Frage von LichterFee, 23

Alkohol ist eine anerkannte Krankheit, meiner Meinung nach zur Geldmacherei und Ausrede, .. ?

Hallo liebe Internetbesucher,

ich empfinde die Einstufung als Krankheit schlichtweg als Geldmacherei und Ausrede fuer jene, die unter dieser Sucht leiden, sich dieser aber nicht wirklich bewusst sind und sich immer und immer wieder herausreden, .. - Eine KRANKHEIT sucht sich keiner aus und die tut sich auch keiner Freiwillig an, aber in eine Sucht schon, weil; wenn man sich ihr bewusst ist, kann man etwas dagegen tun, dagegen eine Krankheit zu bekommen, kann man sich nicht immer wehren, weil wir ueberall auf sie stossen koennen und deshalb ist Alkohol fuer mich eine SUCHT(!) und keine Krankheit!

Ich beschaeftige mich nun seit vielen Monaten mit diesem Thema, da ich einen Menschen in meinem Leben habe, der Suechtig ist und auch meint, es waere eine Krankheit und fuehlt sich jedesmal angegriffen, wenn ich sage, es ist SUCHT und keine Krankheit, weil man sich eine Krankheit nicht aussucht, eine Sucht jedoch sehr wohl, sagt, ich wuerde nur Dummschwaetzen, ..

Was meint ihr dazu?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo LichterFee,

Schau mal bitte hier:
Alkohol Krankheit

Antwort
von Fischkopp, 13

Hallo LichterFee,

du beschäftigst dich seit "vielen Monaten" mit diesem Thema. Sei bitte nicht böse, wenn ich in Kürze keine erschöpfende Antwort, sondern nur ein paar Diskussionsbeiträge liefern kann.

Krankheiten heilt man, Alkoholiker - wenn sie denn welche sind - machen eine Entziehungskur und dies ist für mich ein eindeutiger Hinweis auf Sucht. Von einer Sucht spricht man, wenn jemand ohne eine Droge - Akohol ist unbestritten eine Droge! - nicht auskommen kann. Ob und wann einer als alkoholsüchtig zu bezeichnen ist, möchte ich den Therapeuten überlassen und muß sicherlich von Fall zu Fall entschieden werden.

Mit freundlichen Grüße! Fischkopp

Kommentar von ThomasE ,

Die Einstufung Alkoholiker oder nicht beginnt beim Betroffenen wie er es sieht, erst dann bei Einsicht hat der Therapeut eine Möglichkeit die schwere der Abhängigkeit einzustufen und mit dem Patienten zu arbeiten. Aber im Prinzip hast du Recht. Mann rutscht nur leider viel zu leicht von einem "normalem" Trinkverhalten in die Sucht. Meist unbemerkt von sich und dem Umfeld. Das kommt erst später. Mfg ThomasE

Kommentar von walesca ,

Die Einstufung Alkoholiker oder nicht beginnt beim Betroffenen wie er es sieht

Das kann ich so nicht stehen lassen. Alkoholiker ist man ab einem gewissen Konsum auch dann, wenn man sich selbst noch nicht als solcher sieht!!! Das ist ja auch ganz typisch, dass man diese Sucht erst einmal selbst nicht wahrhaben will!!

..erst dann bei Einsicht hat der Therapeut eine Möglichkeit die schwere der Abhängigkeit einzustufen und mit dem Patienten zu arbeiten.

Ja, ohne die Einsicht des Patienten ist jeder Therapieversuch zum Scheitern verurteilt! LG

Antwort
von dinska, 11

Du hast Recht, Alkohol kann zur Sucht werden. Doch jede Sucht ist auch eine Krankheit, aus der man sich ohne Hilfe nicht wieder befreien kann, denn süchtig werden nur labile Menschen, die keine Grenzen kennen oder sich keine setzen. So geht die Sucht fließend in eine Krankheit über. Der Alkoholkranke braucht seine tägliche Dosis, sonst hat er Entzugserscheinungen, ohne Hilfe kann er das nicht bewältigen und gerät immer tiefer in den Sumpf hinein..

Kommentar von walesca ,

Genau so sehe ich das auch. Die Grenze zwischen Sucht und Krankheit sind hier sehr fließend und lassen sich beim echten Alkoholismus nicht trennen! Zu Beginn kann man es als Sucht bezeichnen, wenn aber eine gewisse Grenze überschritten ist, dann ist es definitiv eine Krankheit, aus der man nicht ohne fremde Hilfe herauskommt. Dann ist ärztliche Hilfe nötig! LG

Kommentar von ThomasE ,

Muss dir wieder sprechen hat mit labil und Grenzlosigkeit wenig zu tun. Es befällt schließlich alle sozialen Schichten auch diejenigen bei denen man von starken Persönlichkeiten ausgehen kann. Mfg ThomasE

Kommentar von wildy03 ,

ich denke, egal in welcher Schicht oder Position ein Mensch sich befindet..Sucht trifft immer die, die mit einer Situation nicht zurechtkommen..überfordert sind oder oder oder..ein zufriedener glücklciher Mensch wird nicht in eine Sucht rutschen..

Kommentar von ThomasE ,

Glaube schon das es auch solche Leute erwischen kann. ThommasE

Kommentar von joefi ,

Sucht entsteht, wenn Du zulange und zuviel von einem Suchtmittel konsumierst; die Gründe, warum Du das tust, sind völlig irrelevant für das Entstehen der Krankheit. Spritzt Du Heroin, wirst Du süchtig, unabhängig von jedweder "Situation" !

Die Gründe sind höchstens relevant für das warum Du es trotz Besserwissens doch tust. Und hier trifft es eher starke Persönlichkeiten, die denken sie seien schlauer als ihr limbisches System.

Auch trifft es eher Leute, die physiologisch Suchtmittel gut vertragen.

Kommentar von dinska ,

Gerade auch starke Persönlichkeiten kann es treffen, sie nutzen den Alkohol zur Ablenkung und Entspannung , sehen eben nicht ihre Grenzen, überschätzen sich und unterschätzen die Suchtgefahr.

Kommentar von joefi ,

"denn süchtig werden nur labile Menschen, die keine Grenzen kennen oder sich keine setzen"

Die Empirie belegt eher das Gegenteil.

der Alkoholkranke kann auch jahrzehntelang nix trinken und bleibt krank

Kommentar von dinska ,

Ein Alkoholkranker wird nicht süchtig, sondern ist süchtig und darf nie wieder Alkohol trinken.

Antwort
von joefi, 8

Du hast den neurobiologischen Wesensinhalt des Abhängigkeitssyndrom schlicht nicht verstanden, oder nicht gelesen; ich habe keine Ahnung, wo Du Dich mit was monatelang beschäftigt hast ?! Völlig unabhängig von der Frage, wie es zu der Krankheit gekommen ist, ist ihre neurobiologische Existenz nun mal vorhanden.

Soweit die naturwissenschaftliche Seite.

Zum Rest Wie kommst Du darauf, dass sich irgendjemand die Krankheit Sicht freiwillig antut ? Wo steht das ? Wer sagt das ?

Tut sich der Skifahrer den Beinbruch freiwillig an ? Tut sich der Schichtarbeiter die Schlafstörung freiwillig an ?

Wo haben die sich das denn freiwillig ausgesucht ?

"Dummschwaetzen" finde ich zu hart, aber die Richtung stimmt

Antwort
von ThomasE, 8

Die Sucht die deiner Meinung nach keine Krankheit ist, gehört aber leider zu einer der meist verbreiteten Krankheiten. Und ist im Gegensatz zu anderen Krankheiten nicht heilbar!!! auch nach jahrelanger Abstinenz, die auch nicht einfach einzuhalten ist besonders bei solchen Ignoranten wie dir,kann jeder noch so kleine Schluck und wenn er auch unbewusst z.b. in der Bratensoße, Plätzchen, Nascherei enthalten ist zum Rückfall und damit wieder ins alte Leid führen und ich bin mir sicher das sucht sich keiner aus. Denk mal darüber nach. Oder gehe in ein Klinikum mit Entzugsabteilung, dann siehst du was mann durchmacht,das will wirklich keiner. Genauso wenig wie einen Beinbruch oder Krebs. Es ist definitiv eine Krankheit. Als Betroffener kann ich das mit Gewissheit sagen, auch jeder Angehöriger/e wird mir da zustimmen. Hoffe für dich das dich diese schleichend kommende Krankheit nie in den Griff bekommt. Mfg. ThomasE

Kommentar von walesca ,

ThomasE, Dir wünsche ich von Herzen, dass Du diese Krankheit immer im Griff behältst!! Alles Gute und viel Kraft dafür!! LG

Antwort
von fragolin, 6

Alkohol ist eine Suchtkrankheit.

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