Frage von allesinderwaage, 227

arbeiten unter starken Schmerzmedikamenten

hallo, ich möchte gern etwas wissen und zwar: ist jemand der aus krankheitsgründen starke opioide/ opiate nimmt überhaupt arbeitsfähig, ich denk da an unfallrisiko, starke nebenwirkungen usw. darf so jemand einer arbeit nachgehen?

Antwort
von evistie, 210

Grob gesagt, ist jeder übermüdete, (rest-) alkoholisierte oder bekiffte "So jemand" gefährlicher für sich und die Umwelt als ein gut eingestellter Schmerzpatient.

Opiate/Opioide führen nicht automatisch zu Arbeitsunfähigkeit... im vertrauensvollen Gespräch mit dem Arzt/Schmerztherapeuten wird erörtert, welche Risiken bestehen.

Aber wie gesagt: Grundsätzlich fürchte ich die Schmerzpatienten beispielsweise im Straßenverkehr weit weniger als die sich selbst überschätzenden Hohlbirnen, wie im ersten Absatz aufgeführt.

Kommentar von nichschlimmjim ,

Nicht nur "grob gesagt", das trifft den Nagel auf den Kopf. Guter Kommentar!

Antwort
von StephanZehnt, 190

Hallo I..,

nicht ganz zufällig steht in den Beipackzetteln immer der Spruch Maschinen und Fahrzeuge können nicht bedient werden. Nun ist es so das egal ob Schmerzpatient oder Diabetiker, Epileptiker wenn sie ein Fahrzeug führen stehen sie mit einem Bein im Gefängnis. Allerdings ist es heute so das man auf ein Fahrzeug angewiesen ist wenn man auf dem Land wohnt!

Nun kann man unter solchen Bedingungen schon arbeiten gehen, nur nicht an einer Maschine wo Verletzungsgefahr besteht. Der Arbeitgeber sollte über eine entsprechende Erkrankung schon Bescheid wissen.

Ansonsten kann ich zum Thema Straßenverkehr evestie nur beipflichten. Wenn man im Straßenverkehr teilnimmt Ja und Motorradfahrer direkt auf der Heckklappe hängen und dann in einer Kurve überholen und bei Gegenverkehr dann die anderen Verkehrsteilnehmer zur Vollbremsung zwingen das ist nicht ganz so lustig. Vor allem auf sehr kurvenreichen Straßen.

Ob ein Schmerzpatient einer Arbeit nachgeht entscheidet nicht er selbst. Das entscheiden die Kostenträger. Die stellen per Gutachten udgl. fest der Patient XY ist in der Lage noch ..Stunden täglich zu arbeiten.

Ja und irgendwie muss man seinen Lebensunterhalt verdienen. Selbst wenn man feststellt (Gericht) das z.B. ein Arbeitsunfall fremd verschuldet war. Man wird versuchen den Betroffenen wieder Berufstätig zu machen. Die Kosten trägt zumeist die Allgemeinheit auch wenn der Unfall vom Verursacher grob fahrlässig geschieht.

Nicht wenige Kostenträger (BG) udgl. kommen dann auf die Idee danach wenn das mit der Arbeit nicht geklappt hat dem Unfallopfer zu sagen Sorry wir sind dafür zuständig das Deine Teilhabe am Arbeitsleben geklärt ist. Danach gibt es nur noch das Allerallernotwendigste ..! Also Schmerztabletten Kiloweise...!!

Soviel zu den Zusammenhängen ob man Arbeiten gehen darf oder muss und wenn dies nicht mehr funktioniert die Folgen.

VG Stephan

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