Frage von Lena94, 328

Angst vor einem Herzinfarkt?

Hallo,

Ich habe seit einer Woche Schwindel und schnellen Puls. Dann würde bei meinem Hausarzt ein ekg geschrieben und Blut abgenommen, alles in Ordnung nur ein erhöhter Puls. 2 Tage später wurde alles schlimmer. Ich bekam herzstiche, die aber wieder verschwanden. Schwindel war noch da. Also bin ich gestern ins Krankenhaus wo die ein ekg gemacht haben, Blut untersucht und mein Herz abgehört haben. Es wurden extra die Herzenzyme untersucht die gut waren, also der Herzmuskel war nicht beschädigt. Alles Paletti, sogar mein Puls war bei 84 und mein Blutdruck war gut. Ich konnte nach Hause. Gestern Nacht fing es an richtig zu schmerzen in der linken Brust und linken Schulter. Über den Tag wurde es schlimmer. Blöferweise habr ich im Internet dann gegooglet und es kam "Herzinfarkt" .. Die Schmerzen dauern an aber sind nicht sehr stark. Morgen habe ich nochmal einen Arzttermin aber ich habe panische Angst einen Herzinfarkt zu haben seit gestern Nacht wegen den Stichen.

Aber es wurde doch gestern alles untersucht? Wieso bekomme ich plötzlich danach solche Probleme? Psyche?

Ich bin weiblich und 21 Jahre jung.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Serienchiller, 249

Das klingt sehr nach einer typischen Herzphobie, oft auch als "funktionelle Herzbeschwerden" bezeichnet. Hier ist der Wikipedia-Eintrag dazu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Cardiophobie

Und hier einen Artikel zum Thema:

http://www.jameda.de/gesundheit/herz-kreislauf/funktionelle-herzbeschwerden/

Wichtig ist, dass du nach Ausschluss von körperlichen Ursachen mit einer Psychotherapie anfängst (am besten Verhaltenstherapie). Je mehr sich diese Angst einbrennt und je mehr du dein Verhalten daran anpasst, desto schwieriger wird es. Ansonsten ist die Erfolgsquote von Verhaltenstherapie bei solchen Phobien aber sehr hoch. Es ist gut möglich, dass du nach einigen Therapiesitzungen schon wieder ein halbwegs entspanntes und angstfreies Leben führen kannst.

Am besten sprichst du das morgen gleich bei deinem Arzt an. Der vermittelt dich im Idealfall an einen Psychotherapeuten, ansonsten kannst du hier versuchen, einen geeigneten Therapeuten zu finden:

http://www.bptk.de/service/therapeutensuche.html

Antwort
von dinska, 211

Du solltest dringend Entspannungsübungen erlernen und täglich ausüben. Progressive Muskelentspannung kann man gut nach einer CD ausüben und erlernen.

Das hilft Verkrampfungen und Spannungen zu lösen. Man sollte das 21 Tage täglich machen, dann einmal die Woche und später nur noch nach Lust und Bedarf.

Auch Atemübungen können sehr hilfreich sein. Lege dich entspannt hin und atme tief in den Bauch hinein. Dann die Luft langsam aus den leicht geöffneten Lippen wieder auslassen.

Du kannst auch zählen. 4 ein, 4 halten, 4 aus. 6 ein, 4 halten 8 aus. Du kannst das steigern wie du willst. Wenn es dich anstrengt, einfach normal atmen und dann wieder von vorn beginnen.

Antwort
von evistie, 194

Ja, Lena, da wird Dir wohl wieder Deine Psyche einen bösen Streich spielen. Du hast doch selbst geschrieben, Du seiest Hypochonder - wie wäre es denn endlich mal mit einer Therapie? Das ist doch kein Leben, ständig nur in sich hineinzulauschen, nach jeder Befindlichkeit zu googeln und ständig Angst vor irgendwelchen Krankheiten zu haben...!

Lenk Dich jetzt ab, so gut es geht, schlaf drüber, und morgen bist Du ja dann wieder beim Arzt. Frag ihn dann mal, ob er Dir in Sachen Therapie behilflich sein kann! Er kennt Dich doch sicherlich auch schon eine Weile und weiß von Deinen diversen Ängsten.

Antwort
von TIm9841, 35

Hi Lena!


Beruhige dich erstmal. Deine formulierte Situation klingt für mich nach einer Einbildung einer Herzkrankheit (Herzneurose).

Die Untersuchungen waren ja wie es sich anhört, bestens. Du kannst dir umso sicherer sein, dass alles in Ordnung ist, weil die Blutproben in verschiedenen Laboren untersucht wurden. Da die Ärzte kein Troponin im Blut festgestellt haben, das EKG sauber war und auch die Herztöne anscheinend unaufällig waren, wird das Herz samt Muskel in Ordnung sein! :)

Dennoch können die geschilderten Schmerzen wirklich vorhanden sein. Jedoch höchstwahrscheinlich NICHT vom Herz ausgehend. Es können simple Verspannunungen sein, die das Stechen und Ziehen verursachen. (Zum Beispiel im Schulter oder HWS Bereich) Aber natürlich kann es auch sein, dass sie rein aus der Psyche kommen.


Wenn du dir jedoch immernoch nicht Sicher bist, dann geh ruhig nochmal zu einem dritten Arzt. Jedoch halte ich bei dir eine Psychotherapie für angemessen, da ich der Ansicht bin, dass es sich bei dir um eine Herzneurose handelt. 

Übrigens: Eine Herzneurose ist eine psychische Störung, bei der Betroffene ständig in der Angst leben, einen Herzinfarkt zu erleiden.


Mit bestem Gruß :


Tim :)

Antwort
von bethmannchen, 151

Ich bin weiblich und 21 Jahre jung.

Du wirst gar nichts schlimmes haben. Vielleicht hast du verspannte Schultern, oder einen verspannten Rücken. Dazu muss man nur mal falsch im Bett gelegen haben, etwas Zugluft bekommen haben. Dann tut einem auch schon mal "das Herz" weh. Mit dem Herzen selbst ist dann aber alles in Ordnung, wurde ja auch schon festgestellt, nur der Bereich darum herum ist einfach verspannt. 

An jeder Rippe ziehen Muskeln in vier verschiedene Richtungen. Wenn da was verspannt ist, dann meldet sich das Herz plötzlich mit vemehrten Schlägen, irgendwo darin sticht es usw. Wenn man sich da dann hineinsteigert, wird alles schlimmer, bleibt man locker, geht es einem besser. 

Vieliecht hilft dir ganz einfach mal etwas Gymnastik und Wärme, und beides am besten im Wechsel. Dann entspannt sich das wieder, die Muskeln ziehen wieder richtig an den Rippen, und die merkwürdigen Reizungen hören ganz von alleine wieder auf, und alles ist wieder vorbei. 

Vermeide künftig Zugluft, geh nie ohne Schal raus... 

Antwort
von kreuzkampus, 127

Hast Du denn psychische Belastungen/Probleme?

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