Frage von Diddieh, 42

Ansteckende Krankheit im Wartezimmer

Zufällig habe ich heute mitbekommen, ich war wegen einer Routinesache beim Hausarzt, dass ein Patient in einem separaten Raum sitzen musste und nicht ins Wartezimmer durfte. Klar, irgendwas ansteckendes muss es ja gewesen sein. Als er dann aber aufgerufen wurde ins Sprechzimmer zu kommen, "durfte" er plötzlich mitten durch die anderen Patienten durchmarschieren. Das ist doch auch nicht in Ordnung, oder?

Antwort
von Nelly1433, 42

Möglicherweise war es auch dieser Patient, der vor den anderen geschützt werden musste (z.B. schwaches Immunsystem o.ä.).
Da können wir nur spekulieren. Sollte aber man nicht. Jeder kann schließlich in die Situation kommen und ist dann froh, wenn der Arzt eine solche Problemlösung anbietet.

Anstecken kann sich grundsätzlich überall, wo man Kontakt zu anderen hat. Meine Mutter bekam vor Jahren mal ein Schreiben vom Gesundheitsamt. Sie musste sich auf Tuberkulose untersuchen lassen. Irgendwann stellte sich heraus, dass sie beim Metzger eingekauft hatte, als ein Kunde anwesend war, bei dem später Tuberkulose diagnostiziert wurde. Obwohl der Laden relativ klein war und die Aufenthaltsdauer etwas länger, hatte sie sich aber NICHT angesteckt.

Antwort
von Mahut, 34

Es haben einige Ärzte für Privatpatienten, gesonderte Wartezimmer, vielleicht war es in diesem Fall auch so.

Kommentar von gerdavh ,

Gibt es wirklich Arzpraxen, wo Privatpatienten in einem gesonderten Raum sitzen dürfen? Womöglich mit geplosterten Sesseln, Tee und Gebäck? So nach dem Motto "Wir können unseren Privatpatienten ja nicht zumuten, mit dem gemeinen Fußvolk in einem Raum zu warten" Das ist ja das Allerletzte.

Kommentar von walesca ,

Ja, leider gibt es das wirklich. Obwohl ich selbst auch "privat" bin, finde ich das nicht gut! Aber manche Praxen wollen wohl nicht, dass die "anderen" merken, wenn die "privaten" schon mal eher drankommen. Mir selbst ist das immer sehr unangenehm und peinlich, da ich durch meinen Mann (Beamter) ja nur zwangsweise privat versichert bin. Wir haben gar keine andere Wahl! LG

Kommentar von Nic129 ,
Womöglich mit geplosterten Sesseln, Tee und Gebäck?

Noch nicht. Kommt aber sicherlich noch.

Obwohl ich selbst auch "privat" bin, finde ich das nicht gut!

Dem schließe ich mich an. Aber peinlich muss es Dir dennoch nicht sein. In machen Gruppen ist eine Privatversicherung nun eben sinnvoller. Soweit ich mich erinnere, können Beamte sich auch freiwillig gesetzlich versichern. Also die Privatversicherung ist keine Pflicht. Aber das macht eben, wie oben gesagt, keinen Sinn - hinsichtlich Kostengegenüberstellung ect.

Antwort
von Nic129, 34

Soll der Hausarzt sich nun einen unterirdischen Tunnel oder Teleporter bauen?! Man muss nicht pingeliger als der Papst sein. Die Wahrscheinlichkeit, sich in diesen paar Sekunden anzustecken, ist verschwindend gering. Außerdem ist es eine reine Spekulation von Ihnen - oder haben Sie Belege, dass der Patient tatsächlich infektiös war?! Aber davon mal abgesehen... Was glauben Sie, wie viele Patienten (hoch)ansteckend sind und im Wartezimmer sitzen....

Kommentar von Ente63 ,

Und es vielleicht selber noch gar nicht wissen.

Kommentar von walesca ,
Soll der Hausarzt sich nun einen unterirdischen Tunnel oder Teleporter bauen?! Man muss nicht pingeliger als der Papst sein. Die Wahrscheinlichkeit, sich in diesen paar Sekunden anzustecken, ist verschwindend gering

Mit diesen Worten bist Du mir glatt zuvorgekommen, Nic!! Danke! LG

Antwort
von charlotte7, 28

Bei ansteckenden Krankheiten sollte wenigstens ein Mundschutz Pflicht sein.

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