage hört sich vielleicht blöd an, aber mich belastet das schon mein Leben lang, weil ich immer das Gefühl hatte, der Einzige zu sein, der aufs Klo muss.

Antwort von evistie,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Oh je - inzwischen bist Du wohl in einen richtigen Teufelskreis geraten und ein Großteil Deines häufigen Harndrangs ist psychisch bedingt. Das ist, wenn Du so willst, die gute Nachricht.

Ich gehe mal davon aus, daß Du noch nicht in dem Alter bist, wo die Prostata anfängt, Schwierigkeiten zu machen. Trotzdem solltest Du zunächst zum Urologen gehen, um organische Ursachen auszuschließen.

Es gibt keine "Normwerte", wie oft Mann durchschnittlich täglich zur Toilette gehen "darf". Das hängt von vielen Faktoren, u. a. der Trinkmenge und dem "Trainingszustand" der Blase ab. Du musst quasi Deine individuelle Frequenz finden, bei der Du Dich entspannt und "normal" fühlst. Versuch doch mal, Deinen Schließmuskel willentlich zu trainieren! Das bringt auch schon oft etwas.

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Ständiger Harndrang sowohl bei Männern, als auch bei Frauen ist oftmals ein Symptom bzw. eine Folgeerscheinung der so genannten "Reizblase", die das alltägliche Leben der Betroffenen stark beeinträchtigt und im Extremfall eine starke Isolation vom eigenen Umfeld verursacht.

Die Reizblase ist eine funktionelle Blasenstörung, deren Ursachen unterschiedlicher Natur sein können. Diese reichen von Prostataentzündungen bzw. -vergrößerungen und Harnwegsinfektionen bis hin zu psychischen Problemen und neurologischen Erkrankungen der Wirbelsäule.

Der ständige, teilweise leichte und teilweise starke Harndrang resultiert aus einer Überfunktion der Blase. Dabei kommt es zur Verkrampfung der Blasenmuskulatur, welche selbst bei einer leeren Blase einen starken Harndrang hervorrufen kann.

In den meisten Fällen ist der ständige Harndrang die Folge einer seelischen Belastung, die beispielsweise in Vorstellungsgesprächen, Prüfungen oder anderen Stresssituationen gegeben ist. Zusätzlich kann die Angst vor einem erneut bzw. plötzlich auftretenden Harndrang die Intensität des Harndrangs verschlimmern.

Obwohl die Reizblase unangenehme und lästige Beschwerden zur Folge hat, ist diese Erkrankung häufig völlig harmlos. Der ständige, starke Harndrang kann zwar phasenweise einige Wochen bis sogar Monate verstärkt auftreten, klingt jedoch meist von selbst wieder ab.

Die Bemerkung zur Harmlosigkeit der Reizblase reicht in einigen Fällen bereits aus, um die Beschwerden der Betroffenen zu lindern. Zudem macht es keinen Sinn, sich zu große Sorgen um die Blasenstörung zu machen oder sich gar über sein Problem aufzuregen, da sich der Harndrang durch diesen seelischen Druck verschlimmern kann.

Sollte der Betroffene dennoch seine Beschwerden nicht in den Griff bekommen, so lassen sich die Symptome der Reizblase mit Hilfe von Psychotherapie und Medikamenten unter Kontrolle bringen.

Bei der medikamentösen Behandlung kommen hauptsächlich Wirkstoffe zum Einsatz, welche die Blasenmuskulatur entkrampfen oder die Kontraktionsfähigkeit der Blase vermindern. Auch Produkte auf pflanzlicher Basis haben sich im Kampf gegen starken, häufigen Harndrang bewährt. So können z.B. Kürbissamen und die echte Goldrute einen entspannungsfördernden Effekt auf die Harnwege haben und den ständigen Gang zur Toilette verhindern.

Mit Hilfe der Psychotherapie sollen alltägliche Konflikte, die mit seelischen Belastungen verbunden sind, analysiert und gelöst werden. Hier kommt oftmals ein Miktionstagebuch zum Einsatz, in dem der Patient seine täglichen Mahlzeiten protokolliert und vermerkt, in welchen Situationen er zur Toilette gehen muss.

Aus diesem Tagebuch ist nach einer Weile ein Muster erkennbar, welches in den meisten Fällen Auslöser für den Harndrang ist. Bei einigen Betroffenen haben sich auch Entspannungsübungen wie z.B. "Autogenes Training" als hilfreich erwiesen.

http://www.eurogrube.de/gesundheit-fitness/staendiger-harndrang.htm


Alles Gute für Dich! :o)

Antwort von jelli,

Jeder Mensch muss unterschiedlich, du kannst ja nichts dafür

Antwort von berta,

das glaube ich auch, dass dein gefühl der angst "zu müssen (und mangels örtlichkeit) nicht zu können" in deiner jugend begründet liegt.

mein rat > nachdem organische ursachen ausgeschlossen wurden: geh zu einem guten homöopathen, der dir mit einem AUF DICH PASSENDEN mittel, diese "angst" nehmen kann.

alles gute!

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