Frage von Taigar, 4

Alte Praxis und ein komisches Gefühl ..

Hi,

Hoffe ich kann die Frage hier stellen, wenn nicht man möge es mir bitte verzeihen.

Ich war bislang bei einem Hausarzt der hier in der Stadt viele Drogensüchtige behandelt, der hat zwei mal pro Woche soweit ich weiß Methadon Sprechstunde oder wie das heißt und das Klintel ist dementsprechend etwas .. Speziell ..

Ich hab schon paar mal mitbekommen wie Personal und Patienten auf dem Flur lautstark gestritten haben, es gab auch ein paar umstrukturierungen wie z.b dass die Praxis nurnoch mit Termine arbeitet. Deswegen und wegen paar Aspekte mehr wollte ich meinen Hausarzt wechseln, ich hab dann einen Arzt aufgesucht, dieser fragte mich bei welchen Arzt ich denn vorher gewesen wär. Als ich den Namen des vorherigen Arztes sagte entgegnete der neue gleich mit "Ah der behandelt doch meistens nur diese Drogengeschädigten".

Da ich unter episodenhaftes Vorhofflimmern leide und dies ja durch Drogen ausgelöst werden könnte fragte der neue Arzt mich ob ich Drogen konsumieren würde .. Ich sagte dass dies nicht der Fall wäre und ich es auch nie probiert hab und nicht mals Alkohol trinke. Ich sah dem Arzt aber deutlich an dass er deutliche skepsis hat da er nocheinmal etwas dezenter Drogen anklingeln ließ ..

Er hat dann die Sprechstundenhelferin gebeten meine Befunde vom Krankenhaus anzufordern und wir verblieben auf einen Besuch in der nächsten Woche .. Ich fühle mich bei dem Arzt allerdings nicht wirklich wohl da ich es schade finde dass man direkt als Drogenkonsument abgestempelt wird nur weil man einen Hausarzt hatte der solche Leute behandelt.

Nun zur Frage: Ich will natürlich weiter einen neuen Hausarzt suchen, allerdings hab ich die Befürchtung dass andere Ärzte mich auch in die Schublade "Drogenkonsument" schieben wenn Sie fragen wo ich zuvor war .. Aber ich kann ja auch nicht lügen wenn Sie mich fragen oder? Ich will es auch nicht ausarten lassen zu Ärzte Hopping aber ich will halt auch einen Hausarzt der passt ..

Wäre über Antwort und Tipps dankbar.

:)

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ente63, 4

Hallo Taigar!

Das einfachste wäre doch diese Frage (wo du vorher warst) nicht zu beantworten oder in etwa dahingehend das du sagst: Dazu möchte ich keine Angaben machen.

Du könntest auch sagen das du keinen fixen Hausarzt hattest, sondern einmal hier, einmal da warst.

Ich war einmal bei einer Ärztin (die mir aufgrund einer speziellen Fachrichtung empfohlen wurde), dort mußte ich als erstes ein Patientenstammblatt (bin mir nicht mehr ganz sicher ob das so geheißen hat) ausfüllen. Die Frage nach dem bisherigen Hausarzt habe ich nicht beantwortet, war so in Ordnung, da wurde nicht mehr nachgefragt.

Alles Gute!!

Kommentar von Taigar ,

Hi Ente,

Danke für die Antwort vorweg :)

Dein Tipp mit den keine Angabe machen oder keinen fixen Hausarzt ist sehr gut, ich denke mal ich werd letzteres beanspruchen und angeben dass ich wirklich keinen fixen hatte und mal hier und dort war.

Hier ist es leider nicht üblich dass man so ein Stammblatt ausfüllen muss, dies kenne ich nur so vom Zahnarzt.

Mich hat das ganze doch sehr enttäuscht dass man einfach so in eine Schublade gesteckt wird nur weil man nach einem Arzt ging der Drogenkonsumenten behandelt. Hoffe dass ich morgen mehr Glück hab und auf den richtigen Arzt treffe :)

Kommentar von Ente63 ,

Dankeschön ;-))

Antwort
von monikalescow, 4

Hallo Taigar, Dein Problem ist nicht so schwierig zu lösen, denn wenn man sich bei seinen Arzt nicht sicher und gut aufgehoben fühlt, hat man ohne Schwierigkeiten die Möglichkeit sich einen anderen Arzt zu suchen. Sie werden mit Sicherheit in keine Schublade "Drogen- Konsument " geschoben. Mit einem Termin bei einem anderen Arzt (auch die Kranken- kasse gibt Ihnen gern eine Liste von Ärzten in Ihrer Umgebung) und einem Gespräch wird es Ihnen gelingen, die Probleme zu lösen. Kein Arzt wird Sie weg schicken. Durch ein Gespräch werden Sie erkennen, ob der Arzt zu Ihnen paßt, wenn nicht klappt es sicher beim 2. Mal. Keine Angst, wir alle haben diese Rechte und es geht um Sie .Wenn alles nicht klappen sollte, haben S ie noch die Möglichkeit einer Beschwerde bei der Ärztekammer. Viel Glück!!!

Kommentar von Taigar ,

Hi monika,

Danke für Ihre Antwort, mein heutiger Arzt fragte mich zwar wo ich vorher gewesen wäre aber mit der Antwort ich habe keinen fixen Arzt gehabt, gab er sich zufrieden. Bei dem neuen hab ich grundsätzlich erstmal ein gutes Gefühl, mal sehen wie es sich entwickelt :)

Danke für deine Tipps, sehr hilfreich :)

liebe grüße

Antwort
von gerdavh, 1

Hallo, dazu muss ich erstmal sagen, 3 x Daumen hoch für den Arzt, der das Methadonprogramm durchzieht. Deinen jetzigen Arzt kann ich nicht verstehen. Ein Arzt, der sofort seinem neuen Patienten unterstellt, er wäre drogenabhängig, nur weil der bisherige HA sich um Drogenabhängige kümmert, würde ich nicht nochmal aufsuchen. Durch seine Art und Weise sich auszudrücken, hat er sich gegenüber einem Kollegen geradezu herablassend geäußert. Im übrigen ist es nicht üblich, dass man gefragt wird, wo man bislang in Behandlung war. Das geht diesen Arzt überhaupt nichts an. Such Dir einen anderen Hausarzt. lg Gerda

Kommentar von Taigar ,

Hi Gerda,

Danke für deine Antwort. Ich find es auch gut dass mein ehemaliger Hausarzt sich so engagiert, ich wär normalerweise dort auch geblieben aber das Gesamtpaket ist leider nicht mehr stimmig und durch die Einführung von Terminen ist es leider nicht mehr das selbe wie früher.

Den anderen Arzt such ich auch nicht mehr auf, fühlte mich obwohl ich nicht gerad der sensibelste bin schon sehr in eine Schublade gesteckt und das war doch sehr unangenehm. Er mag zwar villeicht kompetent sein aber seine Art gibt mir keine Grundlage für ein Vertrauensverhältnis. Hier in der Stadt fragen wohl einige Ärzte nach dem vorherigen, heut war es wieder so. Aber mit der Aussage ich hatte bisher keinen festen war das Thema abgeharkt.

Der heutige hat aber zumindest auf dem ersten Blick einen passablen Eindruck gemacht .. Werde mal gucken wie sich das ganze weiterentwickelt, wenn alle Stricken reißen muss ich die Zähne zusammenbeißen und irgendwie meinen alten Hausarzt treu bleiben.

Danke nochmals für deine Antwort, du hast immer guten Rat :)

Kommentar von gerdavh ,

Ich kann Dir sagen, warum diese Ärzte nach dem Vorgänger fragen: Wegen der ganzen alten Befunde und Deiner Krankengeschichte. Geh einfach zu Deinem alten HA, erkläre ihm, dass Du aufgrund der Umstrukturierung leider nicht mehr zu ihm gehen kannst und lasse Dir alle Befunde mitgeben. Mein Mann hat das so gemacht. Seine ganze Krankengeschichte ausgehändigt bekommen und damit ist er zu dem Arzt seiner Wahl gegangen. Keine Fragen, keinerlei Probleme. lg Gerda

Antwort
von kreuzkampus, 1

Was sollen wir Dir raten, wenn wir nicht mal wissen, ob Du nicht evtl. zu den Drogen-Patienten gehört hast? Such' den nächsten Arzt auf, wenn Du sicher bist, dass der neue Dich nur in eine Schublade gesteckt hat.

Kommentar von Taigar ,

Lies noch einmal den Text durch dann sollte dir villeicht ein wichtiges Detail auffallen ..

Ich denke mal man könnte ein Szenario durchspielen wo man den Menschen gegenüber einfach mal glaubt dass wirklich keine Drogen Vergangenheit vorliegt ..

Kommentar von kreuzkampus ,

Ich will nicht mit Dir diskutieren. Und Du hast meinen Text auch nicht genau gelesen. Ich werde die Benachrichtigung abbestellen. Antwort also sinnlos.

Kommentar von Taigar ,

Denke das ganze beruht auf gegenseitigkeit.

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