Frage von Sunshine77, 1.357

Angst - Endometriosezyste Bauchspiegelung

Halli Hallo!

An meinem Eierstock sitzt ein 8 cm große Endometriosezyste. Nun soll diese per Laparoskopie entfernt werden und ich habe tierisch muffensausen davor. Zu mir ich bin Ende 30 und habe schon 2 Kinder normal entbunden.

Vielleicht kann mir jemand etwas Mut machen? 1. Wie ging es euch nach der OP? 2. Hat man starke Schmerzen? 3. Kann man die Gas-Schmerzen aushalten? 4. Wie lange wart ihr in der Klinik? 5. Wie lange dauert die OP? 6. Wann konntet ihr wieder aufstehen? 7. Hattet ihr eine Drainage und tut das ziehen weh? 8. Hat das jemand ambulant machen lassen?

Vielen lieben Dank fürs lesen!!!!

LG

Antwort
von eiskind1963, 1.216

Hallo,

wie die vorherigen Schreiber schon bemerkten, wird die genaue Verfahrensweise wohl unterschiedlich gehandhabt; am besten fragst Du im OP-Vorgespräch genauer nach. So war es bei mir (Entfernung einer Eierstock- und einer Eileiterzyste):

  • die OP hätte auch ambulant gemacht werden können, heisst nach einer kleinen Zeit im Aufwachraum hätte ich gehen können. Da ich jedoch Zuhause in den nächsten 24 Stunden allein gewesen wäre, musste ich diese Zeit sicherheitshalber in der Klinik bleiben - ist bei allen OP so.
  • sobald ich kreislaufmässig wieder o.k. war (ca. 1h später) durfte ich auch wieder aufstehen; eine Drainage hatte ich nicht, normalerweise ist bei so einer kleinen OP dies wegen fehlender Wundflüssigkeit nicht nötig

  • Wundschmerzen waren minimal

  • mein Problem: die Beschwerden durch das Gas. Es bleibt auch nach dem "Entlüften" bei der OP Restluft im Körper zurück - wieviel, soll auch daran liegen, wie viel Zeit die Operateure sich dafür lassen. Das mit dem Bewegen ist ein zweischneidiges Schwert: einerseits hilft es beim Abbau der Luft, andererseits steigt Luft auch im Körper nach oben. Der schmerzhafte Druck sitzt dann in Schulter, Hals und Kopf. Tipp: Hinlegen mit einem Kissen unterm Po, so dass dieser der möglichst höchste Punkt ist. Im Bauch ist einfach am meisten(viel!) Platz für die Luft - und keine Angst, solange es kein grösserer Eingriff als geplant wird, stört es die Wundheilung nicht und verursacht auch keine Schmerzen. Innerhalb von 10min verspürt man eine deutliche Erleichterung! Eventuell kannst Du Deinen Arzt ja zusätzlich nach einem Schmerzmittel fragen. Nach 3 Tagen ist der ganze Spuk weitestgehend vorbei.

  • sonst wie bei jeder OP: nicht schwer heben, heisst, wenn Deine Kinder noch klein sind, wäre eine Unterstützung hilfreich. Genaueres kann Dir der Arzt im Vorgespräch bzw. hinterher sagen (vielleicht machst Du Dir im Vorwege einen "Fragezettel"?). Die Fäden sind meist selbstauflösend, innerhalb der nächsten 6 Wochen sind sie verschwunden.

Ich wünsche Dir alles Gute für die OP!

Liebe Grüsse

Kommentar von Nic129 ,

Dieses besagte postlaparoskopische Schmerzsyndrom (erstreckt sich in den meisten Fällen bis in die Schulter) macht sich auch dann bemerkbar, wenn der Patient nur liegt. Es ist relativ egal, was der Patient macht (liegen, knien, stehen, laufen, rollen, fallen,...). Das liegt nun einmal in der Natur. Wer das Entweichen fördern will, der sollte sich viel bewegen. Das hilft in den allermeisten Fällen. In Einzelfällen kann es auch länger als 3 Tage dauern (es gibt Patienten, die kämpfen 1-2 Wochen damit). ;-)

Kommentar von eiskind1963 ,

Wow... dann habe ich ja wohl Glück gehabt, dass es bei mir nur 3Tage dauerte - vielleicht hat Sunshine ja genauso viel Glück. Und eventuell hilft ihr der Tipp mit dem Hochlagern des Po genauso wie mir; ich spürte eine deutliche Erleichterung. Aber wahrscheinlich nur Einbildung! Das Tieferlagern des Kopfes wurde mir übrigens auch in der Klinik angeboten (ohne den Zweck zu erklären).

Antwort
von Sunshine77, 1.109

Vielen Dank Eiskind. Meine OP wird stationär, da ich zwar nicht allein zuhause wäre, aber wegen der gr. Zyste ich eine Nacht bleiben muss. Eine Drainage werde ich sehr wahrscheinlich bekommen.

Antwort
von Nic129, 806
  1. Wie ging es euch nach der OP?

Nach laparoskopischen Eingriffen geht es den Patienten recht gut. Sie können sich nach der Operation, soweit es die Nachwirkungen der Narkose zulassen, ohne besondere Einschränkungen bewegen.

  1. Hat man starke Schmerzen?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Nein, wenn dann geringfügig. Die Schmerzen kamen hauptsächlich durch das während der Operation eingebrachte Gas. Ansonsten eben die typischen Wundschmerzen.

  1. Kann man die Gas-Schmerzen aushalten?

Ja, ist auszuhalten. Je mehr Sie laufen, desto schneller "verschwindet" auch wieder das Gas. Nach 2-4 Tagen sollten Sie dann recht beschwerdefrei sein. Sie werden sich aber die erste Zeit wie ein Luftballon fühlen.

  1. Wie lange wart ihr in der Klinik?

Variabel. Das hängt von Ihrem Befinden ab. Je besser es Ihnen geht, desto früher können Sie das Haus verlassen. Bei den meisten kleineren lap. Eingriffen ist zwischen 1 - 5 Tage ganz normal.

  1. Wie lange dauert die OP?

Das ist unterschiedlich. Je nach Aufwand und Schwierigkeit. Man wird wohl irgendwo zwischen 40 - 80 Minuten herauskommen.

  1. Wann konntet ihr wieder aufstehen?

Unmittelbar nach der Operation - soweit es der Zustand nach der Narkose zugelassen hat.

  1. Hattet ihr eine Drainage und tut das ziehen weh?

Müssen nicht, können aber eingelegt werden. Ein paar Mal ruhig ein- und ausatmen, anschließend beim Ziehen Luft anhalten, dann lässt es sich ertragen. Nur die Ruhe, es gibt wirklich schlimmeres.

  1. Hat das jemand ambulant machen lassen?

Meistens bleiben Patienten nach lap. Eingriffen zumindest eine Nacht stationär. Aber auch hier unterschiedliche Handhabung.

Viele Grüße

Antwort
von Sunshine77, 966

Vielen ♥-lichen Dank für die Antwort. Jetzt bin ich um einiges beruhigter! Eine Frage hätte noch.. meine Zyste sitzt am rechten Eierstock. Kann es dabei auch zu einem Spiegelschmerz kommen und es auf der linken Seite zwicken/stechen. Auf der linken Seite wurde im US nichts erkannt. Ab und zu sticht es auch leicht auf Bauchnabel höhe links. Kann dies auch mit der gr. Eierstockzyste, welche sich unter der Gebärmutter lagert zusammen hängen?

Antwort
von StephanZehnt, 731

Hallo Sunshine,

wenn Du umfassend Bescheid wissen willst dann würde ich doch die Frage hier stellen.

http://www.endometriose-liga.eu/forum/1 Aber es wird bestimmt noch Jemand antworten!

VG Stephan

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