Frage von rangerova 24.01.2010

Aspirin: Nebenwirkungen?

  • Antwort von evistie 24.01.2010
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "Frei verkäufliche Schmerzmittel, unter ihnen auch Aspirin, werden von vielen Millionen Verbrauchern völlig kritiklos angewendet. Zwar sind keine außergewöhnlich dramatischen Aspirin Nebenwirkungen bekannt, ganz so harmlos wie viele Menschen meinen, ist das Medikament aber auch nicht. Zu den häufig auftretenden Effekten nach der Einnahme gehören Übelkeit, Sodbrennen, Schwindel und Schlafstörungen. Auch Müdigkeit und Atemnot sind keine selten auftretenden Phänomene. Bei Asthmatikern kann ASS sogar einen Anfall auslösen.

    Bekannt ist auch, dass die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts geschädigt werden. Infolge der, durchaus gewünschten, Blutverdünnung, können auch innere Blutungen im Magenbereich auftreten. Magengeschwüre sind die Langzeitfolge der Aspirin-Einnahme. Auch bei Kindern und Jugendlichen ist Vorsicht geboten. Da das Medikament das sogenannte Reye-Syndrom – hierbei handelt es sich um eine oftmals tödlich verlaufende Erkrankung des Gehirns – begünstigt, sollte es nur nach Absprache mit dem Hausarzt überhaupt zum Einsatz kommen. In Großbritannien ist die rezeptfreie Gabe von Aspirin an Kinder unter 16 sogar verboten. In der Schwangerschaft, hier vor allem im dritten Trimenon, ist der Konsum von Aspirin ebenfalls mit einem hohem Risiko behaftet, da das Ungeborene Fehlbildungen entwickeln kann.

    Selbstheilung ohne Rezept: Umfragen haben ergeben, dass etwa 65 Prozent der Menschen auf die Selbstmedikation vertrauen. Wenn sich Kopfschmerzen einstellen, die Nase läuft und leichtes Fieber hinzutritt, gehen nur noch wenige Menschen direkt zum Arzt. Stattdessen führt sie ihr Weg in die nächste Apotheke, wo sie sich mit allerlei rezeptfreien Medikamenten versorgen. Dieses Verhalten ist nicht nur bei uns anerkannte Praxis bei kleineren Beschwerden. Auch in anderen Ländern vertrauen die Menschen auf ihre eigenen diagnostischen Fähigkeiten und das Gespür, bestehende Erkrankungen selbstständig heilen zu können. Aber viele Menschen sind sich der Gefahren von frei verkäuflichen Medikamenten gar nicht bewusst. Selbst rezeptfreie Tabletten und Pillen sind, selbst bei sachgemäßer Anwendung, nie ohne Nebenwirkungen. Es besteht zudem die Gefahr, dass der Patient seine Symptome und Krankheitszeichen falsch einschätzt und eventuell bestehenden Erkrankungen nicht die nötige Bedeutung beimisst.

    Risiko-Nutzen-Rechnung: Jedes Medikament greift in den biochemischen Ablauf des Körpers ein. Auch sogenannte OTC-Präparate (Over the counter – über die Theke erhältliche Medikamente), deren Ziel die Verhütung und Verbesserung von Krankheiten ist, weisen Nebenwirkungen auf. Diese nehmen sogar noch zu, wenn die Dosierung gesteigert wird. Bei Anwendung gemäß der Packungsanleitung können solche Medikamente durchaus Krankheitssymptome lindern. Im Allgemeinen sind sie gut verträglich und risikolos. Dennoch sterben jährlich etwa 16.000 Deutsche an den Nebenwirkungen ihrer Medikamente. Im Fall von Aspirin ist das mögliche Restrisiko im Vergleich zu der Anzahl der jährlich geschluckten Tabletten zwar sehr gering, es ist aber existent. Es gibt keine Arzneien, die gänzlich nebenwirkungsfrei sind. Das Risiko einer Überdosierung und gar Todesfällen lassen sich nicht vermeiden. Auch, wenn die Anzahl der Medikamententester, diese liegt derzeit bei 5.000, deutlich erhöht würde, gäbe es dennoch keine Garantie für eine 100prozentige Sicherheit."

    http://www.optikur.de/gesundheit/mythen/koerper/aspirin/

  • Antwort von myslife 24.01.2010

    Magenprobleme sind häufig und eine Herabsetzung der Blutgerinnung ist sicher. Hier ein Vergleich der Nebenwirkungen mit anderen Schmerzmitteln: http://medctr.de/index.php?page=ana

  • Antwort von Lena101 24.01.2010

    Risiken und Nebenwirkungen von Acetylsalicylsäure

    Acetylsalicylsäure hat auch ihre Nachteile. Empfindliche Menschen reagieren darauf mit Reizungen, Sodbrennen und selten auch mit Blutungen von Magen- und Darmschleimhaut. Werden höhere Dosierungen von ASS eingenommen, erhöht sich das Risiko für stärkere Blutungen beträchtlich.

    In seltenen Fällen kann es dann sogar zu einer Eisenmangelanämie kommen, weil das im roten Blutfarbstoff gebundene Eisen durch die Blutungen im Magen verloren geht. Dieser Aspekt ist vor allem deshalb wichtig, weil Acetylsalicylsäure als Wirkstoff nicht rezeptpflichtig ist, sodass AspirinR und die entsprechende Präparate anderer Hersteller ohne weiteres frei verkäuflich sind.

    Eine Kontrolle über eine eventuelle Fehldosierung ist deshalb nur schwer möglich. Wer ASS regelmäßig ohne Anweisung seines Arztes einnimmt, der sollte ein Einnahmetagebuch führen und dies mit seinem Arzt oder Apotheker besprechen. Die längerfristige Einnahme von ASS kann außerdem zu Schwindel, Übelkeit, eingeschränktem Hörvermögen, Sehstörungen und Ohrensausen führen.

    Diese Begleiterscheinungen verschwinden jedoch, wenn die Dosis reduziert oder das Medikament ganz abgesetzt wird. Auch allergische Reaktionen in Form von Hautausschlägen oder Atemwegsverkrampfungen sind beoabachtet worden. Das sogenannte "Aspirin-Asthma" trift besonders vorbelastete Patienten, die auf den Wirkstoff mit asthma-ähnlichen Atemwegskrämpfen reagieren. Für Kinder nicht geeignet

    Kinder und Jugendliche mit Fieber und Schmerzen sollten Acetylsalicylsäure nicht einnehmen. Vor allem im Zusammenhang mit viralen Infekten kann es zum lebensbedrohlichen Reye-Syndrom kommen, bei dem Gehirn und Leber schwer geschädigt werden können. Die Erkrankung selbst ist nicht behandelbar, die Therapie beschränkt sich auf die Behandlung der Symptome:

    Die Leberfunktion wird gestützt und man versucht, den erhöhten Hirndruck durch Medikamente zu senken. Die genauen Auslöser für diese schwere, nicht ansteckende Erkrankung sind noch nicht bekannt. Forscher vermuten unter anderem eine genetische Veranlagung. Für Kinder und Jugendliche gibt es aber eine Reihe gut verträglicher Mittel wie zum Beispiel Paracetamol, die bei Schmerzen und zur Fiebersenkung eingesetzt werden können.

    http://www.gesundheit.de/medizin/medikamente/acetylsalicylsaeure-wirkstoff-ass/i...

  • Antwort von meerli 24.01.2010

    Aspirin kann Magenschmerzen verursachen. Deshalb sollte man lieber ein anderes Schmerzmittel nehmen, wenn man einen empfindlichen Magenhat. Außerdem sollte man Aspirin nicht einnehmen, wenn man gleichzeitig Blutverdünner einnimmt. Denn Aspirin verdünt das Blut auch.

  • Antwort von hanloff 24.01.2010

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Aspirin das Blut verdünnt.

Bitte noch eine Antwort ... Frage erneut stellen
Diese Frage und Antworten teilen:

Verwandte Tipps

Fragen Sie die Community –

anonym und kostenlos!