Frage von Yeezy, 18

Alkoholproblem Folgen

Servus Leute,

ich will erst einmal schildern, wie mein Trinkverhalten aussieht bzw aussah. Ich habe mit 16 3/4 angefangen, mein erstes Bier zu trinken. War anfangs jedoch sehr eklig und musste es mit Cola mischen und die Wirkung war einfach verblüffend. Es hat mich fasziniert wie hemmungslos die Welt danach aussieht. An meinem 17. Geburtstag haben meine Kumpels mich abgefüllt und mussten mich nach Hause tragen, was man als meinen ersten Suff bezeichnen kann. Danach kamen auch sehr viele neue Freundschaften dazu, die ebenfalls mit Alkoholismus verbunden waren. Wir haben jede Party "unsicher" gemacht und sehr, sehr viel Spaß dabei gehabt. Alkohol war anfangs eher ein Ausnahmezustand, jedoch änderte sich das innerhalb einiger Monate und mit 17 1/2 hatten wir fast zu jedem Anlass Alkohol dabei. Jedoch nicht, weil unser Körper das brauchte, sondern weil es einfach mehr Spaß machte. Alkohol war im Hintergrund immer dabei im Geschehen. Das Trinkverhalten war bis zu diesem Zeitpunkt so, dass ich jedes Wochenende (Freitag UND Samstag) besoffen war und Mitte der Woche wurde auch mal gerne getrunken, jedoch nicht immer bis zum Vollrausch. Bis zu meinem 18. Geburtstag ging das dann so weiter und es wurde noch regelmäßiger getrunken. Aber nie alleine oder heimlich, sondern immer mit Kumpels und es war fast immer gute Laune da. Irgendwann tranken wir zu jedem Anlass, sogar im Kino oder vor dem Schultheater. Einfach weil's cool war und Spaß gemacht hat. Auch bei Problemen wurde zur Flasche gegriffen mit den Kumpels und über die Probleme geredet. Als ich 18 1/2 war hatte ich einige Probleme, mit denen ich nicht gut klar kam und hab sehr oft auch aus Frust getrunken, damit die Sorgen etwas erträglicher sind. Das ging dann auch eine Weile so und ich merkte irgendwann dass ich depressiv wurde. Jedoch weiß ich nicht ob ich erst depressiv wurde oder ob es am Alkohol lag. Dann gings weiter mit 19 und monatelang wurde regelmäßig getrunken, ob bei guter oder schlechter Laune. Fast jeden Tag und relativ viel, am Wochenende nach wie vor Vollrausch. Irgendwann gings mir psychisch echt wieder besser aber dann wurde umso mehr getrunken, weil ich einfach immer gute Laune hatte und auf Partys meinen Spaß haben wollte.

Vor paar Monaten habe ich gemerkt, dass ich nach einem Vollrausch, am nächsten Tag komisch wurde. Ich habe mich unsicher gefühlt und hatte unberechtigte Ängste..und wollte einfach nicht mehr aus dem Bett raus. Unsicheres Auftreten war das Ergebnis, jedoch sahen mich auch nicht viele in diesem Zustand. Mir wurde auch nicht sofort klar dass es am Alkohol liegen könnte, das stellte sich jedoch irgendwann zweifelsfrei fest, als es öfter der Fall war.

JETZT bin ich seit dem 1. August trocken und versuche bis Silvester das auch durchzuhalten. Außer dass mein Leben langweiliger ist, gab es eigentlich auch keine besonderen körperlichen Entzugserscheinungen.

Also meine Frage ist: Bin ich schon körperlich abhängig oder kann ich noch geregelt trinken?!!

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Antwort
von dinska, 13

Ob du körperlich abhängig bist, können wir nicht entscheiden. Auch ohne Abhängigkeit, kann der Körper Folgeschäden erleiden. Die Leber, die ja sehr viel Arbeit leisten muss, ist meist überfordert und funktioniert nicht mehr richtig. Auch für das Gehirn ist es eine Tortur, weil Alkohohl dem Blut Sauerstoff entzieht, den das Gehirn dringend braucht. Du kannst aber sehr gut selbst einschätzen, ob du schon abhängig bist. Abhängige werden zittrig, wenn sie längere Zeit keinen Alkohol trinken und brauchen immer ein bestimmtes Maß, um in Takt zu kommen. Meist überschreiten sie aber ihr Maß und sind für die Umwelt eine Zumutung. Sie können ihr Trinkvehalten nicht steuern. Deshalb solltest du so wenig wie möglich Alkohol trinken und lernen Stopp zu sagen. Wenn du das kannst, dann kannst du geregelt trinken, wenn nicht lass die Finger vom Alkohol.

Kommentar von Yeezy ,

Servus dinska,

das war die Antwort, die mir bisher am Meisten geholfen hat. Kann Zittern jedoch nicht andere Gründe haben, außer dass man am Entzug leidet? Und wie lange bleiben denn diese gewöhnlichen Entzugserscheinungen wie Unruhe, Nervosität und Zittern, die mit Alkohol in Verbindung stehen?

Kommentar von gerdavh ,

Ich bin mir bewußt, dass Du auf meinen Beitrag nicht reagiert hast, aber so schnell gebe ich nicht auf. Ich schreibe jetzt trotzdem noch mal einen Kommentar. Wenn Du diese Entzugserscheinungen hast, bist Du Alkoholiker!! Das Zittern verschwindet in der Regel nach ein paar Tagen, aber die Unruhe und die Nervosität bleiben Dir für ein paar Wochen erhalten. Das sind Anzeichen für Deine psychische Abhängigkeit und die ist weit schlimmer, als die körperlichen Entzugssymptome wie z.B. das Zittern.

Antwort
von Mahut, 13

So wie ich das sehe bist du schon abhängig und solltest nicht einen Schluck mehr trinken, denn dann geht die Sauferei wieder kräftig los

Antwort
von Elke68, 13

Trocken bist du noch lange nicht. Und schon gar nicht, wenn du jetzt schon wieder daran denkst, es nur bis Silvester durchzuhalten. Wenn du vom Alkohol unabhängig sein willst, dann sollte es für immer sein. Alles andere macht keinen Sinn. Bei der kleinsten Versuchung kannst du sonst wieder schwach werden. Und wenn du es nicht alleine schaffst, dann bitte den Arzt um eine Entgiftung. Es ist sowieso besser, wenn man unter Aufsicht einen Entzug macht. Ich wünsche dir viel Glück.

Antwort
von gerdavh, 12

Hallo, wenn ich das so lese, kommt mir das sehr bekannt vor. Am Anfang ist Alkoholtrinken immer mit Spaß und Entspannung verbunden. Je häufiger man trinkt, umso weniger wirkt der Alkohol positiv. Du hast nicht getrunken, weil Du Depressionen hattest - Du hast Depressionen, weil Du trinkst. Selbstverständlich kannst Du das geregelt bekommen. Du trinkst noch nicht so lange, da sind die Chancen gut, dass Du das in den Griff bekommst. Du solltest Dich als erstes mit anderen Leuten treffen - man kann, auch wenn man das als Alkoholiker anfangs nicht glauben kann - auch Spaß haben, ohne sich zu besaufen. Dein Leben ist nicht langweiliger geworden, es ist jetzt normal. Das Leben besteht nicht aus Besäufnis und Spaß, das ist nunmal so. Es ist ein guter Vorsatz, das bis Silvester durchzuhalten. Aber wenn Du Dir das jetzt als Ziel setzt, hast Du ja schon wieder vor, an Silvester erneut zu trinken. Es gibt nunmal Menschen - ich gehöre auch dazu - die mit Alkohol nicht umgehen können. Was im Klartext bedeutet: Wir können nicht einfach ein Glas Wein oder Bier trinken, bei uns artet das immer in Besäufnis aus. Da gibt es nur eine Lösung: Gar nicht mehr trinken. Ich bin jetzt seit über 20 Jahren trocken (glaube ich zumindest, weiß nicht so genau) und es fehlt mir nicht. Allein ist das meistens nicht zu schaffen, das durchzuhalten. Ich habe die schlimmsten Phasen mit den Anonymen Alkoholikern geschafft. Ein bis zweimal pro Woche zu einem Meeting gehen - das hat mir am meisten geholfen. Ich weiß ja nicht, wo Du wohnst, aber in den meisten Städten, manchmal sogar auf Dörfern, finden Treffen von AA statt. Am besten Du googelst mal, was in Deiner Nähe so angeboten wird. Es gibt auch die Möglichkeit, die Anonymen Alkoholiker im Internet zu kontaktieren. Unter dem Motto: Lieber schreiben, als saufen. Du bist noch sehr jung und Du trinkst noch nicht lange - Du schaffst das schon. Du wirst sehen, es geht Dir besser, wenn Du Dich mit anderen Betroffenen austauschst. Ich habe bei AA sehr, sehr viel nette Leute kennengelernt - und die machen auch Party, vor allem an Silvester. Alles Gute für Dich. lg Gerda Hier ein Link, wo Du nach Meetings suchen kannst

http://www.anonyme-alkoholiker.de/

Kommentar von gerdavh ,

Ich habe noch einen ergänzenden Tipp: Fang an zu Laufen, also richtig intensiv Jogging machen. Das tut unheimlich gut, Du läufst sozusagen Deine Probleme weg. Erstens ist es für sehr gesund, zu laufen und zum andern werden beim Laufen Endorphine frei. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie glücklich man sich fühlt, wenn man es geschafft hat, 10 km zu laufen. Davon abgesehen, sieht man schon nach relativ kurzer Zeit positive Veränderungen an den Beinen - Muskel statt Speck. Aber das muss man langsam angehen lassen. Ich habe am Anfang nur 4 km geschafft, dann war ich auch geschafft. Richtiges Laufen muss man lernen, allein was die Atemtechnik angeht. Vielleicht wäre das was für Dich? Ich stelle Dir mal einen Link rein

http://www.runnersworld.de/trainingsplan/alle-runner-s-world-trainingsplaene-fue...

Unter dem Stichwort "Runnersworld" findet Du auch Anleitungen für Stretchen, die richtige Atmung, für richtiges Trinkverhalten usw. usw.

Ich empfehle Dir das, weil Du beim Laufen sozusagen einer neuen Sucht unterliegen wirst. Bei mir war das so - mindestens zwei- bis dreimal die Woche. Und diese Sucht ist garantiert nicht gesundheitsgefährdend. Du musst Dir einen Ausgleich zum Saufen suchen, ich persönlich habe für mich das Laufen gewählt. In manchen Städten gibt es auch Lauftreffs, wo Du mit anderen zusammen eine bestimmte Strecke abläufst und die Dir evtl. Tipps geben können. lg Gerda

Kommentar von AlmaHoppe ,

Hallo...

10x DH...und ein großes Kompliment für Deine Offenheit.

LG AH

Kommentar von gerdavh ,

Habe ich gerne gemacht - ich hätte gewünscht, ich hätte damals das so schnell erkannt, wie unser Fragesteller. Es macht mir nach all den Jahren nichts aus, darüber zu schreiben; es gibt keinen Grund sich dafür zu schämen, dass man trockener Alkoholiker ist, in gewissem Sinne bin ich auch stolz darauf, dass ich es jeden Tag schaffe, das erste Glas stehen zu lassen. lg Gerda

Kommentar von Yeezy ,

Servus gerdavh,

Dankeschön für deine hilfreiche Antwort! Ich betreibe schon Krafttraining und hatte mir auch schon überlegt, dass ich joggen gehe. Jedoch konnte ich mich noch nicht so richtig dazu überwinden, weil ich meistens noch lustlos bin. Kannst du mir eigentlich genau sagen, wie lange dieser "Entzug" abläuft? Ich denke mal, dass ich NICHT körperlich abhängig bin, da ich mit anderen Entzugserscheinungen zu kämpfen hätte. Zittern, Unruhe und Nervosität und dass ich Lust auf Alkohol habe, waren die üblichen Symptome. Wie lange bleiben die? Dann kommt halt noch dazu, dass ich mich leicht depressiv fühle, aber das gehe ich optimistisch an, da ich mir Ziele gesetzt habe und diese erreichen will.

Kannst du mir Medikamente empfehlen, die vor allem die durch den Alkoholismus ausgelösten Probleme, wieder beheben kann? Beispielsweise habe ich gelesen, dass die Gaba-Rezeptoren irgendwie darunter leiden.. kannst du mich da vielleicht aufklären?

Danke dir im voraus!

Kommentar von Yeezy ,

Servus gerdavh,

Dankeschön für deine hilfreiche Antwort! Ich betreibe schon Krafttraining und hatte mir auch schon überlegt, dass ich joggen gehe. Jedoch konnte ich mich noch nicht so richtig dazu überwinden, weil ich meistens noch lustlos bin. Kannst du mir eigentlich genau sagen, wie lange dieser "Entzug" abläuft? Ich denke mal, dass ich NICHT körperlich abhängig bin, da ich mit anderen Entzugserscheinungen zu kämpfen hätte. Zittern, Unruhe und Nervosität und dass ich Lust auf Alkohol habe, waren die üblichen Symptome. Wie lange bleiben die? Dann kommt halt noch dazu, dass ich mich leicht depressiv fühle, aber das gehe ich optimistisch an, da ich mir Ziele gesetzt habe und diese erreichen will.

Kannst du mir Medikamente empfehlen, die vor allem die durch den Alkoholismus ausgelösten Probleme, wieder beheben kann? Beispielsweise habe ich gelesen, dass die Gaba-Rezeptoren irgendwie darunter leiden.. kannst du mich da vielleicht aufklären?

Danke dir im voraus!

Kommentar von gerdavh ,

Entschuldigung für meinen Beitrag von vor 9 Minuten - ich habe diesen Kommentar von Dir überlesen. - Es ist bei mir schon zu lange her, aber ich bin mir sicher, dass das Zittern innerhalb von ein paar Tagen verschwinden müsste. Die Unruhe und den Saufdruck wirst Du noch lange haben. Das ist das Schlimme an dieser Sucht - die psychische Abhängigkeit. Wenn Du glaubst, Du schaffst das nicht, geh zu Deinem Hausarzt. Es gibt Medikamente, in der Regel sind das Psychopharmaka, die man vorübergehend einnehmen kann. Sie wirken sedierend und unterdrücken Deine Unruhe. Nebenbei wirken sie stimmungsaufhellend. Wobei man diese Medikamente auch wieder nur für einen kurzen Zeitraum einnehmen sollte, da auch hier - je nachdem was verordnet wird - ein Abhängigkeitspotential vorhanden ist. Ich habe damals, allerdings war ich da auf Drogenentzug - Aponal verordnet bekommen. Wenn Du noch Fragen hast, ich schaue hier heute noch ein paarmal rein. Alles Gute. lg Gerda

Kommentar von Yeezy ,

Servus gerda,

verblüffend was du alles über den Alkoholismus weißt. Du bist mir eine große Hilfe! Mhm solche Medikamente will ich eigentlich nicht nehmen. Ich beschränk mich im Moment auf Johanniskraut und einige Vitaminpräparate. Jedoch meinte ich Medikamente, die zum Beispiel die GABA Rezeptoren wieder ankurbeln. Hab gelesen, dass da durch den Alkohol irgendwas nicht mehr läuft und dies auch Folgen hat. Auch in anderen Bereichen.. kennst dich damit vielleicht aus?

LG!

Kommentar von gerdavh ,

Mit den GABA-Rezeptoren hast Du irgendwas falsch verstanden. Betrifft Dich nicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/GABA-Rezeptor

Du willst den einfach Weg wählen und Medikamente einnehmen. Gibt es nicht!! Es muss in Deinem Kopf sein, dass Du Alkoholiker bist und aufhören musst zu trinken. Es gibt keine Alternativen. -- Ich kann Dir sagen, warum ich mich da so gut auskenne. Ich bin trockene Alkoholikerin. Ich habe alle Höhen und Tiefen (Rückfälle) durchgemacht - derzeit bin ich seit über 20 Jahren trocken (so genau weiß ich das nicht mal, ist auch uninteressant). Wichtig ist, das Nichttrinken HEUTE!!

Kommentar von Yeezy ,

Servus,

ich weiß gar nicht wo ich das jetzt schreiben soll, aber ich klatsch es einfach mal zu diesem Beitrag hinzu, weil du mir als diejenige mit der größten Erfahrung scheinst. Ich habe nun seit über 2 Monaten keinen Schluck mehr getrunken und fühle mich prächtig, zumindest in Hinsicht auf den Alkohol. ich denke kaum daran und will auch nicht trinken wenn es mir nicht gut geht, sondern löse anders die Probleme. von Zeit zu Zeit lernt man das habe ich gemerkt. AUCH habe ich gemerkt, dass ich eigentlich einige große Probleme habe, die mir aber nie klargeworden sind und die bisher nur ertränkt wurden oder ich habe mich einfach abgelenkt, statt mich damit zu befassen. Ich werde deshalb manchmal depressiv, aber nicht so sehr, dass es mich stark beeinträchtigen würde. Ich mache trotzdem das Meiste so weiter wie ich nur kann. Ist es eigentlich normal dass man Probleme hat aber sich trotzdem irgendwann wieder gut fühlt und meint man hätte die Depression überstanden aber man wird nach einigen Tagen wieder depressiv weil die Probleme noch nicht geklärt wurden? Also in kurzem Zeitraum hin und her?

Liebe Grüße!

Antwort
von Anne41, 10

Du bist auf dem besten Weg in die totale abhängigkeit zu geraten.Ich rate dir nie wieder Alkohol zu trinken und nicht nur bis Silvester.Dein Vorsatz ist schon mal ein guter Anfang.Da es in unserer Familie auch einen Alkoholiker gab,weiß ich in etwa von was ich schreibe.In der Abhängigkeit wird dein Leben den Bach runter gehen.Noch hast du die Chance das zu vermeiden.Nutze Sie!

Kommentar von Yeezy ,

HAHAHA, du bist aber nicht zufällig meine Mutter oder? Ich bin Türke, von dem her nenne ich meine Mutter "Anne" und sie ist 41 Jahre alt hahahahahh.

Aber danke für deine Warnung, weiß ich zu schätzen!

Kommentar von Anne41 ,

Nein,ich bin wohl nicht deine Mutter,aber deine Mutter würde das nicht wollen.Die möchte sicherlich,dass es dir gut geht und mit soviel Alkohol wird es dir nicht gutgehen.

Kommentar von Yeezy ,

Sie sagt auch, dass sie stolz auf mich ist!:)

Danke!

Kommentar von Anne41 ,

Dann mach weiter so.Du wirst das schaffen!

Antwort
von whoami, 9

Neben dem was meine Vorredner schon schrieben sei noch angemerkt, dass übermäßiger Alkoholkonsum für massive Leberprobleme verantwortlich ist. Ein Ultraschall bei deinem Hausarzt wird dir zeigen ob du schon eine Fettleber hast! Von da ist der Schritt zur Leberzirrhose, und dann Leberkrebs, nicht mehr weit.

Lass den Alkohol also lieber für immer weg!

Kommentar von gerdavh ,

Also dazu muss ich jetzt mal eine Anmerkung machen: So schnell geht das nun wieder nicht, dass man eine Fettleber oder gar eine Leberzyrrhose bekommt. Ich war jahrelang heroinabhängig, habe dann eine ganze Zeitlang getrunken und ich habe in den letzten 25 Jahren - seit ich ohne Drogen und ohne Alkohol lebe - immer hervorragende Leberwerte!! Die Leber kann sich - wenn man ihr die Gelegenheit gibt - sehr schnell wieder regenieren. Der Fragesteller hat ja glücklicherweise für nur relativ kurze Zeit getrunken. Er trinkt seit 6 Wochen nichts mehr und da kann es durchaus sein, dass die Leberwerte zum jetzigen Zeitpunkt - sollte er sie jetzt überprüfen lassen - völlig normal sind.

Kommentar von whoami ,

Leider geht das in manchen Fällen doch so schnell. Ist in meinem Bekanntenkreis ein Erfahrungswert! Sind leider nicht alle so resistent!

Kommentar von Yeezy ,

Servus,

was wären denn Symptome von Leberschäden, also kriege ich das am eigenen Leib mit? Ansonsten werde ich das untersuchen lassen, danke!

Kommentar von whoami ,

Nein, Fettleber tut nicht weh. Dss ist ja das Tückische daran!

Kommentar von gerdavh ,

Erhöhte Leberwerte - man nennt die Transaminasen - wirst Du nicht bemerken. Mach Dich mal nicht verrückt wegen Deiner Leberwerte - Du hast genug andere Sorgen im Moment. Für Dich es am wichtigsten, es jeden Tag fertig zu bringen, nichts zu trinken. Nicht das Ziel setzen: Ich trinke bis Silvester nichts. Viel zu weit weg. Trocken zu bleiben funktioniert so: Du stehst morgens auf und sagst Dir: Heute trinke ich nichts. Es ist eine Regel von den AA "Heute das erste Glas stehen lassen", auf gut Deutsch. Immer nur für diesen Tag diese Regel aufstellen, HEUTE TRINKE ICH NICHT und wenn Du das durchziehst, kommt der Tag, wo Du feststellst, dass Du das schon jahrelang erfolgreich durchziehst.

Kommentar von Yeezy ,

Servus,

ehrlich gesagt lege ich auch nicht besonders Wert auf die körperlichen Schäden, wenn ich merke wie es mich psychisch belastet. Das ist einfach ein viel größeres Problem. Die Einstellung werde ich mir merken, hört sich plausibel an.

Antwort
von Senfbrot, 8

Ich würde sagen die spielst trotz deinem jungem Alter schon in der Profiliga unter den Alkoholikern, ich würde mal zu einer Suchtberatung gehen, wenn man mal so gesoffen hat kann man nie mehr normal trinken.

Kommentar von Yeezy ,

Servus Senfbrot,

die Sache schönzureden bringt zwar nichts, aber in meinem ganzen Freundeskreis und auch weitere Bekanntschaften sind in unserer Umgebung solche Trinker wie ich, gibt sogar viel Schlimmere. Dann wäre das gesamte Dorf Alkoholiker mit 15 bis 19 Jahren.

Naja, eine Suchtberatur ist eigentlich doch nichtmal nötig, wenn ich seit fast 1 1/2 Monaten trocken bin und das auch weiterhin durchziehen werde. Ich werde mich selbst testen indem ich versuche, beim nächsten Anlass nur geregelt zu trinken, dann werde ich wahrscheinlich schon selbst sehen ob das funktioniert oder nicht.

Danke dir!

Kommentar von gerdavh ,

Es gibt immer Schlimmere - die sind kein Maßstab. Vielleicht sind sie ja bereits Alkoholiker - sie wissen es bloß nicht. --- Einen Alkoholiker definiert man so: Er trinkst mehrmals in der Woche, er trinkt unter Umständen tagsüber, er ist zuweilen stark betrunken, er hat zuweilen Gedächtsnislücken, er findet immer einen Grund zu trinken: Frust, Freude - Alkoholiker finden immer einen Anlaß bzw. Ausrede. Bei Alkoholiker denken die Leute immer gleich an Penner, die mit der Schnapsflasche unter der Brücke liegen. Ich kenne jede Menge trockene Alkoholiker, die haben ganz gediegen getrunken - in teurem Anzug, in bester Gesellschaft, aus geschliffenen Gläsern usw. - bis es eines Tages knallt. Dann hatten sie ein geregeltes Einkommen, ein Haus, eine Ehe, Vermögen, Kinder - alles weg!! .Du bist nicht trocken - Du hast für 6 Wochen nichts getrunken, das ist ein Unterschied. Du kannst es ja riskieren: Bestelle ein Glas Wein oder ein Glas Bier - wenn Du das langsam und mit Genuß trinken kannst und gehst dann nach Hause und denkst in den nächsten Tagen überhaupt nicht an Alkohol - dann würde mich das für Dich freuen. Ich habe mir Deinen Text oben aufmerksam durchgelesen, ich fürchte, dass das nicht klappen wird auf Dauer. -- Habt Ihr in Eurem Dorf denn sonst keine Hobbys? Ich komme aus einer ländlichen Gegend, ich weiß, wie da gesoffen wird. Gibt es dort keine Fussballvereine, keine Schützenvereine, keine Lauftreffs?

Kommentar von Yeezy ,

Servus gerdavh,

ich finds echt krass, wen Alkohol alles zunichte machen kann.. Naja Hobbys.. um ehrlich zu sein war Alkohol mein Hobby weil dadurch die ganzen Partys entstanden die einfach richtig geil waren und mir Spaß bereitet haben. 2 meiner besten Kumpels haben ebenfalls jetzt eine Pause eingelegt (Trinkverhalten sowie ich) und wir fahren meistens mit dem Auto rum und gehen manchmal auch auf Partys am Wochenende, nur wird uns da schnell langweilig ohne Alkohol. Ich finds zurzeit relativ gut, da ich trotzdem jeden Tag was mit meinen Kumpels mache und wir wohl oder übel irgendwas finden, was wir machen können.

Und das mit dem Riskieren weiß ich noch nicht, jedenfalls warte ich jetzt noch eine Weile damit und verzichte auf jeden Schluck Alkohol.

LG!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community