Frage von Marjana1, 62

Asthmatische Beschwerden

Hallo - seit einigen Wochen stelle ich fest, dass ich Schwierigkeiten mit dem Atmen habe. Bei kleinster Anstrengung werde ich kurzatmig (bin leider übergewichtig und aufgrund einer Kniearthrose absolut unsportlich) und hab das Gefühl, als würde mein Brustkorb "zu eng" und als würde ich nicht genug ausatmen können. Ich hatte früher sehr oft Bronchitis, die jedesmal für einige Wochen ein "Pfeifkonzert" in den Bronchien auslöste. Habe ganz früher mal geraucht, aber schon seit 23 Jahren bin ich Nichtraucher. Trotzdem sagte mir ein Arzt mal, ich hätte COPD. Habe aber keinerlei morgendlichen Husten mit Schleimauswurf und auch keinen sonstigen Reizhusten. Kein Rasseln im Brustkorb zu hören, nur gelegentlich leichtes Pfeifgeräusch, wenn z.B. das Wetter mal umschlägt und es entweder sehr schwül oder kalt und feucht draußen ist. Kann das COPD sein? Was ist zu tun?

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Antwort
von walesca, 50

Hallo Marjana1!

Dieser Text könnte wortwörtlich auch von mir stammen. Ganz genau so erging es mir auch!! Du solltest unbedingt einen ausführlichen Test beim Lungenfacharzt machen. Der misst die Lungenfunktion und macht ggf. auch noch einen "Histamin-Provokationstest", um zu sehen, wie empfindlich Deine Lunge auf Schadstoffe reagiert. Dann bekommst Du die passenden Medikamente (meistens anfangs ein bronchienerweiterndes Spray) verordnet. Es muss sich nicht gleich um eine COPD handeln! Ich denke da eher an beginnendes Asthma, aber das kann man wirklich gut behandeln. Sollte der Lungenarzt dann Deinen Verdacht bestätigen, dann frag ihn mal nach einer "Asthma-Schulung" und auch einer "Lungensport-Gruppe". Beides wird von der Krankenkasse bezahlt und ist ausgesprochen hilfreich, um mit dieser Krankheit besser im Alltag umzugehen!! Da gibt es viele sehr nützliche Tipps und niemand muss sich wegen seiner geringen Belastbarkeit verstecken - den Anderen geht´s ja genauso! Schon das allein tut einfach nur gut!

Alles Gute wünscht walesca

Kommentar von Marjana1 ,

Herzlichen Dank an Alle für die bisherigen Antworten. Man fühlt sich schon ein wenig besser, wenn man weiß, andere kennen das auch. Ich werde die nächsten Tage zu meinem Hausarzt gehen. Muss sowieso wieder eine Untersuchung machen lassen (bin leider seit letztem Jahr auch an Diabetes II erkrankt). Woran ich auch schon gedacht habe: Mein Vater starb vor einigen Jahren an Herzinsuffizienz und bei ihm begann es nämlich auch so mit der sich ständig steigernden Kurzatmigkeit bzw. Atemnot. Das macht mir schon Sorgen. Mein Arzt hat zwar immer wieder mal ein EKG bei mir gemacht (das letzte Mal vor 1 Jahr) und es schien eigentlich alles in Ordnung. Aber manchmal glaube ich, dass die Ärzte zwar oft das eine oder andere Problem sehen und dafür ein Medikament geben, aber das große Ganze wird außer Acht gelassen. Könnte da einige Beispiele aus meinem "gesundheitlichen Werdegang" erzählen....

Kommentar von walesca ,

Hallo, bei dieser familiären Vorbelastung mit einer Herzinsuffizienz solltest Du natürlich auch das mal gründlich checken lassen. Hast Du den z.B. Wassereinlagerungen in den Unterschenkeln oder der Knöchelregion? Das wäre ein weiteres Warnsignal dafür. Hier kann ich Dir eine uralte, aber immer noch wirksame Behandlung der Herzschwäche aufzeigen. Die ist besonders zu Beginn sehr effektiv, aber leider kennen sich nicht mehr viele Ärzte damit aus. Ich konnte - wider Erwarten - sogar meinen neuen Hausarzt dafür gewinnen, in dem ich ihn bat, sich mal mit so einer Ärztin, die sich damit gut auskennt, in Verbindung zu setzen. Hat er auch gemacht!! Inwieweit das mit Asthma zusammenhängt weiß ich aber nicht. Bei mir liegt es an einer jahrzehntelangen Schlafapnoe. http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/strophanthin-die-rettung-fuer-herzkrank... Aber diese Option solltest Du erst einmal im Hinterkopf haben.LG

Antwort
von Katzina, 53

COPD heilt eigentlich nicht, ich würde mal bei einem Lungenfacharzt vorsprechen. Mittels einer Lungenfunktionsprobe und weiteren spezifischen Untersuchungen wird man Dir dort auch eine genauere Diagnose stellen können. Heute gibt es gute Medikamente, auch mit Kortison, mit deren Hilfe das Krankheitsbild gut beherrschbar ist.Alles Gute!

Antwort
von cyracus, 34

Wegen Deiner Atemprobleme geh unbedingt zu einen Lungenfacharzt. Nur der kann Dir sagen, was mit Deiner Lunge ist.

Möglicherweise muss auch die Kraft Deines Herzens untersucht werden. Denn wenn das Herz nicht so kräftig ist, kann sich das auch in Atemlosigkeit bei körperlicher Belastung zeigen. Und weil Du ja schreibst, Du bist übergewichtig, sind viele Aktivitäten - so wie Treppensteigen - anstrengender für Dich als für gesunde schlanke Menschen.

Also geh zu Deinen Hausarzt und bitte ihn um eine Überweisung zum Lungenfacharzt. Sprich auch mit ihm über Deine Symptome bei Belastung und dass Du wissen möchtest, ob Du an einer Herzschwäche leidest.

.

Was Dein Knie angeht: Grundsätzlich bei Gelenkschmerzen ist an folgendes zu denken: Wenn Du Fleisch isst, meide Schweinefleisch. Dabei musst Du dann peinlichst genau darauf achten, dass auch in Wurst absolut kein Schweinefleisch enthalten ist. Also an der Fleischtheke nachfragen, ob garantiert kein Schwein drin ist, und auf abgepackten Waren immer genau das Kleingedruckte lesen. - Google dazu mit

gelenkschmerzen schweinefleisch

Sehr gut, dass Du seit so vielen Jahren nicht mehr rauchst. - Pass auch auf, dass Du möglichst keinen Tabakrauch anderer Raucher einatmest. Google dazu mit

passivrauchen wiki

und mit

gelenkschmerzen rauchen (auch wenn Du aktiv nicht mehr rauchst)

Meide Alkohol. Wenn Du Fertigprodukte kaufst, lies das Kleingedruckte. So ist z.B. in Kuchen aus der Tiefkühltruhe Alkohol als Konservierungsmittel. Sogar in der Milchschnitte, die ja für Kinder sein soll, ist Alkohol. In Fertigprodukten wie Marmelade steht oft nix drauf von Alkohol, und dennoch ist was drin, wird verschleiert mit dem Sammelwort "Aroma". Das ist eine ganz große Sauerei, schließlich essen auch Kinder Marmelade. Vermutlich müssen wir immer damit rechnen: Sobald irgendwo "Aroma" angegeben ist, ist da auch Alkohol drin. - Unverschämt, echt unverschämt was mit den Verbrauchern gemacht wird. - Google mit

gelenkschmerzen alkohol

und lies jeweils die Infos. Klick auch unten bei Gooooogle auf weiter, denn oftmals findet man dort auch noch sehr wichtige Infos.

.

Vielen hilft bei Gelenkschmerzen Lapacho-Tee - lies dazu meine ausführliche Antwort an mirli:

http://www.gesundheitsfrage.net/frage/knie-schmerzen-staendig#answer303803

Kommentar von cyracus ,

Du schreibst, Du kannst keinen Sport machen wegen Deines Knies. - In dem Fall musst Du Deine Ernährung so zusammenstellen, dass Du weniger Kalorien zu Dir nimmst. Denn Du musst nicht zwangsläufig übergewichtig sein wegen Deines Knies.

Hier wird Dir gezeigt, was alles 200 Kalorien hat:

http://www.wisegeek.com/what-does-200-calories-look-like.htm

Du gehörtst hoffentlich nicht zu den Menschen, die meinen, was hätten sie denn noch vom Leben, wenn sie nicht alles essen könnten, und stopfen sich dann lustvoll voll. Wenn nämlich das ist, dann hättest Du eine Essstorung, die es zu erkennen und zu beheben gilt. Google dazu mal mit

essstörung übergewicht

und lies die Infos.

.

Nochmal zum Thema Sport:

Ich empfehle Dir ja den Lapacho-Tee, von dem Du täglich 1 Liter trinkst. Bestenfalls bist Du dann in absehbarer Zeit deutlich schmerzreduziert. Wenn Du merkst, dass der Schmerz deutlich zurückgegangen ist, könntest Du Dich einem

Sportarzt

vorstellen. Der kann Dir sagen, welchen Sport Du gut ausführen kannst, so dass Du Deinen Körper nicht belastest, sondern erfreust.

Antwort
von bethmannchen, 30

Das hört sich ganz nach COPD an. Das bedeutet es ja: chronisch verstopfte Bronchien. Dann sind die Bronchien auch verkrampft, man kann nicht so kraftvoll und umfassend ausatmen, wie man gern möchte. Kommt nicht die ganze verbrauchte Luft raus, geht logischerweise auch nicht genug frische hinein. Dann fehlt einem bei der kleinsten Anstrengung schon der Sauertoff.

Auch dass deine Beschwerden bei feuchtem Wetter und kühler Luft zunehmen passt dazu. Ist die Luft trocken, ist auch der sich bildende Schleim trocken, es rasselt nichts, man hustet kaum, weil nichts da ist, das stört. Ist die Luft feuchter, quillt der Schleim sozusagen auf, ist im Weg, stört die Atmung, rasselt bei jedem Atemzug mit, man hat öfter einen Frosch im Hals und hustet häufiger.

Genau feststellen kann das ein Lungenfacharzt mit einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs und einem Test des Atemvolumens und einer Blutgasanalyse.

COPD ist nicht heilbar. Der Zerfall der Lungenbläschen ist nicht umkehrbar. Die Erkrankung wird in 4 Stufen eingeteilt. Im Anfangsstadium wird meist ein Notfallspray verordnet, dass man nur in Belastungssituationen nimmt. Bei weiterem Fortschreiten wird der Verkrampfung der Bronchien mit entsprechenden Mitteln entgegengewirkt, die man täglich nimmt, ab der dritten Stufe kommen dann stärkere Medikamente hinzu und im Endstadium kann eine permanente Versorgung mit Sauerstoff nötig werden etc.

COPD kann verschiedene Ursachen haben. Als erstes wird immer Rauchen angeführt. schlimmer ist aber auch, wenn man im Laufe des Lebens viel mit Lacken und Lösungsmitteln hantiert hat.

Es kann auch ein Gendefekt vorliegen, der zu einem Anti-Trypsin-Mangel führt. Dann ist das Eiweiß abbauende Enzym Trypsin im Körper ständig aktiv, weil es nicht durch Andocken von Anty-Trypsin gehemmt wird. Das kann dazu führen, dass die Lunge und auch die Bauchspeicheldrüse im Laufe der Jahre dadurch "verdaut" werden. Dann entwickelt man schon sehr früh im Leben eine ausgeprägtere COPD. Auch das kann nur ausgebremst, aber nicht geheilt werden.

Beim Lungenfacharzt bist du mit deinen Beschwerden wohl in den besten Händen.

Kommentar von walesca ,

Ist die Luft feuchter, quillt der Schleim sozusagen auf, ist im Weg, stört die Atmung, rasselt bei jedem Atemzug mit, man hat öfter einen Frosch im Hals und hustet häufiger.

Das stimmt so leider nicht!! Bei feuchtem Wetter ist ganz einfach zu viel Sauerstoff in der feuchten Luft gebunden und steht dem lungenkranken Menschen nicht mehr zur Verfügung!!! So haben wir es in der Asthma-Schulung und auch der Lungensport-Gruppe gelernt! Deinen sonstigen Ausführungen kann ich nur aus eigener Erfahrung voll zustimmen. LG

Kommentar von bethmannchen ,

Ganz gleich wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist, für die Aufnahme des Sauerstoffs darin macht das in der Lunge keinen Unterschied. Dann sind in den Bronchien mehr Schleimmengen vorhanden, und die sind beim Atmen dann in Weg.

Antwort
von Hooks, 25

Ich habe dazu zwei Ideen:

  • Milchprodukte weglassen (und Zucker / Weißmehl auch) s. Dr. Bruker, Allergien müssen nicht sein

  • Vitamin B1-Mangel durch Zucker, Weißmehl oder Kaffee :

Orthopnoe – Atemnot beziehungsweise erschwerte Atmung (Dyspnoe), die in horizontaler Lage (im Bett) auftritt und sich beim Aufrichten des Oberkörpers bessert; häufiges Vorkommen in Verbindung mit Herzinsuffizienz [7, 9]

http://www.vitalstoff-lexikon.de/index.php?PHPSESSID=8f1a59776d900aa565338c64bd9...

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