Frage von tiger16neu, 46

Angeblich habe ich "Auskalkungen" in den vorderen Fingergelenken - wie kann man die auflösen?

Vor acht Monaten wurde ich am Daumengrundgelenk der linken Hand operiert. Der Trapezknochen wurde entfernt und es wurde eine Eppingplastik gemacht.

Nach der OP wurde aufgrund der starken Schmerzen die Hand für sechs Wochen durch einen Verband ruhiggestellt. Gegen die Schmerzen habe ich Tilidin und Celebrex eingenommen. Nach sechs Wochen wurde dann der Draht entfernt, der den ersten Daumenknochen am ersten Zeigefingerknochen fixiert hat. Der postoperative Verband war so eng, dass ich sehr starke Schmerzen hatte, als die Wirkung der Narkose nachliess. Deshalb habe ich 24 Stunden nach dem zweiten Eingriff den Verband eigenhändig gelockert - es waren extreme Einschnürungen an allen Fingern sichtbar. Den Verband habe ich dann etwas lockerer wieder angelegt, worauf sich die Schmerzen schnell auf ein erträgliche Mass reduzierten.

Der Arzt, den ich mit dieser Tatsache konfrontiert habe, meinte nur lapidar, d habe er "wohl etwas sportlich bandagiert". Zu den weiterhin ständig vorhandenen Schmerzen meinte er, die kämen von "Auskalkungen in den vorderen Fingergelenken, da könne man nix machen ausser warten und verschrieb mir Ibuprofen.

Mittlerweile habe ich zwar den Arzt gewechselt, und die Schmerzen sind nicht mehr ständig da. Aber nach wie vor sind die Finger der linken Hand nach dem Aufwachen extrem unbeweglich und leicht schmerzhaft. Es dauert bis zu einer Stunde, bis ich die Finger einigermassen bewegen kann. Die volle Beweglichkeit ist nach wie vor nicht erreicht. Besonders betroffen sind das vordere Gelenk des Mittelfingers und des Ringfingers.

Zwar arbeite ich seit zwei Monaten wieder, weil ich das Geld brauche, aber da ich körperlich relevante Tätigkeiten ausübe, stelle ich immer wieder fest, dass mir in der linken Hand sehr viel Kraft fehlt.

Deshalb jetzt zwei konkrete Fragen:

  1. Kann man von aussen mittels welcher Gerätschaften auch immer feststellen, was sich im Innern wirklich abspielt?

  2. Falls es sich tatsächlich um Kalkablagerungen handelt, kann man diese irgendwie erfolgversprechend beseitigen und wenn ja, wie?

Ich bin mal gespannt auf Eure Antworten, denn auch mein neuer Arzt will an dieses Problem nicht wirklich ran.

Antwort
von Alois, 43

Hallo tiger16neu,

1) Nein, was "innen" vor sich geht lässt sich nur vermuten

2) "Auskalken" bedeutet keine Kalkablagerungen, sondern hier ist das natürliche Knochenwachstum gemeint - das Wort bedeutet in diesem Zusammenhang also Härtung und hat einen positiven Sinn

Ich nehme an, dir ist bewusst, dass die Hand nach der OP mehrere Monate (ca. 3-4) geschont werden soll - Abstützen, Tragen schwerer Gegenstände, ja sogar längere Arbeiten am PC sind während dieser Zeit zu vermeiden.....Sicherlich ist es deine Entscheidung, aber dann darfst du dich auch nicht wundern, wenn das Ergebnis im Endeffekt nicht so ausfällt wie eigentlich gewünscht.

Liebe Grüße, Alois

Kommentar von tiger16neu ,

Hi Alois, vielen Dank für Deine Antwort. Also geschont hab ich die Hand sechs Monate, trotzdem bin ich mit diesem Teil des Ergebnisses nicht zufrieden.

Kommentar von Alois ,

Sorry, dann habe ich dein "denn ich brauche das Geld" wohl fehlgedeutet"; nach 6 Monaten sollte auch die "Auskalkung" beendet sein; ich empfehle dir, eine Zweitmeinung eines anderen Orthopäden sowie die eines guten Physiotherapeuten einzuholen.

LG, Alois

Antwort
von kreuzkampus, 46

Bei "einfachen" Gelenkverkalkungen lohnt sich der Versuch mich Schallwellen./Stoßwellentherapie. Mir hat das zweimal geholfen. http://www.physiotherapie-heimann.de/schallwellen-therapie.html

Aber bei Deiner Beschreibung habe ich Zweifel, ob das die Lösung wären; denn auf die Idee wäre einer der beiden Ärzte bereits gekommen. Dein Fall scheint komplizierter zu sein, als Du es hier schilderst. Aber frag' doch einfach mal den Arzt danach.

Kommentar von tiger16neu ,

Hallo Kreuzkampus, vielen Dank für Deine Antwort! Ich habe ebenfalls Zweifel bzgl. der Stoßwellentherapie, besonders, weil ich mit einer Schulter schon schlechte Erfahrungen egmacht habe, da war ausser Spesen nix gewesen...

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