Frage von Wintertraum01, 88

Arzt verweigert die Behandlung

Guten Abend, ich habe ein Problem mit einem Facharzt für rehabilitative Medizin, der mich schon seid 5 Jahren behandelt. Ich leide an einer komplizierten Krankheit am Bewegungsaparat, wegen derer ich regelmäßig Physiotherapie brauche, um Verschlechterungen zu verhindern und leider deshalb auch schon öfters in der Orthopädie in Heidelberg operiert wurde. Wie vor kurzem. Nun soll ich eine Reha machen bzw. mit Physio anfangen, aber der Arzt will mir keine Reha beantragen und nicht mal ein Rezept ausstellen. Da er behauptet, er könne mich nicht behandeln, so lang die Uni Klinik ihm nicht sagen würde wie, da man sonst ihm die Schuld geben würde wenn was schief geht, des Weiteren meint er, dass dazu nix in den Briefen von der Klinik stehen würde. Aus diesem Grund hab ich mich mit der Klinik und meinem Operateur in Verbindung gesetzt, worauf dieser jenes per Mail an mich nachgereicht hat. Die Mail hab ich ausgedruckt und dem Arzt vorgelegt, er jedoch behauptet das würde ihm nicht reichen. Hat heute auch behauptet er, hätte bei der Klinik angerufen und sie würden ihm nix anderes geben usw. und so lang er nix anderes hätte, würd er nix machen bla,bla. Ich frage mich jetzt natürlich was ist hier los? und versteh die Welt nicht mehr! Will er mich auf diese Weise loswerden, oder was?

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Antwort
von StephanZehnt, 62

Hallo Wintertraum,

ich fürchte Dein Arzt "hat Angst" wenn er Dir etwas verschreibt das dies am Jahresende dann zu viel ist... (Kontingent.). Wir kennen Deine genauen Zusammenhänge nicht. Ich würde einmal mit den wichtigsten Unterlagen bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschlands vorsprechen (Fragen in etwa vorher aufschreiben). https://www.unabhaengige-patientenberatung.de/

Wenn Du in der Nähe von Heidelberg wohnst wäre die nächsten Beratungsstellen in Ludwigshafen oder Karlsruhe (Kaiserstr. ungefähr bei der Haltestelle Herrenstr.)

Die könnten zusammen mit der Krankenkasse der Klinik und dem Arzt einmal abklären was in Deinem Fall möglich ist. Ob man hier dies in Betracht zieht - (Rezepte außerhalb des Regelfalls). Dies ist eine spezielle Regelung die nicht das Kontingent des Arztes belastet.

Eine zweite Möglichkeit wäre das sich der VDK bzw. SoVD
Die Kostenträger versuchen immer zu sparen. Nicht Wenige sind schon durch die Probleme und Schmerzen so zermürbt das sie dann nur noch starke Schmerzmittel schlucken. Also versuche das Beste daraus zu machen.

Zur Not kann man auch zum zuständigen Amtsgericht gehen und um einen Beratungsschein bitten für eine Rechtsanwalt - hier Anwalt für Sozialrecht. Aber ohne ohne UPD , VDK odgl. wird es schwierig. Ja und es ist ja wichtig das das Problem längerfristig geklärt wird. (Viel Erfolg)

VG Stephan

Kommentar von Wintertraum01 ,

Ich bin von Spastik betroffen, daher bekomm ich schon lange außerhalb des Regelfalls Physio. Und die OP war ne Versteifung am Fuß Vielen dank für die Tipps.

Antwort
von bobbys, 44

Hallo, der weiter behandelnde Arzt bekommt doch einen Behandlungsbericht und die dazu gehörigen Empfehlungen. Oftmals in Form eines Kurzbriefes und der ausführliche Bericht folgt dann später. Du musst doch bei der Entlassung einen Brief für deinen Arzt mitbekommen haben? Außerdem kann der behandelnde Arzt einen Kurzbrief abfordern wenn es doch so wichtig ist bei der weiteren Vorgehensweise.

LG bobbys

Antwort
von GeraldF, 42

Wieder ein schönes Beispiel für die kleinen Abgründe in unserem System. Die Reha hätte prinzipiell auch von der operierenden Klinik aus beantragt werden können. Ambulante Physiotherapie kann die Klinik ohne weiteres nicht verordnen, es sei denn es gibt eine spezielle Sprechstunde am Hause mit entsprechender Ermächtigung.

Aus dem Nähkästchen: Die Krankenkassen haben durchaus ein Interesse, dass eine Rehamaßnahme gar nicht erst beantragt wird. Logisch, denn Sie sind der Kostenträger für die Maßnahme. Das bei Unterlassung einer Rehamaßnahme u.U. Folgekosten entstehen (die die gesamte Behandlung am Ende teurer machen) ist zweitrangig. Die Krankenkassen haben sich zu diesem Zweck eine kleine, aber wirksame Schikane ausgedacht: Die Antragsformulare für die Rehamaßnahme werden dermaßen "aufgebläht", dass ein Arzt - wenn er das gewissenhaft ausfüllt - mindestens 30 Minuten beschäftigt ist. Zeit ist knapp, erst recht für lästigen Papierkram. Im Ergebnis führt dieser "Trick" zu einem Vermeidungsverhalten bei den Ärzten, oder wie hier dazu, dass der Klinikarzt versucht, die Beantragung der Reha auf den ambulanten Kollegen abzuwälzen. Der hat dazu auch keine Lust und blockiert seinerseits. Leidtragender ist wieder der Patient. Die Krankenkasse ist "fein raus" und kann sich die Hände in Unschuld waschen: Kein Antrag - keine Reha - keine Vergütung.

Antwort
von walesca, 32

Hallo Wintertraum01!

Bei solchen Problemen mit dem Arzt würde ich wirklich mal die "Unabhängige Patientenberatung" anrufen und dort nachfragen, wie Du jetzt am besten reagieren sollst. Dort kennen sie sich mit solchen Dingen gut aus und geben Dir eine rechtlich korrekte Antwort. Ich habe dort auch schon öfter mal einen guten Rat bekommen. Ruf einfach mal an.

http://www.welt.de/wissenschaft/article3472077/Das-Maerchen-vom-boesen-Eier-Chol...

Viel Erfolg wünscht walesca

Kommentar von walesca ,

Sorry, da ist mir doch glatt der Link verrutscht!! Hier nun der Richtige: http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/upd-beratungstellen.html LG

Antwort
von anna61, 28

Hallo Wintertraum....

außerhalb des Regelfalls bedeutet nicht dass es budgetneutral ist. Allerdings gibt es Praxisbesonderheiten. Die Diagnosen kann man unter diesem link http://www.kvb.de/fileadmin/kvb/dokumente/Praxis/Infomaterial/Verordnung/KVB-Bro... nachlesen.

Praxisbesonderheiten gehen auch nicht auf das Budget des Arztes... schau mal auf deine Verschreibung und schaue nach ob deine Erkrankung zu den Praxisbesonderheiten gehört.

Und meinem Arzt hat damals die mail des Bestrahlungsarztes genügt. Ich denke das Ganze ist nur eine Ausrede von deinem Arzt.

LG Anna

Antwort
von kreuzkampus, 22

Eine Klinik, die Dir und nicht Deinem Arzt Behandlungsmitteilen schickt; und dann noch per Mail? Sorry; aber da würde ich doch gerne die ganze Geschichte kennen. Abgesehen davon werden Mails in vielen Bereichen des Lebens nicht als rechtswirksam anerkannt. Wenn mir ein Patient die Mail eines Operateurs an den Patienten vorlegen würde, würde ich auch nur mit dem Kopf schütteln und nicht darauf reagieren. Diesen Operateur würde ich auch fragen, warum er Dir geschrieben hat und nicht, wie üblich, dem Arzt. Alles sehr unverständlich. Und uns noch zusätzlich dazwischen zu schieben, ist auch unverständlich.

Kommentar von Wintertraum01 ,

Ich habe den Eindruck, das ein Konflikt zwischen dem Arzt und der Klinik besteht und es auf meinem Rücken ausgetragen wird.

Kommentar von Wintertraum01 ,

Die Klinik soll dem Arzt mitgeteilt haben, das die Mail reichen muss.

Kommentar von walesca ,

Vielleicht reicht es Deinem Arzt nicht aus, da auf der Mail keine persönliche Unterschrift des Arztes aus dem Krankenhaus ist! LG

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