Frage von Philz, 354

Angst vor spritzendem Wasser beim Stuhlgang

Hallo Gemeinde, wenn ich auf der Toilette mein großes Geschäft verrichte, spritzt häufig ein wenig Wasser an mein Gesäß, was ja wohl normal zu sein scheint. Auf öffentlichen Toiletten lege ich daher vor der Defäkation zwei Lagen Toilettenpapier über das Wasser, sodass nichts spritzen kann. Zudem vermeide ich so Ängste, das spritzende Wasser könnte mir irgendwie schaden, denn öffentliche Toiletten sind ja häufig ziemlich hoch frequentiert.

Zu Hause habe ich bislang nie Toilettenpapier in die Schüssel gelegt, da meine heimische Toilette ja nicht von wildfremden Menschen benutzt wird. Außerdem ist das Wasser in der Toilette ja ganz normales, sauberes Trinkwasser. Nicht zuletzt kann man das Ergebnis des "großen Geschäfts" auch besser beurteilen, wenn vorher kein Papier in der Schüssel lag, und so Rückschlüsse darauf ziehen, ob Aussehen und Konsistenz in Ordnung oder womöglich krankheitswertig sind. Ich sah also nicht ein, warum ich mir den Aufwand machen sollte, vor jedem Stuhlgang Papier in die Schüssel zu legen.

Als ich vorhin bei mir zu Hause groß war, spritze es wieder ziemlich stark, sodass mein Analbereich teilweise mit Wasser benetzt war. Ich wischte mein Gesäß sofort ab, aber dennoch blieb die Angst, ob mir das spritzende Wasser nicht doch irgendwie schaden kann. Schließlich putze ich mein WC zu Hause nicht täglich und es wird ja auch von mehreren Personen benutzt. Zufälligerweise habe ich heute sogar vor meinem Stuhlgang einmal kurz gespült, sodass das Wasser in der Schüssel wirklich frisch war. Kann das Spritzen dennoch irgendwie schädlich gewesen sein?

Meine größte Sorge ist, dass die eventuell im Wasser enthaltenen Bakterien oder Keime irgendwie in meine Harnröhre oder in meinen Urogenitaltrakt gelangen und dort Schaden anrichten könnten. Dies erscheint aber doch schwer möglich, wenn eigentlich mein Analbereich angespritzt wurde und ich das Wasser außerdem gleich wieder abgewischt habe, oder? Meine große Angst vor der Schädigung des Urogenitalbereichs rührt daher, dass ich schon seit langer Zeit Missempfindungen – vor allem ein Fremdkörpergefühl – in der Harnröhre spüre, obwohl diverse urologische Untersuchungen ohne Befund blieben.

Aus irgendeinem Grund bin ich davon überzeugt, dass das beschriebene Spritzen des Wassers diese Missempfindungen verstärken könnte. Denn seitdem dies passiert ist, spüre ich das Fremdkörpergefühl stärker als zuvor. Wahrscheinlich liegt das aber nur daran, dass ich jetzt wieder mehr darauf achte, oder?

Ich hoffe, ihr könnt mich ein wenig beruhigen.

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Antwort
von dinska, 346

Laut einer Studie sind in einem Kühlschrank und in der Küche mehr Keime als in Toiletten. Wenn du wirklich solche Angst hast, dann lege doch auch zu Hause Toilettenpapier in die Schüssel. Übertriebene Ängste wirken sich immer ungünstig auf die Gesundheit aus, auch psychische Probleme können zu organischen Schäden führen. Man kann das eine vom anderen nicht total trennen. Achte auf Sauberkeit und Hygiene, mehr kannst du nicht tun und alles andere ist überflüssig.

Antwort
von Amsel1, 320

Sonst hast du keine Probleme,was hast du denda Angst vor Wasser ,ich finde man kanns auch übertreiben.

Antwort
von egerling, 295

Sorry - aber man kann es auch übertreiben.Die geeignete Toilette wäre für dich vermutlich der sogenannte "Donnerbalken" früherer Zeiten Da konnte kein Wasser spritzen. ;-)

Antwort
von kreuzkampus, 274

Wirf vorher ein paar Blätter Toi-Papier rein.

Kommentar von Philz ,

Ja, das werde ich in Zukunft auch immer machen, um diese Ängste zu vermeiden, aber ich habe Angst, dass es schon zu spät sein könnte für diese Erkenntnis, weil ich mich womöglich ja schon infiziert haben könnte.

Kommentar von kreuzkampus ,

Angst ist ein ganz schlechter Berater! Vergiß es.

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