Frage von tim25, 45

An was kann es liegen, dass ich oft eine Mittelohrentzündung bzw. "verschlagene" Ohren habe (Gehe nicht mehr zum Arzt da ich immer nur Tabletten bekomme)?

Antwort
von Winherby, 33

Das finde ich lustig, weil Du immer nur Tabletten bekommst, gehst Du nicht mehr zum Arzt? 

Wie hättest Du es denn gerne? Zwischen durch mal Kapseln? Oder Tropfen, Zäpfchen, Einlauf, oder  ´ne kleine Infusion?

Oder die Einweisung ins Spital?  Und besser doch gleich einen chirurgischen Eingriff? 

So, genug Spass gehabt, jetzt zum Ernst der Lage:

Die Mittelohrentzündung entsteht bei feuchtem Milieu unter Luftabschluss. Dieser Luftabschluss entsteht durch geschwollene Schleimhaut der Eustach´schen Röhre. Diese Schleimhautschwellung ist die Reaktion der Schleimhaut auf eine Reizung durch Rhinoviren. 

Das bedeutet, wenn Du einen grippalen Infekt hast, also von Rhinoviren befallen bist, dann hast Du neben Husten, Schnupfen, Heiterkeit und gerne mal Nebenhöhlenentzündung, - eben auch eine Mittelohrentzündung. Wobei die Reihenfolge bei den Menschen recht unterschiedlich abfolgt.

Die beste Hilfe gegen die Mittelohrentzündung ist ein abschwellend wirkendes Nasenspray (also keine Tabletten). 

Da Du schreibst, dass Du das öfters hast, solltest Du etwas für Dein Immunsystem tun. Das kann viel frisches Obst und Gemüse essen sein, das kann Sport sein, das kann weniger Disstress sein, das kann auch alles zusammen sein.

Wenn ich merke, dass eine Erkältung im Anzug ist, spüle ich Rachen und Nase mit einer verdünnten Betaisidona-Lösung. Zwanzig Tropfen der Lösung in ein Wasserglas, dann hoch auffüllen mit angenehm warmem Wasser, dann ein Nasenloch reintunken (das andere zuhalten) und das Wasser hochziehen. Ein paar Sekunden den Kopf so auf die Seite kippen, dass die Lösung in die Nasennebenhöhle läuft, dann ausschnäuben und nun die andere Seite. Das mach ich dreimal pro Seite, das restl. Betais.-Wasser gurgele ich. Einen kleinen Schluck lasse ich den Rachen runter rinnen, dann ist auch der Kehlkopf besser geschützt. So desinfiziere ich die möglichst komplette Schleimhaut der Atemwege und die Viren haben keine Chance. Schnupfen adé, noch bevor er ausbricht.

Falls Du ein altes oder leeres Fläschchen eines Nasenspray hast, kannst Du es vorsichtig öffnen und eine solche verdünnte Betaisidona-Lösung einfüllen. Das erleichtert die ganze Prozedur etwas und Du kannst es überall hin mitnehmen und sooft anwenden wie Bedarf besteht.

So, das war´s, gutes Gelingen, lG


Kommentar von Hooks ,

Die beste Hilfe gegen die Mittelohrentzündung ist ein abschwellend wirkendes Nasenspray (also keine Tabletten). 

Sehr schmerzlindernd wirken Zwiebelsäckchen, ich habe das nie geglaubt und dann einfach mal ausprobiert, als Sohn Nr. 2 eine Otitis hatte. Bestens.

Kommentar von Winherby ,

Ok, Schmerzlinderung ist gut, aber wirkt das Säckchen auch gegen die Schwellung der Schleimhaut in der Eustach´schen Röhre?

Denn nur wenn die Schwellung, also die Ursache der Entzündung, verschwindet, wird das MO wieder belüftet, die Entzündung und der Schmerz hören auf.

Kommentar von Hooks ,

Das weiß ich nicht. Müßte man mal ausprobeiren.

Als mein 1. Sohn die MOE hatte, gab ich ihm (neben normaler Krankenpflege wie Güsse, Einlauf, Fußbad, Rohkost) die abschwellenden Nasentropfen, aber er klagte doch einige Tage über Schmerzen.

Bei dem anderen hatte ich den Tip bekommen (mir fällt gerade ein, das waren Zwiebeln und Qaurk im Wechsel), und der Arzt sagte: Bei dem Befund müßte der eigentlich schreien bei Berührung. Es ging ihm aber gut damit. Deshalb haben wir ihm nichts weiter gegeben.

Ich muß dazu sagen, daß ich immer gleich diese Tropfen gebe, vor allem bei Nacht.Bei jedem Schnupfen. Zwei Kinder bekommen davon leider Nasenbluten, auch von der Säuglingsdosis. die haben dann eben Pech gehabt. Aber auch noch keine MOE ;-)

Antwort
von Hooks, 25

Gehäufte Mittelohrentzündungen liegen nach Dr. M. O. Bruker daran, daß der Mensch die Kuhmilch, besonders das erhitzte Eiweiß, nicht verträgt.

Ich hatte ständig solche Entzündungen, und durch die Geburten und Kinder habe ich meine Ernährung umgestellt und fast kein Kuheiweiß zu mir genommen, nur das rohe direkt vom Bauern. Seitdem habe ich nie wieder eine Otitis gehabt. Zwei meiner 6 Kinder hatten eine, mit 10 bzw 12 nach exzessivem Käsegenuß.

Ich hatte fürchterliche Angst, daß meine Kinder auch ständig damit zu tun hatten, also habe ich sie fast milchfrei ernährt, dazu viel rohes Getreide - wenn Du das nicht magst, solltest Du wenigstens B-Komplex-Kapseln zu Dir nehmen.

Teste es, laß die Milchprodukte weg. Butter und Sahne ging bei uns, aber ich würde Dir dringend die Biosahne empfehlen, die noch natürlich aufrahmt. Alle andern sind homogenisiert (ich habe die Produkte aus unserem Ort beim Hersteller angefragt), und das ist äußerst schädlich.

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