Frage von Timelady, 105

Aktivierende Pflege in einer Reha Klinik?

Hallo ich gehe in 1 woche in reha und da in der klinik wird aktivierende pflege angewendet. Laut wikipedia heisst es die pfleger machen nichts und sagen einem was er selbst zu tun hat.

Ich kann mich aber nicht bewegen heisst das dann etwa ich werde in der hilflosigkeit stehen bzw sitzen gelassen?

Ich kann nämlich ausser der rechten hand und den kopf mich nicht bewegen bin mehrfach schwerbehindert.

In der reha sollen eigentlich meine schmerzen behandelt werden. Es ist ein stationärer aufenthalt.

Mache mir sorgen das man mich da zu sonst was mit gewalt zwingen will und gar nicht bemekrt das es nicht geht.

Man muss doch vesretehn wenn jemand so schwer behinderet ist das es nicht geht das er sie es wirklich nicht kann...

Der MDk sagt sogar so lang sich bei mir nichts verschelchtert bekomme ich die pflegestufe 2 nicht. Ich frag mich wie schlehct es mir noch gehen muss? bin zu 80% bett lägrig. Kann so gut wie nichts ohne fremde hilfe. Nicht mal trinken.

Antwort
von evistie, 53

Ich kann mich der positiven Darstellung von @sonne123 nur anschließen. Wie der Aufenthalt in der Reha-Klinik für Dich verläuft, hängt nicht unwesentlich von Deiner Einstellung zum Thema ab. Deine schlechten Erfahrungen bei bisherigen Reha-Aufenthalten müssen deshalb ja nicht zur Regel werden.

Sagt Dir der Name Samuel Koch etwas? Dieser junge Mensch, durch Unfall querschnittgelähmt, hat durch eigene Bemühungen (und natürlich unterstützende Therapien) schier unglaubliches erreicht, um wieder ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen zu können. Er ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man sich nicht mit seinen Behinderungen abfinden muss, dass man durch eigene Aktivität vieles zum Positiven verändern kann.

Nun hat nicht jeder die Willensstärke und Kraft eines Samuel Koch. Aber sollte es nicht Wunsch jedes Menschen sein, möglichst viel noch selbstbestimmt "leisten" zu können? Wobei es nicht um Leistung im Beruf geht, sondern die persönlichen Erfolgserlebnisse z. B. nicht mehr ständig ans Bett gefesselt zu sein, kleine Handreichungen wieder selbst erledigen zu können, eine gewisse Intimsphäre zurück zu bekommen, ... usw. Dazu soll aktivierende Pflege verhelfen.

Krankheiten und Schmerzen machen mutlos und lethargisch. Manch einer richtet sich in diesem passiven Zustand geradezu ein und meint, mehr ginge eben nicht mehr. Aufgabe der aktivierenden Pflege ist u. a. die Aufforderung, eigene Grenzen neu auszuloten. Die Schwierigkeit besteht darin, den Unterschied zwischen "ich kann nicht" und "ich will nicht" zu erkennen.

Bis Du Deine Reha demnächst antrittst, versuche, den positiven Aspekt der aktivierenden Pflege zu verinnerlichen. Das wird es Dir und damit auch den Ärzten und Pflegekräften leichter machen und zu deren Verständnis beitragen.

Bei Aufnahme muss ein Erstgespräch mit Pflegeplanung stattfinden. Dabei hast Du Gelegenheit, Dich und Deine Behinderungen ausführlich darzustellen. Es liegt (auch) an Dir, wie dieser erste Eindruck ausfällt. Daher mein gutgemeinter Rat, Dich bis dahin positiv zu konditionieren.

Antwort
von sonne123, 80

Hallo timelady, 

ich kann verstehen, das du dir darüber Sorgen machst. Aber diese werden ganz sicher unbegründet sein. Aktivierende Pflege heißt ganz sicher nicht den Pflegebedürftigen sich selbst zu über lassen und nur Anweisungen geben, sondern die noch vorhandenen Fähigkeiten fördern, Hilfe zur Selbsthilfe. Der Idealfall ist natürlich, wenn verloren gegangene Fähigkeiten neu erlernt werden, was ganz sicher dem Selbstwertgefühl gut tut und die Lebensqualität steigert. Mit Gewalt kann  niemand gezwungen werden, aber eine gewisse Mitarbeit des Pflegebedürftigen ist schon notwendig. 

Ich weiß, das es alles leichter gesagt als getan ist. Vielleicht aber gibt dir dieser Aufenthalt wieder neuen Mut und Kraft und ist gar nicht so negativ wie du jetzt denkst. Das wünsche ich dir. 

Noch schöne Feiertage und liebe Grüße

Kommentar von Timelady ,

danke dir auch schöne feiertage. Wenn ich an meine letzte reha zurück denke da war man sich selbst überlassen und wenn man nicht konnte hiess es später im bericht für den arzt man hätte sich angestellt und nicht mitgemacht. Das eine reha bei mir keine wunder vollbringt dürften die ärzte ja sogar noch am besten wissen.

Ich habe bedenken das man mich wider ohne hilfe lässt und es später negativ auslegt. Oder das man mich mit aller gewalt zu etwas zwingen will. In der letzten reha hatte ich steh brett training und obwohl ich nicht mehr konnte wurde ich nicht raus geholt. Bin Dann beim raus lassen ständig gefallen weil bis der rollstuhl hinter mir war lag ich schon auf dem boden. Hatte an den Tagen mehr schmerzen als vorher.

Ich dachte immer es geht auch danach was der patienet gesundheitlich kann was dem patienten auch hilft und gut tut.

Antwort
von StephanZehnt, 46

Hallo Timelady,

ich fürchte es sieht in etwa so aus wie hier beschrieben

http://www.pflegewiki.de/wiki/Aktivierende\_Pflege

Ja und das ist dann das genau von Dir beschriebene das man sagt OK sie soll sich selber helfen und am Anfang steht da noch Jemand mit den Händen in den Hosentaschen daneben!

Man muss es leider so knallhart sagen! Wer sich da nicht mehr wehren kann hat verloren. Da gilt nur eins wenn man noch Verwandtschaft hat die einem helfen kann an den VDK wenden  http://www.vdk.de/deutschland/pages/der_vdk/4758/kontakt   (kontakt@vdk.de)

Die Unabhängige Patientenberatung wurde privatisiert,da kann man  auch keine Hilfe mehr  erwarten!

Für den MDK ist man nur eine Nummer die Geld kostet! Nun gibt es Wenige die sagen können OK ich muss mich wehren. Sonst ist alles zu spät.

Man könnte sich auch einmal an den Pflegepapst Claus Fussek wenden. Er hat einmal dokumentiert wie extrem Pflege aussehen kann wo Menschenwürde keine Rolle mehr spielt.

Ja und die Umwelt (Politik Staat)  erst reagiert wird wenn so etwas öffentlich gezeigt wird. Wenn z.B. in einem Pflegeheim  die Dekubitusproblematik eigentlich selbst einen Blinden auffallen müsste usw..!

Wie sagte die Politik noch vor kurzem jeder der wirklich Hilfe braucht bekommt sie auch!

Nun eigentlich kann man sich da nur noch schwarz ärgern, weil die Möglichkeiten da zu helfen immer bescheidener werden es gibt zwar einen Behindertenbeauftragten in Berlin aber ob die da noch Verständnis zeigt wage ich absolut zu bezweifeln!!!!

http://www.behindertenbeauftragte.de/DE/Home/home\_node.html

Es gibt halt jede Menge Grauzonen im Land ja und Günter Wallraf oder Claus Fussek weisen auf bestimmte Zustände hin. Die Politik findet das gar nicht lustig sie setzt Prioritäten die schwarze Null der Finanzminister Schäuble  sagt da aber im Gegenzug  laut letzten Nachrichten man müsste nach dem Attentaten in Paris mehr für das Militär ausgeben.

Gruss Stephan

Kommentar von evistie ,

@StephanZehnt, ich glaube, dass Du Dich mit diesem Thema nicht sachlich und objektiv auseinandersetzt.

  • "Aktivierende Pflege" ist weitaus zeitaufwändiger als "kompensatorische Pflege". Es ist also nicht so, dass sich die Pflegekräfte "mit Händen in den Hosentaschen" einen schönen Lenz machen oder eine Runde Karten spielen gehen, derweil der zu Pflegende sich elend abquälen muss. Es sollte vielmehr "Hilfe zur Selbsthilfe" geboten werden, was ständige Anwesenheit, Aufmerksamkeit und "Animationskünste" des Pflegepersonals erfordert.
  • Die bekannten Pflegenotstände in Alten- und Pflegeheimen rühren nicht von aktivierender Pflege her, sondern von dem Umstand, dass nicht einmal kompensatorische Pflege ausreichend geboten werden kann. Ich wäre froh gewesen, wenn meinem Mann noch die Chance geboten worden wäre, selbstständig und im eigenen Tempo Nahrung zu sich zu nehmen, statt aus Zeitgründen zwangsgefüttert zu werden!
  • Wenn man die Zustände in einer Reha-Klinik mit aktivierender Pflege nicht kennt, sollte man daher nicht voreingenommen sein und nach Herrn Fussek rufen. Er wird vielleicht hier gar nicht gebraucht.
  • Es ist wenig zielführend, @Timelady mit irgendwelchen Horrorszenarien zusätzlich "anti" einzustimmen. Das macht ihr weder den Aufenthalt in der Reha-Klinik leichter, noch fördert es ihre Motivation, herauszufinden, "was denn überhaupt noch geht".
  • Es ist nicht Deine Sache, zu interpretieren, warum bei @Timelady der MDK die Pflegestufe 2 verweigert, oder warum ausdrücklich eine Reha-Klinik mit aktivierender Pflege für @Timelady ausgewählt wurde.
  • Bloße Stimmungmache ist hier fehl am Platze, auch wenn Du gern jede Gelegenheit aufgreifst, Dein persönliches Schicksal in Deine jeweiligen Antworten einzuflechten.
Kommentar von StephanZehnt ,

Nun Evestie ich hoffe einmal das die vom Pflegewiki wissen wovon sie schreiben! Wenn sie das genau so beschreiben.

Bei der aktivierenden Pflege beaufsichtigt eine professionelle
Pflegeperson die zu pflegende Person sozusagen "mit den Händen in den Hosentaschen" und leitet sie bei den nötigen Verrichtungen an. Dabei wird eine gewisse Anstrengung des Patienten oder Bewohners in Kauf genommen. Voraussetzung für aktivierende Pflege ist (neben individueller
Pflegeplanung und angemessenen organisatorischen Bedingungen) das Verständnis von Anleitung bei der betroffenen Person!

Nun kann man schreiben OK hat keine Ahnung weis gar nicht was in solchen Rehakliniken abgeht udgl...Nun ich habe solche Einrichtungen nicht nur von aussen gesehen.

Ich habe auch die blumig geschriebenen Entlassbriefe gelesen wie umfangreich man sich doch bemüht hat in der Realität sah das ein wenig anders aus.  Es fing an das in einer Klinik die Angehörigen anderer Patienten Hilfestellung geleistet haben.

Da wurde einem Schwerverletzten das Essen hingestellt und so nun sehe wie Du zurecht kommst. Einmal den Kopfbereich etwas höher stellen odgl. keine Zeit. Natürlich hätte man motzen können die Antwort wäre gewesen ja gut als Alternative wäre man dann künstlich ernährt worden.

Nun am letzten Tag kam die Bestätigung das sich eigentlich der Zustand sich verschlechtert hat. So wurde ich heim geschickt. Ich habe mich dann selbst bemüht um die weitere Behandlung.

In dem Verlauf war ich später auch nicht nur in einer Rehaklinik. In der letzten musste ich fast täglich als letzten Termin zum Stationsarzt. bei ihm galt nur eins das nun alles perfekt ist und das Behandlungsziel erreicht ist. Wie real da machbar ist und das da Teilerfolge schon sehr gut sind war weniger interessant.

Wenn man das selbst erlebt hat was real passiert und dann zu hören bekommt es ist nicht Deine Sache zu interpretieren .. oder von  bloße Stimmungmache schreibt der möchte keine Kritik hören.

Gut dann lassen wir sie selbst einmal sprechen und stellen hinterher die Frage wie unabhängig ist eine Mitarbeiterin des MDK wenn sie auf Honorarbasis arbeitet, Ja und ein "Gutachten" in 20 bis 60 Minuten erledigt ist.

OK wenn ich hier nur blosse Stimmungsmache betreibe könnte man ja einmal fragen wie in einem unabhängigen   Forum die Betroffenen das sehen! Die müssten mich ja a l l e  wieder legen. ja und 98 % schreiben alles Bestens.

http://www.krankenschwester.de/forum/themen/gutachtertaetigkeit-beim-mdk.9388/

Nun ich kann mich zwar irren aber Dein Ton hier im Forum ist in letzter Zeit etwas rauer geworden. Die Folge das dann z.T. richtig heftige Antworten kommen. Wie berechtigt oder nicht ? Ach ja was die eigenen Erfahrungen angeht - im Normalfall sollte eigentlich ein solches Forum zum Erfahrungsaustausch da sein. Erfahrungen die man am eigenen Leib... gemacht hat

Man hat schon einmal so den Gedanken wenn man so etwas genauer hinsieht das der Wunsch groß ist sich gegenseitig auf die Füsse zu steigen in der Hoffnung es kommt irgendwo gut an!?

Kommentar von evistie ,

Lieber @StephanZehnt, selbstverständlich kann und soll hier jedermann seine persönlichen Erfahrungen einbringen. Obwohl ich nach wie vor meine, dass es nicht zielführend ist, die Fragestellerin in ihrer negativen Erwartungshaltung zu bestärken.

Dass Du jetzt und hier persönliche Erfahrungen beschreibst, war leider nicht ohne weiteres ersichtlich, da Du grundsätzlich eine neutrale Ausdrucksweise mit "man" bevorzugst und gerne den Bogen zu allgemeinen Betrachtungen über Politik und die heutigen Zeiten schlägst. Aber unter den nun geschilderten Umständen kannst Du natürlich tatsächlich mitreden!

Die Formulierung im Pflegewiki ist meiner Meinung nach sehr unglücklich gewählt und ich verstehe, dass man allein von dem Ausdruck "mit den Händen in den Hosentaschen dabeistehen" schon einen dicken Hals bekommen möchte. Bei meinen Recherchen habe ich übrigens wesentlich positivere Darstellungen gefunden, die genauer auf die Anforderungen, die an die "aktivierend" tätigen Pflegekräfte gestellt werden, eingehen. Alle Darstellungen ähneln sich jedoch in diesem Punkt:

Die examinierte Pflegekraft (...) soll dabei die Betroffenen zunächst anleiten, das zu tun, was ihnen - auch unter Anstrengung - möglich ist und dies so gut wie möglich selbstständig ausführen lassen.

https://www.pflege.de/magazin/pflege-wohnformen/aktivierende_pflege

 Nichts anderes beschreibt auch Pflegewiki und fügt ahnungsvoll hinzu:

Patienten, Bewohner oder Angehörige, die von professioneller Pflege überwiegend komplette Versorgung und vorausschauende Übernahme aller Tätigkeiten erwarten, können die Vorzüge der aktivierenden Pflege eventuell nicht sofort erkennen und zunächst verständnislos reagieren. Daher sollte vor Aufnahme der Pflegetätigkeit über das Konzept informiert und die Pflege gemeinsam geplant werden.

Leider schweifst Du anschließend vom eigentlichen Thema erneut ab, indem Du  das Thema MDK-Gutachten/MDK-Gutachter ausführlich aus Deiner Sicht beurteilst. Das ist aber hier nicht das Thema!

Was Deine Ansicht über meinen "harschen Ton" angeht, so kannst Du sie gerne behalten - es ist ja Deine! :o) Wie Du als aufmerksamer Leser meiner Antworten sicherlich bemerkt hast, kann ich durchaus auch freundliche, anteilnehmende und einfühlsame Antworten geben. Es ist also ganz offensichtlich nicht meine Unfähigkeit zur Freundlichkeit, sondern eine individuelle Reaktion auf den jeweiligen Fragesteller  (oder Antwortgeber) unter Berücksichtigung dessen, was derjenige auf dieser Plattform durch vorherige Fragen/Antworten, seinen Stil und seine Wortwahl bereits von sich preisgegeben hat. Dass das nicht immer "Mainstream" ist und zum Teil recht aggressive Reaktionen auslöst, nehme ich dabei in Kauf.

Kommentar von Timelady ,

Hallo leute ich werde ja merken wie es nächste woche ist ich weiss nur ich hatte schon öfters aufenthalte die nicht so waren wie es hätte sein sollen.

In der letzten reha 12 wochen aufenthalt lag ich auf der falschen station wo kein pflegepersonal war wo niemand pflegestufe hatte. ich wurde aus platzgründen nicht nachträglich verlegt. Für mich hatte dies zur folge das man auf station keine zeit hatte mich zu versorgen. das hiess auch oft keine zeit für toilette vor der therapie dann saß ich oft 60 min. bepinkelt in der tehrapie weil man kene 10 min. zeit hatte für toilette. Danach gabs natürlich stress mit den therapeuten weil es täglich der fall war und ärger auf station warum mir das passiert ist. ich wurde bhandlet als wäre es meine eigene schuld gewesen. geduscht wurde ich 1 mal die woche. Ich bin jede nahct aus dem bett gefallen. Am nächsten morgen auf dem boden eingesammelt worden. Die visite sagte nur ja blöd gelaufen aber ändern können wir es auch nicht mehr. das ganze ging 12 wochen... Im entlassungsbericht stand dann drin ich hätte mich angestellt wegen den stellen die einem dann alle weh taten und von wegen das war keine erholungskur. Nee es war keine erholungskur aber man will wie ein mensch und nicht wie ein teir behandelt werden oder hat man das recht nicht mehr?

In der letzten reha stand die pflegerin vor mir "mach mal" ich so geht nicht. Sie "ja dann" "ich komm in 20 min. wider."

sie kam dann irgendwann wider versorgt war ich natürlich immenroch nicht wurde sogar im bad vergessen. habe geklingelt nach 2 std. kam einer. Aber nur weil ich nach 2 std. geheult habe...

Ich habe nur bedenken das das wider so läuft.

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