Frage von Lisasmartie, 40

Arztfehler?

Hallo ich habe da mal eine Frage. Meine Oma war in Lebensgefahr weil sie falsche Medikamente bekommen hat und ihr Mineralwert sowas von gesunken ist das die Ärzte im Krankenhaus sich gewundert haben das sie nicht schon längst im Koma ist. Der Arzt streitet einen Behandlungsfehler ab. Das Krankenhaus verordnete Neue Medikamenten. Der Arzt will die Stärke von einem Arzneimittel nicht ausstellen und verordnet ihr die doppelte Dosis. Ist das erlaubt ? Lg

Antwort
von Taigar, 39

Das kann man doch Pauschal gar nicht anhand von paar Sätzen beurteilen. Der Arzt hatte sicherlich Gründe warum er jene Medikamente verordnet hat.

Ich finde den Sachverhalt kann und sollte man hier nicht besprechen da dies alles nur auf reine Spekulation hinauslaufen würde.

Ich frage mich aber wenn ihr einen Arztfehler vermutet, warum ihr zum gleichen Arzt geht um euch die neuen Medikamente ausstellen zulassen. Das Vertrauensverhältnis ist doch arg gestört wenn der Arzt ein Behandlungsfehler abstreitet und die Medikamentenempfehlung des Krankenhaus nicht folgen möchte.

Alles in allem könnt ihr euch, wenn ihr immernoch vermutet es war ein Arztfehler einen Anwalt hinzuziehen der den Sachverhalt klärt. Ob dies Erfolgsversprechend ist? Keine Ahnung.

Antwort
von evistie, 40

Natürlich kann der behandelnde Arzt es sich "erlauben", die Behandlung Deiner Oma nach eigenem Wissen und Gewissen zu gestalten. Für das, was er tut (oder lässt), muss er sich verantworten - notfalls vor Gericht.

So weit die Theorie. Dem Arzt muss jedoch der Behandlungsfehler erst einmal nachgewiesen werden, was in der Praxis schwierig und, bei Einschaltung eines Anwaltes, auch teuer ist. Deshalb sollte dies wirklich schweren Behandlungsfehlern vorbehalten bleiben.

Im Fall Deiner Oma kann ich keinen schweren Behandlungsfehler erkennen. Du weißt doch gar nicht, ob sie an dem desolaten Zustand, mit dem sie ins Krankenhaus kam, nicht auch "mitschuldig" war, indem sie vielleicht die ihr verordneten Medikamente nicht vorschriftsmäßig und regelmäßig genommen hat. Aber auch ohne eigenes oder fremdes Dazutun kann der Stoffwechsel eines älteren oder alten Menschen schnell mal entgleisen.

Wenn der Arzt ein (anderes?) Medikament in doppelter Dosis verschreibt, so hat er sich etwas dabei gedacht. Ob er richtig gedacht hat, wird das Befinden Deiner Oma in der Folgezeit zeigen. Laien wie Du können solche Entscheidungen des Arztes, der dafür immerhin jahrelang studiert hat, im Vorfeld nicht beurteilen.

Um welchen Arzt geht es denn überhaupt, den Hausarzt? Ich gehe davon aus, dass dieser Deine Oma schon länger betreut und ihren Gesundheitszustand beurteilen kann. Die Entscheidung, ob weiterhin ein Vertrauensverhältnis besteht, liegt ausschließlich bei Deiner Oma, sofern sie zu klaren Entscheidungen noch fähig ist. Sollte Deine Oma nicht mehr selbst entscheiden können (z. B. bei Demenz), haben die betreuenden Personen ein Mitspracherecht. Dies dürfte in Deinem Fall ein Elternteil von Dir sein.

Antwort
von marianne18, 7

Ich kann dir nur mal raten, diesen Beitrag durchzulesen: http://www.experten-branchenbuch.de/ratgeber/bgh-beweislastumkehr-wegen-unterlas...

Vielleicht hilft es dir ja weiter!

Antwort
von kreuzkampus, 19

Das ist ein Fall für die Schlichtungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Adresse bekommst Du von jeder Krankenkasse.

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