Frage von macceroni76, 43

Ängste auf Kinder übertragbar?

Ich bin in vielen Dingen ein doch vorsichtiger Mensch. Ich versuche das aber vor meinem Kind, das im Regelfall unter der Woche 2x nachmittags beim Sport und meistens am Sonntag mit mir zusammen ist, zu "verbergen" und ihn damit nicht zu belasten. Manchmal ist es dann jedoch so, dass irgendetwas vorfällt und ich meinen Sohn (8 Jahre) 3-5x das gleiche frage, um sicher zu gehen, dass in einer gewissen Situation auch tatsächlich nichts passiert ist. Meine Frage ist nun, ob mein Sohn, wenn ich ihn 3-5x dasselbe frage, hier eine Störung bekommen kann. Bei der Mutter und ihrem Freund, wo er die überwiegende Zeit ja lebt, kommt so was nicht vor und auch ich versuche es weitestgehend zu vermeiden. Was meint ihr?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo macceroni76,

Schau mal bitte hier:
Angst Psychologie

Antwort
von dinska, 25

Ich glaube nicht, dass dein Kind davon geschädigt wird, höchstens genervt. Du solltest dich um mehr Gelassenheit bemühen, denn am meisten belastet sowas dich selbst. Wenn du aber belastet bist, dann wirkt sich das auch belastend auf deine Beziehung zu deinem Kind aus.

Ich kann dir nachvollziehen, dass es nicht einfach ist nur wenig mit deinem Sohn zusammenzusein und dann will man alles richtig machen. Aber Übertreibung bringt nichts, Kinder mögen Humor und Unbeschwerdheit.

Je wohler dein Sohn sich bei dir fühlt, umso besser kann er mit der Situation umgehen, die ihn sicher auch belastet.

Genieße die Zeit mit deinem Sohn, sie ist unwiederbringlich!


Antwort
von Lydia304, 9

Es gehört wohl zu Deiner Störung (ich tippe nach Deiner Beschreibung auf eine Zwangsstörung), dass Du auch die Beziehung zu Deinem Sohn sehr genau nimmst und auf mögliche Fehler achtest. Das spricht für Dein Verantwortungsbewusstsein und ist erstmal gut, aber auch das kann man übertreiben!

Allerdings muss ich entgegen der bisherigen Behauptungen sagen, ja, Ängste können sich auf Kinder übertragen, weil sie feine Antennen haben, Stimmungen aufzunehmen und sehr wohl wahrnehmen, wie ihre Eltern mit dem Leben umgehen und sich das oft zum Vorbild nehmen (selbst bei negativen Vorbildern). Ich erlebe das in der Praxis immer wieder. In Deinem Fall würde ich aber sagen, da Du Deinen Sohn eher selten siehst (nicht regelmäßig im Alltag) und Dir offensichtlich auch Mühe gibst, Deine Ängste und Unsicherheiten vor ihm zu verbergen - wenn das so selten und unregelmäßig ist, dass er es mitbekommt, wird es ihm wahrscheinlich nicht schaden. In der Pubertät wird er voraussichtlich dagegen rebellieren und das ist für seine Gesundheit gut so.

Versuche das Positive an Eurer Beziehung und Eurem Zusammensein zu sehen und zu betonen, das ist das wichtigste!

Antwort
von StephanZehnt, 21

Hallo M..,

ich würde es beim zweiten Mal auch gut sein lassen. Dass Wichtigste erfährt man auch so beim allgemeinen Gespräch. Nun u.U. bleibt es dann bei Floskeln wenn man allzu oft fragt.

Wenn etwas "extremes" vorgefallen ist wird das Kind schon von allein dies zur Sprache bringen. Eine Störung wird es deshalb nicht geben. Er wird nur zu seinen Freunden sagen oh mein Vater hat wieder genervt. Also lieber einmal weniger fragen wenn ein gutes Vertrauensverhältnis besteht wird er Dir schon das Wichtigste sagen!

Kommentar von alessam ,

Sorry, das sollte ein Daumen hoch sein!

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