Frage von gundy, 77

Angst vor Bluterkrankung?

Ich habe schon ein Beitrag über meine hypochondrische Ader und allfällige psychosomatische Beschwerten geschrieben und möchte mich jetzt trotzdem nochmals über etwas informieren.

Zu mir: 21 Jahre jung, sportlich, hypochondrisch veranlagt, nicht Raucher, wenig alkohol

Ich habe folgende Beschwerden: Müdigkeit, Atemnot (oft bei Bewegung), Juckreiz an Armen und anderen Körperteilen, eher selten Schwindel, dauernd Blut im Nasensekret.

Natürlich spuckt Google wenn man diese Symptome eingibt als erstes Leukämie aus. Da ich einen Hang zur Hypochondrie habe brennen sich solche Dinge sofort in mein Hirn. Ich war dann auch beim Arzt welcher etwas an meinem Herzen vermutet und mich zum Kardiologen überwiesen hat (war noch nicht da). Als ich ihn darauf ansprach, ob es was mit dem Blut sein könne verneinte er und sagte dass er bei mir keinen Grund sähe das Blut zu untersuchen.

Wie erwähnt bin ich in Behandlung und möchte mich hiermit eher beruhigen. Ich muss ziemlich lange auf den kardiologischen Termin warten und will einfach ausschliessen dass etwas mit meinem Blut nicht stimmt. Zum Arzt möchte ich nicht bevor ich mein Kardiologen war.

Ich schliesse nicht aus, dass dies auch psychosomatische Beschwerden sein könnten!

Danke :)

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Antwort
von evistie, 48

Ich frage mich allen Ernstes, womit Dein Arzt es "verdient" hat, dass Du ihm kein Wort glaubst. Des weiteren frage ich mich, wie Diagnose und eventuelle Behandlung weitergehen sollen, wenn Du bereits im Vorfeld seiner Einschätzung massiv misstraust.

Wäge doch selbst einmal ab:

Da ist auf der einen Seite ein approbierter Arzt mit ... Jahren praktischer Erfahrung, der aufgrund Deines Habitus, der Schilderungen Deiner Beschwerden und gründlicher Untersuchung zu dem Schluss kommt, dass Du am ehesten ein kardiologisches Problem hast (und Dich entsprechend überweist) und dass eine Blutuntersuchung einstweilen nicht erforderlich ist.

Auf der anderen Seite stehen User eines Laienforums mit viel gutem Willen und der Bereitschaft, Ratschläge zu geben, aber mit leider in der überwiegenden Mehrzahl sehr geringen medizinischen Kenntnissen, die Dir (ohne Dich auch nur einmal untersucht zu haben!) versichern sollen: "Nein, Du hast keine Leukämie!" Und denen bist Du dann bereit, Glauben zu schenken, aber Deinem Arzt nicht?!

Ja, ich weiß, auch Ärzte können irren (und Laien können per Zufallstreffer die richtige "Diagnose" finden...). Aber zunächst einmal wäre doch ein gewisser Vertrauensvorschuss angebracht, meinst Du nicht? Oder glaubst Du wirklich, ein Arzt würde Dir die Blutuntersuchung verweigern, wenn auch nur der geringste konkrete Verdacht bestünde, Du könntest an Leukämie erkrankt sein?

Ich hoffe sehr, dass Du trotz bekannter Hypochondrie noch über genügend gesunden Menschenverstand verfügst,  um zu erkennen, wem Du vertrauen willst - und dass eine "Meinungsumfrage" in einem anonymen Forum Dich nicht wirklich weiterbringt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten