Frage von fuckingburnout, 541

Angst vor Lungenkrebs mit 18

Seit dem 24 macht sich mal wieder eine "alte Beschwerde" bemerkbar: Ein leichtes Stechen in der linken Brust das zunimmt, wenn ich fest einatme, und je nach Tageszeit auch mal in die rechte Brust wandert. Das hab ich immer, wenn ich mich im Schlaf auf den Bauch drehe, dabei meinen Rücken durchbiege und die folgenden Tage dann durchgehend rumsitze (was sich jetzt durch die ganzen Familientreffen kaum vermeiden ließ).

Jedenfalls hab ich dann dummerweiße mal wieder im Internet recherchiert und bin drauf gekommen, dass das auch irgendwo irgendwie was mit Lungenkrebs zutun haben könnte .. dabei ist mir dann was in den Kopf geschossen, dass mir mein Physik Lehrer vor Jahren erzählt hatte: Die Radonbelastung in meiner Heimat, dem bayerischen Wald. Ich habe seit 4 Jahren ein Kellerzimmer in einem ziemlich alten Haus und habe bsi vor einem Jahr nicht wirklich oft gelüftet. Zudem hab ich seit 2 Monaten die schlechte Angewohnheit, wöchtlich mit einem Freund zum Shisha Rauchen zu gehen.

Auf der anderen Seite lebe ich aber eigentlich gesund: Es gibt täglich Obst und Gemüse, getrunken wird nur Leitungswasser und auf Fleisch, Zucker, usw. wird so gut wie nur möglich verzichtet. Auch Alkoholkonsum ist zur Seltenheit geworden (höchstens ein Abend in 2-4 Monaten, andem ich etwas trinke) und durch meine Arbeit bin ich ständig auf Achse. Hobbymäßig war ich lange Fußballer, dann beim Kickboxen und jetzt "nurnoch" gelegentlich beim Joggen. In meinem Kellerzimmer hab ich auch noch nie geschlafen, weil mir das Bett in meinem kleinen "Schlafzimmer" im Erdgeschoss doch lieber ist.

Jetzt hat sich da plötzlich die Angst vor Lungenkrebs breit gemacht. Ich hab noch so viel vor im Leben und Lungenkrebs wäre da - so bösartig wie er ja ist - der Supergau. Dieses Stechen in der Brust macht mir schon irgendwie Sorgen (auch wenn ich davon ausgehe, dass es wirklich nur was mit den Muskeln bzw. dem Verbiegen des Rückens zutun hat) und selbst wenn das harmlos sein könnte: Durch die ganze Radonbelastung in den letzten Jahren kann sich da doch bestimmt schon was gebildet haben bzw. ein erhöhtes Risiko für Spätfolgen entstanden sein oder? Die Tatsache, dass in meiner Familie schon 3 Personen an Krebs erkrankt sind, macht das ganze nicht wirklich besser. Mein Opa hatte Prostatakrebs, verstarb aber an einem Herzinfarkt. Sein Bruder hatte auch Prostatakrebs, an welchem er dann letztendlich starb. Meine Tante hatte mit 30 Jahren Lungen- oder Brustkrebs (bin mir nichtmehr ganz sicher) obwohl sie schon fast ihr ganzes Leben Vegetarisch (und jetzt Vegan) lebt und Alkohol/Zigaretten immer gemieden hat. Sie war die einzige, die den Krebs überstanden hat (war vor gut 10 Jahren). Was soll ich tun?

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Antwort
von Mahut, 541

Ich bin in der Nachkriegszeit geboren und durch den Wohnungsmangel wohnte meine Familie ca. 20 Jahre in einer Kellerwohnung, jetzt bon ich 68 Jahre und meine Lunge ist gesund, keine Spur von Krebs, da ich vor 22 Jahren auch mit dem Rauchen aufgehört habe, ist die Lunge auch von Ablagerungen sauber.

Mache dir mal nicht so groe Sorgen, denn das kann auch krank machen.

Kommentar von walesca ,

Das sehe ich ganz genau so!! Die Wahrscheinlichkeit, durch Radonbelastung einen Lungenkrebs zu bekommen ist doch insgesamt sehr gering! Ich glaube, da ist ein Lottogewinn schon wahrscheinlicher!! Nur keine Panik - sooo leicht bekommt man keinen Lungenkrebs - und von heute auf morgen schon gar nicht!!! LG

Antwort
von StephanZehnt, 424

Hallo fb,

hast Du Dich eigentlich einmal näher mit dem Thema beschäftigt?
Du bist 18 J. in der Regel wirkt etwas auf den Körper ein was ein Stück für in giftig oder zumindest schädlich ist.

Dann erfolgt aber nicht sofort ein Karzinom odgl.. Sondern es dauert etwas bis Zellen entarten also ein Krebs entsteht Dies kann können schon ein mal ca. 20 Jahre sein. Dabei spielt aber auch eine Rolle ob man z.B. die Anlage dazu hat.

Es also schon Krebsfälle in der Familie gegeben hat. Also jetzt Dir die Frage zu beantworten ob Du demnächst Prostata - Lungen oder Brustkrebs bekommen könntest ist ein wenig.... Nun auch Männer können Brustkrebs bekommen allerdings ganz extrem selten. Ja und was den Prostatakrebs angeht es passiert zumeist in etwa das Gleiche wie bei Deinem Opa die versterben zumeist eher an anderen Dingen!

Ich habe gerade etwas mit dem Titel gelesen der eingebildete Kranke. Ich weis nicht ob das so ist wenn man sich ständig mit irgendwelchen Krankheiten beschäftigt das amn dann irgendwann in Jahrzehnten wirklich erkrankt.

Stephan

http://www.stifterservice.de/t419/was_ist_krebs/index.html

Kommentar von fuckingburnout ,

Da ich beruflich in eine ganz andere Richtung gegangen bin sind so Themen wie "der menschliche Körper", Krankheiten und Phyisk eigentlich nur zu einem kleinen Hobby geworden. Mich interessiert das ganze einfach extrem und daher hab ich mich da auch etwas mehr damit beschäftigt.

Mir macht nur die Vorstellung, wegen meinem Kellerzimmer in ein paar Jahren (5,10, 20,...) an Lungenkrebs zu erkranken, doch etwas Angst.

Antwort
von gerdavh, 358

Hallo, die einzigen Bedenken, die ich an Deiner Stelle hätte, würden sich auf das Kellerzimmer beziehen, in dem Du zudem nicht lüftest. (Pilzporen??) Genaues kann Dir nur ein Lungenfacharzt nach einer Röntgenaufnahme mitteilen. Vielleicht hast Du auch einfach nur verspannte Muskulatur? Da wirst Du um einen Arztbesuch nicht herum kommen, wenn Dir das Sorgen macht. lg Gerda

Antwort
von CociCola, 272

Hey,

Du hast mit ziemlicher Sicherheit kein Lungenkrebs. Du bist 18 und rauchst nicht regelmäßig Zigaretten. So eine Krebsart entwickelt sich über Jahre und Symptome spürt man noch nicht mit 18... Frag doch einfach mal deinen HA, was der davon hält. Ich halte es für Schwachsinn.

LG

Kommentar von fuckingburnout ,

Ich hatte vor meiner letzten OP mal mit meinem Hausarzt übers Thema Krebs geredet weil kurz zuvor der Bruder meines Opas an Prostatakrebs verstroben ist. Er meinte, dass man mit gesunder Ernährung, Sport und Verzicht auf Ungesundes eigentlich keine Angst haben muss. Die Sache mit dem Radon macht mir da aber schon ziemlich Panik, immerhin bin ich dem Zeug seit gut 4 Jahren fast täglich ausgesetzt (auch wenn ich nichtmehr sooo oft zu Hause bin).

Wie sieht es denn mit den Spätfolgen aus? Kann es sein, dass die jetzige Radonbelastung Schuld an einem Lungenkrebs in z.B. 10 Jahren haben kann?

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das Bruststechen jetzt was mit Krebs am Hut hat, aber dadurch bin ich eben aufs Thema gekommen.

Kommentar von CociCola ,

Ich hab auch ein Zimmer im Keller, eins oben und eins unten. Ich schlafe auch im Kellerzimmer^^ Ich verstehe nicht, was das mit Radon zu tun hat? Oder ist das Radon nur bei dir so? DAS würde ich den Arzt fragen und nicht auf den Lehrer hören, die erzählen öfters mal Müll hust :D Ich kenne mich mit Radon nicht aus, aber ich denke mal, dass du nicht der einzige bist, der dem ausgesetzt ist. Und ich habe auch noch nirgendswo gelesen, dass Radon ein Auslöser für Krebs ist.

Kommentar von fuckingburnout ,

Radon ist ein radioaktives Gas das aus dem Erdboden austritt. In manchen Gegenden stärker, in anderen weniger. Das Gas an sich ist dabei garnicht soo schlimm, da es im Grunde nichtmal stark genug ist um durch die Haut zu kommen. Atmet man das Zeug - vor allem das Zerfallsprodukt von Radon, das sich z.B. am Staub sammelt - lagert sich das Zeug in der Lunge ab und ist der zweithäufigste Auslöser für Lungenkrebs. Schlimmer als Passivrauchen aber zugegeben immernoch bei weitem nicht so schlimm wie die 80-90% an Erkranungen, die aktives Rauchen ausmacht.

Jedenfalls erkranken jährlich ca. 2000 Menschen an Lungenkrebs, der auf Radon zurückzuführen ist. So wie ich das über Google mitbekommen habe soll das Krebsrisiko bei einer 100 Bequerel Belastung um 10% steigen (ca. 50 Bequerel sind der deutsche Durchscnitt). In manchen Bereichen bzw. Häusern kann diese Belastung aber auch so stark ansteigen, dass das Risiko auf ca. 40% erhöht wird. Ob das jetzt der Faktor für aktive Raucher oder Nichtraucher ist, weiß ich leider selbst nicht.

Radon ist also doch garnichtmal sooooo ungefährlich und auch wenn es nur einen kleinen Teil ausmacht, da ja immerhin 80-90% der Lungenkrebserkrankungen aufs Rauchen zurückzuführen sind, sind 2000 Menschen pro Jahr doch ne ganzschöne Nummer.

Kommentar von StephanZehnt ,

er meint dies http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/vorbeugung/tid-30548/unterschaetzt...

Allerdings bekommt man dies nicht über Nacht sonder erst nach ... Jahren und nicht mit 18 J. .Ähnlich wie beim rauchen.

Kommentar von CociCola ,

Also ist es nicht ratsam, ein Zimmer im Keller zu haben? ich mache mir da jetzt auch meine Gedanken drum...Habe auch schon gesucht, wie hoch die Belastung in Augsburg ist, aber nichts gefunden. Was würdest du sagen Stephan?

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