Frage von Babsibuh, 44

Woher kommt meine Angststörung?

Ich habe eine Angststörung (muss jede Minute ans atmen denken). Hatte das auch schon als Kind aber nicht so stark wie jetzt aber ich hatte es!

In meinem ersten Lebensjahr und auch vorher hat mein Erzeuger meine Mama geschlagen, bedroht, getrunken und mich entführt wo meine Mama sich getrennt hat (ich habe kein Kontakt zu ihm und ich war da ja Noch nicht mal 1 jahr alt)...

Ich denke das ich es davon habe oder was meint ihr? Kann sowas davon kommen sonst habe ich keine körperlichen Probleme hab auch bluttest , lungenvolumen Test und sonst was für Test gemacht ! (Nix gefunden).

Kann man sowas heilen und weg bekommen oder eher nicht? Ich bin in eine Tagesklinik aber da helfen die uns nicht besonders so hab ich den Eindruck ..

Naja egal. ich wollte jetzt selber mal paar Tipps holen oder Ratschläge oder vielleicht sogar eine Hilfe.. :( ich bedanke mich schon mal bei euch und hoffe irgendwer kann mir helfen :)

grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bethmannchen, 19

Per se ist Angst ja gar nichts verkehrtes. Sie bewahrt uns davor, einfach so auf eine Straße zu rennen, oder uns festzuhalten, wenn wir auf einer Leiter stehen, noch einmal nachsehen, ob der Herd, das Bügeleisen abgeschaltet sind bevor wir aus der Tür gehen. Das ist ein Mechanismus, der dafür sorgen soll, dass wir dann und wann umsichtig handeln.

Wir atmen ja schon seit ein paar Millionen Jahren, auch schon lange
bevor wir überhaupt denken konnten. Also wird das schon ohne denken
klappen. Du traust deinem Körper aber nicht einmal diese kleinste aller Basis-Funktionen zu. 

Als gesunder Mensch immer ans atmen denken zu müssen, ist fürs Leben doch eher störend. Man kann aber nicht vergessen zu atmen, das geht einfach nicht. Warum du daraus nun eine ständige Sorge und Umsicht machst, ist dir ja nicht einmal selber klar. Es wird dir nichts nützenm, wenn du nun sagen kannst, "DER ist Schuld daran".  Es ändert ja für dich nichts.

Dein frühes traumatisches Erlebnis wird dein Urvertrauen massiv
erschüttert haben. Das ist nun aber schon so lange her, dass du seither genügend positive Erfahrungen gemacht hast, die diese eine negative Erfahrung längst aufwiegen sollten. Es wird dir daher auch nicht helfen, wenn du eine Begebenheit aus der Vergangenheit für dich als Ursache heranziehst. Es hilft dir nicht einmal als Ausrede weiter.

Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, nur vielleicht mit heute vergleichen und dann abhaken. Zu wissen, warum du deinem eigenen Atemreflex nicht vertraust wird dir auch nicht beim Abgewöhnen helfen. Was du jetzt und künftig brauchst ist "Vertrauen in deinen Atemreflex", der ohne dein Zutun schon funktionieren wird.

Da musst du bei dir etwas ändern. Das können auch keine Ärzte oder Neurologen für dich tun. Die können dir nur Ratschläge und Tipps geben.

Kommentar von polar66 ,

@bethmannchen: deine Antwort gefällt mir richtig gut :)

Kommentar von bethmannchen ,

Freut mich, wenn dir meine Antwort weitergeholfen hat. Alles Gute in der Zukunft!

Antwort
von MiezeKatze, 14

Klingt nach einer Angststörung mit resultierender Zwangsstörung. Ganz einfache Kiste: Du musst zum Neurologen. Der wird entscheiden, ob Medikamente notwendig sind und dich zur Psychotherapie überweisen (die hier in jeden Fall sein muss). Er wird dir auch sagen, welche Form der Psychotherapie du brauchst. Dann kannst du bei der KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG anrufen und dir eine liste mit therapeuten geben lassen, die auf dich zugeschnitten sind. Diese sollten dir auch einen Termin in absehbarer Zeit geben. Allerdings solltest du die KV erwähnen, da die Praxen komplett überlaufen sind und man daher immer etwas Druck machen muss. Ansonsten wimmeln die einen ab.

So Roman Ende. Ich hoffe es ist nicht zu trocken :D bin da sehr prakmatisch. 

Kommentar von Babsibuh ,

Huhu :D danke für deine trockenen Nachricht .. Ne ne ...

Medikamente bekomme ich Schon und zwar cipralex und eine Therapie hatte ich schon 8 Wochen Tagesklink nun wurde ich entlassen aber klar geht es mir besser aber diese Gedanken sind noch nicht komplett weg .. Und eine Therapie da muss ich super lange warten obwohl ich eine Überweisung habe von meiner Ärztin .. Naja mal sehen ! Ich dachte an Sport weil davor habe ich ja auch super Angst ... Mal sehen :( 

Antwort
von polar66, 24

Hallo Babsibuh,

woher diese Form der Angststörung bzw. dieses zwanghafte Denken an die Atmung kommt lässt sich nur äußerst schwer beantworten hier im Forum.

Dass es heilbar ist, denke ich aber schon. Wenn du meinst, die Tagesklinik hilft dir nicht weiter, hast du es schon mal versucht mit einem niedergelassenem Psychologen/Psychiater?

Entspannung und Atemübungen wären hilfreich. Wie du sicherlich weißt, gibt es verschiedene Formen von Entspannungstechniken. Du solltest mehrere Techniken kennenlernen und dann entscheiden, welche für dich in Frage kommt. Manchmal kommt es vor, dass man etwas kennenlernt, es gefällt einem nicht und beschließt, so etwas in der oder ähnlicher Form nie wieder zu machen. Das wäre der falsche Weg. Ausprobieren wäre der Weg. Das gleiche gilt für die Atemübungen! Mir persönlich hat die Prozentatmung sehr geholfen. Therapeuten werden sich sicher damit auskennen oder sich vllt. die Mühe machen, Informationen einzuholen.

Das wären die Tipps, die ich dir nennen könnte. Gruß von polar66.

Antwort
von Strenwanderer, 12

Ich kann nur sagen: such dir einen ambulanten Therapeut. Ich habe Kindische, Kur und Tagesklinik Erfahrung. Wie auch Ambulant. 

Ich kann nur sagen: das du deine Probleme auftreten musst, um deine Ängste und andere Psychische Probleme auf Dauer los zu bekommen. 

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